Jahreshauptversammlung

Juli/August – 2016

Viele Mitglieder waren neugierig
auf die Räume der Stadtwerke-Lounge

"Die Wahl des Veranstaltungsortes für unsere Versammlung", da war sich Geschäftsführer Erwin Köhler ganz sicher, "hat bestimmt noch den einen oder anderen motiviert, sich heute auf den Weg zu machen."

Erstmals versammelte man sich in der Rewirpower-Lounge des Stadions, die genügend Platz und ein hervorragendes Ambiente bietet für ein solches Event. Auch Vorsitzender Jörg Ehrhardt nahm natürlich in seiner Begrüßung Bezug auf diesen neuen Veranstaltungsort und die "große Portion Neugier", mit der sich ganz sicher einige auf den Weg gemacht hatten.

Dass an diesem Abend auch ein Spiel der Europameisterschaft stattfand, fiel wegen des frühen Beginns der Jahreshauptversammlung nicht ernsthaft ins Gewicht. "Selbst wenn heute Deutschland gespielt hätte", sagte einer schon vor dem offiziellen Start, "würden noch alle früh genug nach Hause kommen."

Ehrhardt, fast auf den Tag genau ein Jahr im Amt, dankte der Geschäftsführung, allen Mitarbeitern und seinen Vorstandskollegen für ihre tatkräftige Unterstützung und vor allem die Bereitschaft, neue Entwicklungen mit voranzutreiben und die damit verbundenen Mühen nicht zu scheuen.

"Wir haben im letzten Jahr erste Umstrukturierungen im Verein und den beiden Tochtergesellschaften vorgenommen, an dem künftigen Erscheinungsbild unseres Vereins zu feilen begonnen", sagte der Vorsitzende, "und viel Einsatz im Rahmen der laufenden Verhandlungen über die Erstellung des neuen Mietspiegels investiert, der zum 1. Januar 2017 in Kraft treten und den übergangsweise bis dahin geltenden, aktuellen Mietspiegel ablösen soll."

Unabhängig vom Zuzug von Flüchtlingen, so erläuterte Ehrhardt weiter, könne Bochum im letzten Jahr einen Bevölkerungszuwachs von ca. 3.000 Menschen verzeichnen. Dies stelle den Wohnungsmarkt vor neue Herausforderungen, "zumal es erklärtes Ziel der Stadtverwaltung ist, Flüchtlinge möglichst schnell in Wohnungen unterzubringen, statt Behelfsunterkünfte zu schaffen."

Es bleibe dennoch das von der Politik auf allen Ebenen der Gesetzgebung seit Jahrzehnten sträflich vernachlässigte Problem, dass Investitionen in das vermeintliche Betongold immer unattraktiver wurden, weshalb heute Hunderttausende von Wohnungen fehlen."

Anstatt daraus zu lernen und ohne Neiddebatten die richtigen Anreize zu schaffen, so der Vorsitzende weiter, "bedienen sich beispielsweise die Finanzminister der Länder teilweise durch Verdoppelung der Grunderwerbsteuersätze ungeniert an dem Vermögen der Bürger. Die Kommunen ziehen bei Bedarf die Gebühren-schrauben an, ohne irgendwelche Preisspiegel berücksichtigen zu müssen. In gleichem Atemzuge wird den Immobi-lieneigentümern verwehrt, eine marktgerechte Miete zu verlangen."

Die Kritikpunkte des Vorsitzenden quittierten die anwesenden Mitglieder mit viel Applaus, ebenso den Vorschlag der stellvertretenden Vorsitzenden Daniela Land, den langjährigen ehemaligen Vorsitzenden Dr. Jürgen Ehrhardt zum Ehrenvorstandsmitglied zu ernennen.

Die Abstimmung der Mitglieder dazu war einstimmig. Damit wurde die engagierte Arbeit von Dr. Ehrhardt gewürdigt, der unter anderem den Abriss des alten Vereinsgebäudes und den Neubau an gleicher Stelle an der Viktoriastraße betrieben hatte. Wegen seines Engagements sitzen die Mitarbeiterinne und Mitarbeiter nun in modernen Räumen.

Großen Applaus der Mitglieder kassierten auch die Gastredner des Abends: der neue Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke und Eckardt Kröck, der langjährige Leiter des Planungsamtes, referierten sehr ausführlich über "Perspektiven für den Bochumer Wohnungsmarkt“.

Vorsitzender Jörg Ehrhardt hatte darauf hingewiesen, dass die Bochumer Bevölkerung sich vermehrt habe. Nachdem vor einigen Jahren von Schrumpfung gesprochen wurde, kann man sich über diese Entwicklung nur freuen.

Wohnsituation und Infrastruktur, die sich in einer Stadt bieten, sind neben der Arbeit Hauptargumente für einen Umzug. Insofern sei es wichtig, neu zu bauen und den Wohnungsbestand attraktiv zu halten bzw. zu machen. ef

Begrüßungsrede des Vorsitzenden Jörg Ehrhardt als PDF

Jahresbericht des Geschäftsführers Erwin Köhler als PDF

Vortrag Dr Bradtke und Eckart Kröck als PDF


Musikzentrum

Juli/August – 2016

Musikzentrum besteht
Klangprobe mit Bravour

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch war begeistert, Orchesterchef Steven Sloane sowieso - und auch Kulturdezernent Michael Townsend war rundum zufrieden. Die Klangprobe im werdenden Anneliese-Brost-Musikforum war für alle, vor allem natürlich für die Musiker, ein großer, ein erfolgreicher Tag.

Obwohl noch nicht alle Elemente eingebaut waren, die Ende Oktober, bei der Eröffnung, für exzellente Akustik sorgen werden, klang der erste Satz von Brahms' zweiter Sinfonie ganz hervorragend.

An diesem denkwürdigen Tag werden die Symphoniker allerdings nicht mehr mit blauen Plastik-Füßlingen spielen, die sie, wie die Gäste auch, bei der Klangprobe noch überziehen mussten, um das frisch versiegelte Parkett zu schonen. ef


Ausstellungen

Juli/August – 2016

Über den Zaun geschaut:
Wunder- und Mode-Welt

Zwei außerordentlich gute Gründe gibt es in diesen Tagen mindestens, um sich über die Stadtgrenze hinaus einmal nach Oberhausen zu begeben. Es sind die Ausstellungen „Wunder der Natur“ im Gasometer am Centro und „Inszenierte Eleganz - Mode- und Reportagefotografie von 1930 bis 1980“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen.

Außergewöhnliche Bilder von hoher Qualität erwarten die Besucher an beiden Orten. Lediglich die Formate und die Farbigkeit unterscheiden sich: Im Gasometer sind großformatige Farbdrucke zu sehen, in der Ludwiggalerie überwiegend Schwarz-Weiß-Exponate etwa in 18 x 24 cm Größe.

Regina Relang (1906 - 1989) hatte ihre fotografische Karriere in den 1930er Jahren mit Reportageaufnahmen begonnen. In der Nachkriegszeit wird sie zur führenden Modefotografin Deutschlands. Zu ihren Auftraggebern zählen namhafte Modeschöpfer wie Christian Dior, Pierre Cardin oder Yves Saint Laurent – und ihre Bilder werden in vielen Modejournalen gedruckt.

Der Blick des Betrachters wird in die Vergangenheit gelenkt, wenn dort Modefotografien zu sehen sind, die in den Trümmerlandschaften der Nachkriegszeit entstanden. Auf einem der Bilder ist übrigens auch der junge Karl Lagerfeld mit Model und Zeichenblock zu sehen.

„Mit ihrem eigenen fotografischen Stil überwindet Relang die Grenzen zwischen Mode- und Reportagefotografie“, schreibt die Kuratorin. Die Ausstellung mit ihren 170 Bildern spannt den Bogen von den frühen Reisereportagen der 1930er Jahre über Modefotografie der Nachkriegszeit bis zu den Fotografien für Hochglanzmagazine und spiegelt gleichzeitig die Geschichte der deutschen Modefotografie eines halben Jahrhunderts. Die Bilder aus der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums sind erstmals außerhalb des süddeutschen Raums zu sehen.

Das 2005 erschienene Buch „Die elegante Welt der Regina Relang ist leider schon lange vergriffen. Aber man kann sich ja alternativ die Oberhausener Ausstellung ansehen.

„Wunder der Natur“ setzt an einem ganz anderen Punkt an als die Relang-Ausstellung: Umwerfende Aufnahmen von überwältigender Qualität und enormem Detailreichtum zeigen keine Mode, sondern die Schönheit, den Einfallsreichtum aber auch die Brutalität der Natur, wenn zum Beispiel zwei Geparden einen Springbock jagen oder ein Krokodil sich einen Hecht wie einen Snack ins Maul fliegen lässt.

Berührend – beinahe menschlich - die Aufnahmen einer Affenfamilie oder der beiden in Liebe sich berührenden Bonobos. Bilder aus dem Körper zeigen nicht nur menschliche, sondern auch Embryos von Pferden.

Namhafte internationale Fotografen zeichnen verantwortlich für die rund 150 großformatigen Abbildungen und Filmsequenzen aus bekannten naturwissenschaftlichen Serien wie „Planet Erde“ steigern die Wirkung der Bilder. Schon Anfang Juni meldeten die Veranstalter, dass bereits 200.000 Menschen diese außergewöhnliche Ausstellung besucht haben.

„Inszenierte Eleganz“ noch bis zum 18. September

„Wunder der Natur“ bis zum 31. Dezember

Beide Ausstellungen sind montags geschlossen.

Kombiticket für beide Ausstellungen 13 EUR


Jahreshauptversammlung

Mai/Juni – 2016

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Hiermit laden wir unsere Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein, die am Mittwoch, dem 06. Juli 2016, um 18.00 Uhr, in der rewirpowerLOUNGE des VfL Bochum 1848 Fußballgemeinschaft e. V., Castroper Str. 145 in 44791 Bochum stattfindet.

Tagesordnung:

1. Begrüßungsansprache des Vorsitzenden

2. Kurzer Jahresbericht 2015 der Geschäftsführung

3. Jahresrechnung 2015 – Bericht der Rechnungsprüfer – Entlastung

4. Wahl des Dr. Jürgen Ehrhardt zum Ehrenvorstand (§ 8 Abs. 6 der Satzung)

5. Wahlen zur Ergänzung des Vorstandes sowie Wahl der Rechnungsprüfer

6. Vortrag der Herren Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke und des Leiters Stadtplanungs- und Bauordnungsamt Eckart Kröck über das Thema: „Perspektiven für den Bochumer Wohnungsmarkt“

7. Verschiedenes

Wir bitten die Mitglieder um Ihr Erscheinen.

Die Jahresrechnung 2015 und der Haushaltsvoranschlag 2016 liegen in der Geschäftsstelle zur Einsichtnahme aus.

Haus+Grundeigentümer Bochum e.V.

Der Vorstand: Jörg Ehrhardt Geschäftsführer: E. Köhler


Jahreshauptversammlung

Mai/Juni – 2016

Denkmalführung im Bochumer Stadtpark

Reduzierte oder unzureichende Pflege, aber auch die in den letzten Jahren aufgetretenen Sturmereignisse haben viele historische Parks und Gärten so verändert, dass ihr Zeugniswert für die Geschichte der Gartenkultur in Westfalen-Lippe deutlich vermindert ist. Bei weitem nicht alle verfügen über eine wissenschaftlich fundierte langfristige Konzeption zu ihrer Erhaltung, Pflege, denkmalgerechten Weiterentwicklung und Einbindung in ihr städtebauliches Umfeld. Die überlieferte Substanz, Strukturvielfalt und das Raumerlebnis der denkmalgeschützten Grünanlagen drohen nach und nach verloren zu gehen.

Ein wirksames Mittel dem schleichenden Verlust entgegenzuwirken ist es, Parkpflegewerke zu erstellen.

Für den Bochumer Stadtpark, einem der ältesten kommunalen Stadtparks im Ruhrgebiet, wurde vor kurzem von der Stadt Bochum die Erarbeitung eines solchen Parkpflegewerkes in Auftrag gegeben.

In diesem sind die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen sowie die zu seinem Erhalt oder seiner denkmalgerechten Nutzung erforderlichen Maßnahmen dargestellt. Einzelne Ergebnisse des Parkpflegewerks für den Stadtpark Bochum wurden von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen in einer Broschüre zusammengefasst.

Mit unserem EINBLICK: Bochumer Stadtpark möchten wir dazu einladen, den Park persönlich kennenzulernen. Die LWL-Expertinnnen und Experten geben am konkreten Beispiel EINBLICK in unseren Tätigkeitsbereich der Gartendenkmalpflege.

Die Verfasserin des Parkpflegewerks wird die geschichtliche Entwicklung des Stadtparks und die Maßnahmen zur Umsetzung des Parkpflegewerks vor Ort, wie zum Beispiel Baumpflanzungen und den Rosen- und Dahliengarten erläutern.

Im Anschluss gibt ein informelles Gespräch mit Getränken und Snacks die Gelegenheit exemplarisch über die Herausforderungen der langfristigen Erhaltung unseres gartenkulturellen Erbes zu sprechen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Eigentümer von historischen Freiräumen, an Denkmalbehörden, Grünflächenämter, Landschaftsarchitektinnen und -architekten und weitere Interessierte, die sich für die Erhaltung des vielfältigen gartenkulturellen Erbes in Westfalen-Lippe einsetzen.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Das Formular ist zu finden unter:

http://www.lwl.org/dlbw/service/veranstaltungen/einblick-bochumer-stadtpark

Auf der Internetseite findet man auch eine Broschüre, die zum Download bereitsteht.

28, teilweise bebilderte Seiten informieren eingehend über den Park, die Teiche, den Turm und über alles, was unseren Park ausmacht. LWL


Jahreshauptversammlung

Mai/Juni – 2016

Umfrage: Wie sicher
fühlen sich die Bochumer?

Beinahe jeden Tag meldet die Zeitung Raubüberfälle, Einbrüche, Gewaltattacken. Ist das Leben also unsicherer geworden? Oder werden ganz einfach nur mehr Straftaten angezeigt? Ändert sich also vor allem die Wahrnehmung?

Der Lehrstuhl für Kriminologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) will es für die Stadt Bochum genau wissen: Die Wissenschaftler schreiben Ende Mai 2016 rund 3.500 zufällig ausgewählte Bochumer an. Diese können sich an einer Online-Befragung zum Thema Kriminalität beteiligen.

Erhoben wird beispielsweise, wie viele Bochumer Bürger im vergangenen Jahr Opfer einer Straftat wurden. Die Befragten sollen sich darüber hinaus zu ihrem Sicherheits- und Unsicherheitsgefühl äußern, zu Problemen in ihrem Wohnumfeld und zu ihrer Zufriedenheit mit der Arbeit der Polizei.

Mit dieser Studie knüpft der Lehrstuhl für Kriminologie an eigene frühere Untersuchungen an: Bereits 1975, 1986 und 1998 wurden die Bochumer zu ähnlichen Themen befragt. Die Ergebnisse dieser Studien haben seinerzeit der Polizei und der Stadt Bochum Entscheidungshilfen an die Hand gegeben und dazu beigetragen, Probleme zu lösen.

Wenn die Ergebnisse der Befragung "Bochum IV" ausgewertet sind, liegen erstmals in Deutschland Informationen darüber vor, wie sich Kriminalitätsbelastung und Verbrechensfurcht über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren in einer Stadt verändert haben. Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Thomas Feltes erhalten Daten zum sogenannten Dunkelfeld der Kriminalität, zum Anzeigeverhalten, zur Verbrechensfurcht und zur Einschätzung der Polizeiarbeit. Sie können damit Kriminalitätsphänomene im Langzeitvergleich beschreiben und analysieren. rub


Nebenkosten

März/April – 2016

Nebenkostenabrechnungen bei Vorwegabzug:
BGH ändert Rechtsprechung zu Gunsten der Vermieter

Mit Urteil vom 20. Januar 2016 (Aktenzeichen: VIII ZR 93/15) hat der Bundesgerichtshof (BGH) seine ständige Rechtsprechung zu mietrechtlichen Anforderungen an die jährlichen Nebenkostenabrechnungen bei sogenannten "Vorwegabzügen" aufgegeben.

Der Senat hält an seiner bisherigen Rechtsprechung (vgl. insbesondere Senatsurteil vom 14.02.2007, Az. VIII ZR 1/06, NRW 2007, 1059 Rn. 10) nicht mehr fest, wonach die Angabe lediglich "bereinigter" Gesamtkosten die Unwirksamkeit der Abrechnung aus formellen Gründen zur Folge hat.

Er entscheidet nunmehr, dass es zur Erfüllung der Mindestanforderungen einer Nebenkostenabrechnung, durch die die Abrechnungsfrist des § 556 Abs. 3 Satz 3 BGB gewahrt wird, genügt, wenn als "Gesamtkosten" bei der jeweiligen Betriebskostenart die Summe der Kosten angegeben ist, die der Vermieter auf die Wohnungsmieter der gewählten Abrechnungseinheit (in der Regel sind das Gebäude) umlegt.

Bislang vertrat der BGH die Ansicht, eine Nebenkostenabrechnung sei formell fehlerhaft und nach Ablauf der gesetzlichen Abrechnungsfrist nicht mehr korrigierbar, wenn der Vermieter einen vorgenommenen Vorwegabzug bei einer oder mehreren Betriebskostenarten vor Endverteilung auf die Mieter nicht so deutlich in der Nebenkostenabrechnungen offenlegt, dass er für den Mieter ohne Weiteres erkennbar ist.

Der Vorsitzende des Haus +Grundeigentümer Bochum e.V., Herr Rechtsanwalt Jörg Ehrhardt, hielt dieser Auffassung zum Einen entgegen, dass dies im Widerspruch zu der ständigen Senatsrechtsprechung stehe, wonach an die formelle Ordnungsgemäßheit einer Nebenkostenabrechnng keine zu strengen Anforderungen gestellt werden dürften und es ausreiche, wenn die Abrechnung eine Zusammenstellung der Gesamtkosten, die Angabe und - soweit erforderlich - die Erläuterung der zugrunde gelegten Verteilerschlüssel, die Berechnung des Anteils des Mieters und der Abzug der geleisteten Vor-auszahlungen enthält.

Dies ist auch bei einem Vorwegabzug der Fall, da auch bei ihm die Abrechnung Schritt für Schritt nachvollzogen werden kann.

Ob sie materiell-rechtlich, also inhaltlich auch im Hinblick auf die von dem Vorwegabzug nicht betroffenen Betriebskostenarten richtig ist, bleibt einer Prüfung im Rahmen der Belegeinsicht durch den Mieter vorbehalten. Materielle Fehler der Nebenkostenabrechnung können auch nach Ablauf der gesetzlichen Abrechnungsfrist berichtigt werden, indes nicht zum Nachteil des Mieters.

Zum Anderen bedeutete die bisherige Rechtsprechung des BGH eine nicht zu rechtfertigende Benachteilung des seriösen Vermieters, der rechnerisch richtig einen ohne Belegeinsicht nicht erkennbaren Vorwegabzug mit der Folge der formellen Unwirksamkeit der Abrechnung hinsichtlich der betroffenen Betriebskostenarten vornimmt, gegenüber dem Vermieter, der bewusst den vorzunehmenden Vorwegabzug unterlässt und dessen Abrechnung der BGH als nur materiell fehlerhaft und jederzeit korrigierbar angesehen hat.

Das Amtsgericht Bochum hat sich erstinstanzlich dieser Argumentation nicht angenommen, während die Berufungskammer des Landgerichts Bochum die Klage auf Zahlung des Fehlbetrages zwar unter Bezugnahme auf die nun veraltete Senatsrechtsprechung ebenfalls abwies, auf Antrag von Rechtsanwalt Jörg Ehrhardt aber die Revision zuließ, die der BGH nun zum Anlass für seine Rechtsprechungsänderung nahm.

Damit sind unzählige Nebenkostenabrechnungen "gerettet", die vormals noch wegen formeller Unwirksamkeit keine oder nur wesentlich geringere Nachzahlungsansprüche begründen konnten.

Von besonderer Bedeutung ist zudem, dass Mieter auch nicht mehr unter Berufung auf die formelle Unwirksamkeit einer Abrechnung wegen eines nicht offengelegten Vorwegabzuges geleistete Nachzahlungen für die unverjährte Zeit von mehreren Jahren zurückfordern können. JE


Rauchmelder

März/April – 2016

Rauchwarnmelder:
Alexander Burdiek antwortet auf häufige Fragen

In Nordrhein-Westfalen müssen bis zum 31. Dezember 2016 Rauchwarnmelder in Wohnungen installiert werden. Geregelt ist diese Verpflichtung in § 49 Absatz 7 BauO NRW.

Da verschiedene Fragestellungen bezüglich dieser Regelung in unserer täglichen Rechtsberatung immer wieder vorkommen, werden in diesem Artikel die häufigsten Fragen diesbezüglich beantwortet.

Wer muss die Rauchwarnmelder installieren?

Die Eigentümer müssen die Rauchwarnmelder installieren. Diese müssen laut der Regelung so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.

Welche Pflichten hat der Mieter?

Der Mieter muss laut der Regelung die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder sicherstellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst übernommen. Das heißt, dass im Normalfall der Mieter die Wartung des Rauchwarnmelders übernehmen und gegebenenfalls die Batterien austauschen muss.

Wer trägt die Kosten für die Installation der Rauchwarnmelder?

Der Eigentümer trägt die Kosten für die Installation. Er hat jedoch die Möglichkeit, im Rahmen der Modernisierungsmieterhöhung diese Kosten auf den Mieter umzulegen. Also insgesamt maximal 11% jährlich der für die Wohnung aufgewendeten Kosten. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass alle formalen Anforderungen einer Modernisierungsmieterhöhung einzuhalten sind (z.B. die dreimonatige Ankündigungsfrist vor der Maßnahme). Der effektive Mietzuschlag dürfte dann in aller Regel bei maximal 1-2 Euro monatlich liegen.

Kann der Vermieter für die Wartung ein Unternehmen beauftragen und die Kosten auf den Mieter umlegen?

Wenn dies bereits in dem Mietvertrag vereinbart wurde, ist dies möglich. Falls nicht, müsste der Vermieter sich mit dem Mieter über eine solche Vorgehensweise einigen. Einseitig kann der Vermieter eine solche Wartung aber nicht beauftragen und auf den Mieter umlegen. Es ist aber erneut darauf hinzuweisen (s.o. zu den Pflichten des Mieters), dass die Verantwortung für die Wartung gar nicht beim Vermieter liegt.

Wo müssen Rauchwarnmelder angebracht werden?

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.

Werden bestimmte Arten (z.B. bestimmte Batterien etc.) von Rauchwarnmeldern vorgeschrieben?

Eine bestimmte technische Variante der Rauchwarnmelder wird im Gesetz nicht vorgeschrieben, so dass der Mindestschutz mit batteriebetriebenen Rauchwarnmeldern ausreichend ist.

Wer ist zuständig, wenn Rauchwarnmelder defekt sind?

Für die Reparatur oder den Ersatz defekter Rauchwarnmelder ist der Eigentümer zuständig. Ferner sind Rauchwarnmelder mit fest eingebauten Langzeitbatterien, deren Energieversorgung gestört ist, durch den Eigentümer zu ersetzen, weil hier ein einfacher Batterieaustausch technisch gar nicht möglich ist.

Dürfen bereits installierte Rauchwarnmelder weiterbenutzt werden oder müssen diese ausgetauscht werden?

Grundsätzlich dürfen bereits vorhandene Rauchwarnmelder weiter benutzt werden. Sollte ein Mieter schon Rauchwarnmelder installiert haben, wäre es ratsam, dass sich der Vermieter von der ordnungsgemäßen Ausstattung bzw. Installation und Betriebsbereitschaft überzeugt und dies dokumentiert. Der Vermieter hat aber alternativ das Recht neue Rauchwarnmelder zu installieren

Falls Sie noch weitere Fragen haben, können Sie uns gerne während unserer telefonischen Rechtsberatung (Montag bis Freitag von 9:00 Uhr - 12:30 Uhr) unter der Telefonnummer 0234 – 9612799 anrufen.


Nebenkosten

März/April – 2016

Bochumer Hausfassaden für Kunstprojekte gesucht

2016 und 2017 werden Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt nach NRW kommen, um gemeinsam mit einheimischen KollegInnen große öffentliche Kunstwerke zu schaffen, die die Stadt interessanter gestalten und die Betrachter zum Nachdenken anregen.

Thematisch geht es dabei um Nachhaltigkeitsziele, die 2015 auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen zur sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung für alle Länder dieser Welt beschlossen wurden.

Die Humanitäre Cubahilfe e.V. (HCH Bochum) will sich an diesem Projekt beteiligen und sucht dafür geeignete Hausfassaden in unserer Stadt.

Die Hauswände werden professionell vorbereitet und gestaltet, so dass eine lange Haltbarkeit gewährleistet ist. Kosten entstehen den Hauseigentümern nicht.

Ab Sommer 2016 werden die Künstlerinnen und Künstler zusammenkommen und gemeinsam mit Bewohnern und Nachbarn über ihre Ideen zu diskutieren.

Vor und während der Malaktion wird es an verschiedenen Orten der Stadt ein inhaltliches Rahmenprogramm geben; über Presse und andere Medien publiziert, wird das Projekt so breit vorgestellt. Abschließend werden alle Wandbilder in einem Katalog und Film dokumentiert.

Bisher beteiligen sich 16 NRW-Städte an dem Projekt und es werden sicherlich noch mehr. Unterstützt wird die Kampagne vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und Misereor.

Kontakt: Herr Dr. Piel, 1. Vorsitzender der HCH e.V. Bochum, Tel.: 0234 - 51621949 oder an dr.piel@t-online.de


Klimaschutz-Awards

Januar/Februar – 2016

Klimaschutz-Awards jetzt
zum siebten Mal vergeben

Möbel Hardeck - „das ist ein kleines Kraftwerk, in dem man Möbel kaufen kann.“ So formulierte es Oberbürgermeister Thomas Eiskirch bei der Preisübergabe zum „Klimaschutz-Award 2015“.

Zur siebten Auflage des Bochumer Preises traf man sich nämlich im Haus 3 des Bochumer Möbelhauses, wo Inhaber Karl-Ernst Hardeck noch einmal darauf hinwies, dass eben dieses Haus 3 in 2013 den Preis gewonnen hatte, weil die Immobilie mehr Energie erzeugt als sie verbraucht.

Gleiches gelte im Übrigen, so Hardeck in seiner kurzen Begrüßungsansprache, auch für das Küchenlager im Industriegebiet Mansfeld, das den Klimaschutz-Award im Jahr 2014 gewann. „Dort haben wir in etwa die gleichen Werte wie hier an der Wittener Straße.“

Eiskirch bilanzierte die Werte, die zu den Preisen geführt hatten, verwies allerdings schmunzelnd darauf, dass er das alles natürlich nicht selbst kontrolliert habe, sondern sich darauf verlasse, dass man ihm die korrekten Werte aufgeschrieben habe.

Bochum habe sich ehrgeizige Ziele gesetzt. „Wir hatten uns vorgenommen, den Ausstoß von Treibhausgasen in der Stadt bis 2020, spätestens aber 2030 zu halbieren.“ Dies sei nun schon viel früher gelungen.

Die Gewinner des Awards in Silber haben bereits eine Menge Energie eingespart und damit einen erheblichen Beitrag zur Schonung bzw. Entlastung der Umwelt geleistet.

Die Goldpreisträger allerdings haben besonders Lobenswertes geleistet: Architekt Thiemo Ebbert hat in anderthalbjähriger Arbeit ein energiesparendes Wunderwerk geschaffen, bei dem er Steinwolle an der Fassade und Cellulose an den unteren und oberen Geschossdecken verarbeitetete. Photovoltaik, Luftwärmepumpe und Mehrfachverglasung verstärken den Effekt.

Bernd Hoose, der zweite Goldpreisträger, bezeichnet Energiesparmaßnahmen gewissermaßen als sein Hobby: Seit über zehn Jahren investiert er in diesem Bereich. Und: Mit dem eingesparten Strom betreibt er ein Elektroauto. ef

Die Awards in Silber:

Nicole de Corte und Frank Neuhaus, Somborner Str. 6, 44894 Bochum, Heinz-Jürgen Hensing, Gräfin-Imma-Str. 166 a, 44797 Bochum - Christel Jünger, Vormholzstr. 14 d, 44801 Bochum

Die Awards in Gold:

Bernd Hoose, Ahornweg 16, 44801 Bochum, Thiemo Ebbert, Heintzmannstr. 170, 44801 Bochum


Zufall

Januar/Februar – 2016

Glücklicher Zufall: Hans Scharoun
und das Kleinod Johannes-Kirche

Selbst wenn man kein Architekturkenner ist, fällt auf, dass die Johannes-Kirche in Altenbochum etwas Besonderes ist. Klein und kompakt bückt sie sich am Glockengarten 70 inmitten der Wohnbebauung, ohne sich je klein zu machen. Tatsächlich ist die denkmalgeschützte Kirche der Bochumer Christengemeinschaft ein exquisites Zeugnis zeitloser Architektur: Es ist der einzige realisierte Kirchenentwurf des Architekten Hans Scharoun (1893-1972), der vor allem als Erbauer der Berliner Philharmonie weltbekannt ist.

Scharouns gestalterische Idee galt dem "organischen Bauen". Seine Gebäude, obwohl technisch stets auf dem modernsten Stand, sollten Organismen nachempfunden sein. Das heißt: die Form der Gebäudeteile folgt keinem "quadratisch, praktisch, gut", vielmehr ist in der baulichen Anordnung eine ausgeprägte Verwendung unregelmäßiger und asymmetrischer Formen erkennbar. Zumal gilt das für die Innenräume von Scharouns Gebäuden, auch in der Johannes-Kirche eröffnet deren Inneres immer wieder überraschende Perspektiven.

Das "Wohlbefinden der Gebäudenutzer" hatte der Architekt stets im Sinn, aber 45 Jahre nach Eröffnung der Bochumer Kirche wurde auch deutlich, dass dieses "Wohlbefinden" noch eine andere Komponente umfasst: nämlich die der Instandhaltung. Vor allem das Kirchendach hatte eine Renovierung nötig, aber auch die große Glasfensterfront, die die Kirche nach Süden hin, von der Gartenseite aus, erhellt. 2016 scheint die Scharoun-Kirche wieder für die Zukunft gerüstet: Nach sieben Jahren konnte die umfängliche Renovierung beendet werden. Eine informative Broschüre gibt über die aufwändigen baulichen Maßnahmen Aufschluss. Und verrät, was den Bau so besonders macht.

Dessen Anfänge reichen bis 1962 zurück, als die hiesige Christengemeinschaft, eine christliche Kirche, die der Anthroposophie nahesteht, den Entschluss zur Errichtung einer eigenen Andachtsstätte in Bochum fasste. Zwei Jahre später wurden Teile des alten Hofes Schulte-Vels erworben; dass ausgerechnet Scharoun als damals wichtigster deutscher Vertreter der Moderne als Architekt gewonnen werden konnte, war Zufall. Die Familie eines Gemeindemitglieds war ihm freundschaftlich verbunden.

Einzigarbeit ist die Gestaltung der Johannes-Kirche mit ihrem Zeltdach, der Wandgestaltung aus abwechslungsreich gegliederten Ziegelsteinen, der dreieckigen Fensterform und vor allem dem Konzept der „Raumplastik“, das dem erwähnten Prinzip des Organischen folgt: Sie integriert die verschiedenen Funktionen des Gotteshauses, das sowohl als Altar- und Predigtraum, aber auch als Musik- und Versammlungsstätte genutzt werden kann. Konzerte, Theatervorstellungen, Kurse, Lesungen und Ausstellungen finden ebenso statt wie Vorstellungen der Marionettenbühne Hurleburlebutz. Auch ist die Kirche selbst ein Kultur- und Kunst-Träger: ein Triptychon (1975) von Otto Ritschl, ein Altarbild von Fritz Winter sowie mannshohe Kerzenleuchter (1968) von Wilhelm Wagenfeld, mit denen der 70-Jährige an den Entwurf seiner weltberühmten "Bauhauslampe" von 1924 anknüpfte, zieren das Innere der Kirche.

Aus Kostengründen war im Eröffnungsjahr 1966 auf das vom Architekten angedachte Kupferdach verzichtet und ein Pappschindeldach aufgesetzt worden, das mit den Jahren undicht wurde. Nun hat die Johannes-Kirche ihr Kupferdach bekommen, ganz im Sinne Scharouns also. Ebenfalls problematisch war das nach Süden weisende mehrteilige Glasfenster. Hier nagt der Zahn der Zeit an den stählernen Halte-Elementen. „Deren Kleinteiligkeit schloss eine Grundsanierung der einzelnen Elemente aus“, so der Architekt Detlef Bruckhoff vom ausführenden Büro Bruckhoff/Gehrke (Bochum/Berlin), „deshalb wurde ein Anbau als ,Schutzhaut’ vor die Fensterwand gesetzt“. Da dieses sich auf der Rückseite befindet, wird der optische Eindruck der Kirche von der Straßenseite aus nicht gestört. Der Denkmalschutzaspekt wird durch den Vorbau also nicht berührt.

Rund 450.000 Euro hat die Grundsanierung gekostet, 134.000 Euro Eigenmittel der Christengemeinschaft sowie zusätzliche Spenden flossen ebenso ein wie Mittel aus dem Topf der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. So ist die Scharoun-Kirche baulich erst einmal ertüchtig. Die dringend notwendige Modernisierung der Heizungsanlage wartet bereits als neue Herausforderung auf die Gemeinde.

Die Info-Broschüre zur Johannes-Kirche kostet 10 Euro, sie ist in der Kirche erhältlich und kann auch im Internet bestellt werden: www.scharoun-kirche.de

Wir danken Jürgen Boebers-Süßmann, Kulturredakteur der WAZ Bochum, für diesen lesenswerten Gastbeitrag.


Betrug

Januar/Februar – 2016

Internet-Betrüger fischen mit Immobilien-Anzeigen
nach persönlichen Daten - und vor allem nach Geld

Potenzielle Hauskäufer sollten sich mit besonders viel Vorsicht wappnen. Auch in Bochum. „Wenn offenkundige Super-Schnäppchen angeboten werden“, so Geschäftsführer Kay Mengelbier vom Bochumer Makler Wappen-Immobilien GmbH, „ist es ratsam, bei den Vorsichtsmaßnahmen noch einen Gang hochzuschalten.“

Ganz offensichtlich ist es nicht das erste Mal, dass Internet-Betrüger sich frech in Bochum bedienen: Man fälscht dreist Vermietungsangebote und macht Verkaufsangebote daraus. Erst vor Kurzem passierte dies einer Eigentümerin, die einen Mieter für ihr Einfamilienhaus in Querenburg suchte. Die Gangster boten über einen gefälschten Account auf der Plattform Immobilienscout24 dieses Haus für lächerliche 175.000 Euro an. „Da haben sie natürlich ein Rieseninteresse geweckt“, sagt Mengelbier.

Und dann greift die Masche: „Die Gauner behaupten, sie befänden sich im Ausland“, erzählt Birgit Armbruster von Wappen-Immobilien. „Sie bieten an, den Schlüssel für das betrügerisch inserierte Haus gegen eine Kaution zur Verfügung zu stellen. Oder sie verlangen, dass man ihnen eine Ausweiskopie per Email zuschickt.“ Erst dann werde der Makler den Schlüssel für die Hausbesichtigung zur Verfügung stellen.

Wer sich darauf einlässt, seine persönlichen Daten aus der Hand zu geben, so Armbruster, „der kann sich vor massivem Missbrauch sicher kaum retten.“ Und wer die gewünschte Kaution überweist, um das kriminell beworbene Objekt zu besichtigen, so Mengelbier, „sieht sein Geld nie wieder.“ Es seien, so die Immobilen-Experten, jede Menge gefälschte Anzeigen im Umlauf.

„In 2015 wurde unser Account komplett gehackt“, erzählt Kay Mengelbier. „Plötzlich hatten wir - zum Spottpreis - u.a. ein Luxus-Penthouse in Hamburg im Angebot.“ 3.000 Anrufe seien die Folge gewesen und man habe enorm viel erklären müssen. Die in der Anzeige angegebene (Prepaid-) Rufnummer war absichtlich dauernd besetzt. „Die wollen einfach, dass man per Email antwortet und dann in die Falle tappt.“

Die jeweils betroffenen Immobilienunternehmen haben einen massiven Imageschaden, der nicht zu bemessen ist. „Wir haben Anzeige erstattet und einen Strafantrag gestellt“, so Mengelbier, „und hoffen, dass wir damit etwas erreichen.“

In der Nachbarschaft des Querenburger Hauses, dessen komplette Adresse im Internet zu lesen war, haben inzwischen schon einige Interessenten angeklingelt und sich erkundigt. „Dabei hätten die Leute doch schon beim Preis stutzig werden müssen“, sagt eine Nachbarin. „Für diese Summe kann man hier ganz sicher nichts kaufen.“

Und Birgit Armbruster ergänzt: „Seriöse Makler geben ihre Handelsregisternummer an und haben eine Festnetznummer. Das war hier natürlich nicht der Fall.“ Dennoch haben wohl einige besonders heiße Interessenten ihren Personalausweis gescannt und weitergegeben.

„Wer eine solche Mail bekommt“, so ihre eindringliche Warnung, „sollte auf keinen Fall reagieren.“ ef


Musikforum

November/Dezember – 2015

Nürnberg besuchte
das Musikforum Bochum

Rostbratwurst trifft Currywurst: Eine Delegation der Stadt Nürnberg hat am 29. Oktober die Baustelle des Bochumer Musikforums besucht.

Der Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly entsendete 20 Vertreter und Vertreterinnen des Stadtrats, des Staatstheaters, des Baureferats, der Stadtplanung und des Hochbauamtes sowie des Finanzreferats für einen Erfahrungs- und Informationsaustausch nach Bochum.

Auch in Nürnberg soll ein Konzertsaal entstehen. Laut einer Machbarkeitsstudie gäbe es Platz in ähnlicher Größenordnung wie in Bochum, für etwa 1.200 bis 1.500 Plätze. „Für einen Konzertsaal, der internationalen Maßstäben gerecht werden soll“, so Dr. Maly, „gilt die Konzeption des Bochumer Musikforums als vorbildlich.“

Die Stadt Nürnberg favorisiert einen Standort in der Nähe der Meistersingerhalle.


Flüchtlinge

November/Dezember – 2015

Beschlagnahme von Wohnungen für Flüchtlinge
ist in Bochum auch in Ausnahmefällen kein Thema

Auf der Suche nach Schutz vor Krieg und Gewalt kommen derzeit viele Menschen nach Deutschland. Eine Unterkunft für sie zu finden bringt Städte und Gemeinden an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit.

In Hamburg sollen nun leerstehende Gewerbeimmobilien auch gegen den Willen der Eigentümer als Unterkunft genutzt werden können. Und auch in Berlin gibt es Bestrebungen sogar bei Wohnraum, wie der Focus berichtete: Das Bezirksparlament in Kreuzberg denkt über Riehmers Hofgarten nach, eine echte Prachtimmobilie (nebenstehende Bilder) . In Bochum, so Stadtsprecher Thomas Sprenger, "ist das natürlich völlig undenkbar."

Wohnungen zu beschlagnahmen ist rechtlich schwierig, wie die Deutsche Anwaltauskunft informiert und Haus+Grundeigentümer Bochum bestätigt.

„Länder, Gemeinden oder Kommunen können Wohnungen nur dann beschlagnahmen, wenn eine Rechtsgrundlage dafür vorliegt“, sagt Thomas Hannemann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein (DAV). Eine Beschlagnahme greife schließlich stark in das grundgesetzlich geschützte Eigentumsrecht ein.

Rechtsgrundlage wären, wenn überhaupt, in erster Linie die Landespolizeigesetze. Sie erlauben es, eine Immobilie zu beschlagnahmen, wenn Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung besteht, wenn z.B. Menschen obdachlos würden. Droht Obdachlosigkeit, können Menschen per "Obdachloseneinweisung" in Wohnungen eingewiesen werden, in der Regel jedoch höchstens für sechs Monate. Mit dem Gesetz soll Obdachlosigkeit vermieden werden. Wenn zwar ein Schutzsuchender untergebracht, aber dafür ein anderer Mieter wohnungslos wird, hat sich an der Gesamtsituation letztlich ja nichts geändert. Das Mietrecht schützt Wohnraummieter in besonderem Maße vor Kündigungen. Einem Mieter zu kündigen, damit ein anderer Mieter einziehen kann, ist nicht erlaubt.

Zum Zusammenleben mit Flüchtlingen gezwungen zu werden, kennen ältere Menschen aus der Nachkriegszeit. So etwas könne aber heute nicht passieren. Die enorme Obdachlosigkeit von damals sei, so Geschäftsführer Erwin Köhler, mit der aktuellen Situation in Deutschland nicht vergleichbar.

Beschlagnahmt werden kann, wenn überhaupt, nur leer stehender Wohnraum. Aber auch dann müsste zunächst geprüft werden, warum die Wohnung leer steht. Eine vermietete Wohnung zur Unterbringung von Flüchtlingen zu kündigen könnte allenfalls ausnahmsweise in Betracht kommen, wenn z. B. in einem Zehnfamilienhaus nur noch eine Wohnung vermietet ist, die restlichen neun Wohnungen aber leer stehen. Wäre die eine Wohnung auch nicht vermietet, könnte man in dem ganzen Haus zehn Familien unterbringen. Es könnte dann ausnahmsweise möglich sein, dass der einen Mietpartei der Mietvertrag gekündigt und eine andere Wohnung angeboten wird. Das ist jedoch nur in städtischen Mietwohnungen denkbar.

Eine Immobilie gegen den Willen des Eigentümers als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen, ist die letzte Alternative. Die Landesregierungen müssen zunächst versuchen, eigene Unterbringungsmöglichkeiten bereitzustellen oder anzumieten. Reicht das nicht mehr aus, suchen die Verantwortlichen in der Regel zunächst den Dialog mit dem Immobilieneigentümer. In vielen Fällen lässt sich so ein Konsens erzielen.

Für Bochum allerdings ist dies glücklicherweise keine Option. Die Lage ist klar. ef/dav


Wohnfläche

November/Dezember – 2015

Mieterhöhung auch bei Wohnflächenabweichung
nur unter Beachtung der Kappungsgrenze möglich

Der Bundesgerichtshof hat am 18.11.2015 – unter teilweiser Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung – entschieden, dass eine Mieterhöhung nach § 558 BGB auf der Basis der tatsächlichen Wohnfläche zu erfolgen hat, unabhängig davon, ob im Mietvertrag eine abweichende Wohnfläche angegeben und wie hoch die Abweichung von der tatsächlichen Wohnfläche ist.

Zum Sachverhalt:

Der Beklagte ist Mieter einer 5-Zimmer-Wohnung der Klägerin in Berlin. Im Mietvertrag sind die Wohnfläche mit 156,95 qm und die monatliche Miete mit 811,81 DM angegeben. Tatsächlich beträgt die Wohnfläche 210,43 qm.

Die Klägerin verlangt vom Beklagten die Zustimmung zur Erhöhung der derzeitigen Bruttokaltmiete von 629,75 € auf insgesamt 937,52 €. Dies begründet sie damit, dass sie nach den allgemeinen Mieterhöhungsvorschriften* zu einer Erhöhung der momentan geschuldeten Miete um 15 % (94,46 €) sowie darüber hinaus wegen einer Überschreitung der vertraglich vereinbarten Wohnfläche um 33,95 % zu einer entsprechenden weiteren Anhebung berechtigt sei. Der beklagte Mieter hat nur einer Mieterhöhung um 94,46 € zugestimmt Die auf Zustimmung zu einer Mieterhöhung um weitere 213,31 € gerichtete Klage der Vermieterin ist in den Vorinstanzen abgewiesen worden.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs:

Die vom Landgericht zugelassene Revision der Klägerin hatte keinen Erfolg.

Der unter anderem für das Wohnraummietrecht zuständige VIII. Zivilsenat hat entschieden, dass es im Mieterhöhungsverfahren nach § 558 BGB nur auf die tatsächliche Wohnungsgröße ankommt.

§ 558 BGB soll es dem Vermieter ermöglichen, eine angemessene, am örtlichen Markt orientierte Miete zu erzielen. Für den Vergleich ist deshalb allein der objektive Wohnwert der zur Mieterhöhung anstehenden Wohnung maßgeblich, während etwaige Vereinbarungen der Mietvertragsparteien über die Wohnungsgröße im Mieterhöhungsverfahren keine Rolle spielen können, denn sonst würden nicht die tatsächlichen, sondern vertraglich fingierte Umstände berücksichtigt.

An seiner früheren Rechtsprechung, dass der Vermieter sich an einer im Mietvertrag zu niedrig angegebenen Wohnfläche festhalten lassen muss, wenn die Abweichung nicht mehr als zehn Prozent beträgt. hält der Senat deshalb nicht mehr fest. Entsprechendes gilt für den umgekehrten Fall, dass die Wohnfläche im Mietvertrag zu groß angegeben ist; hier kann der Vermieter die Miete gemäß § 558 BGB ebenfalls nur auf der Grundlage der tatsächlichen (niedrigeren) Wohnfläche erhöhen.

Neben der Berücksichtigung der wirklichen Wohnungsgröße im Rahmen der allgemeinen Mieterhöhungsvorschriften (§ 558 BGB) – das heißt unter Beachtung der Kappungsgrenze - besteht für den Vermieter keine weitere Möglichkeit der einseitigen Mietanpassung. Insbesondere ergibt sich aus einer unzutreffenden Wohnflächenangabe im Mietvertrag noch kein Anwendungsfall eines Wegfalls der Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB**). Dem steht bereits entgegen, dass die zutreffende Ermittlung der tatsächlichen Wohnfläche regelmäßig in die Risikosphäre des Vermieters fällt.

Urteil vom 18. November – VIII ZR 266/14

Vorinstanzen:

Amtsgericht Charlottenburg - Urteil vom 2. Dezember 2013 - 237 C 302/13

Landgericht Berlin - Urteil vom 11. September 2014 - 18 S 413/13

*§ 558 BGB Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete

(1) 1Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist. 2Das Mieterhöhungsverlangen kann frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden. 3Erhöhungen nach den §§ 559 bis 560 werden nicht berücksichtigt.

(2) 1Die ortsübliche Vergleichsmiete wird gebildet aus den üblichen Entgelten, die in der Gemeinde oder einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit in den letzten vier Jahren vereinbart oder, von Erhöhungen nach § 560 abgesehen, geändert worden sind. 2Ausgenommen ist Wohnraum, bei dem die Miethöhe durch Gesetz oder im Zusammenhang mit einer Förderzusage festgelegt worden ist.

(3) 1Bei Erhöhungen nach Absatz 1 darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren, von Erhöhungen nach den §§ 559 bis 560 abgesehen, nicht um mehr als 20 vom Hundert erhöhen (Kappungsgrenze). 2Der Prozentsatz nach Satz 1 beträgt 15 vom Hundert, wenn die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen in einer Gemeinde oder einem Teil einer Gemeinde besonders gefährdet ist und diese Gebiete nach Satz 3 bestimmt sind. 3Die Landesregierungen werden ermächtigt, diese Gebiete durch Rechtsverordnung für die Dauer von jeweils höchstens fünf Jahren zu bestimmen. […]

** § 313 Störung der Geschäftsgrundlage

(1) Haben sich Umstände, die zur Grundlage des Vertrags geworden sind, nach Vertragsschluss schwerwiegend verändert und hätten die Parteien den Vertrag nicht oder mit anderem Inhalt geschlossen, wenn sie diese Veränderung vorausgesehen hätten, so kann Anpassung des Vertrags verlangt werden, soweit einem Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere der vertraglichen oder gesetzlichen Risikoverteilung, das Festhalten am unveränderten Vertrag nicht zugemutet werden kann.

(2) Einer Veränderung der Umstände steht es gleich, wenn wesentliche Vorstellungen, die zur Grundlage des Vertrags geworden sind, sich als falsch herausstellen. […]


Zähler

September/Oktober – 2015

Stadtwerke Bochum senken den Gaspreis

Die Stadtwerke Bochum halten Wort: Der kommunale Energieversorger wird zum 1. November 2015 seine Gaspreise senken. In der Sitzung am 8. September hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke Bochum entschieden, die Vorteile aus der optimierten Beschaffungsstrategie an die Bochumer Kunden weiterzugeben. Für Bochumer Haushalte mit einem StadtwerkeBasis-Vertrag und einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) im Jahr sinkt der Gaspreis um 0,35 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) brutto. Dies entspricht einer Entlastung von 70 Euro brutto im Jahr und einer Senkung um rund fünf Prozent.

Die Bezugspreise für Erdgas unterlagen im vergangenen Jahr starken Schwankungen. „Gerade in Zeiten volatiler Großhandelspreise zeigt sich, wie wichtig unser eigenes Portfoliomanagement ist. Aufgrund unserer effizienten Beschaffungsstrategie konnten wir unsere Gasmengen zu guten Konditionen frei am Markt beziehen“, erklärt Stadtwerke-Vertriebsgeschäftsführer Frank Thiel. „Diese Vorteile geben wir selbstverständlich an unsere Kunden weiter.“

Gasversorgung wird ökologisch

Ab sofort bieten die Stadtwerke Bochum ein neues Erdgasprodukt für alle umweltbewussten Bochumer an: „Als Pendant zu unserem Ökostrom aus Wasserkraft kommen wir mit dem neuen Produkt dem Wunsch nach einer CO2-neutralen Gasversorgung nach“, so Frank Thiel.

Die klimaneutrale Erdgaslieferung stellt der Bochumer Energieversorger künftig durch die Unterstützung von zertifizierten Klimaschutz-Projekten in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeitsagentur KlimaINVEST Green Concepts sicher, die beispielsweise Aufforstungsprojekte im brasilianischen Regenwald unterstützt. Bochumer Gaskunden haben ab sofort die Möglichkeit, das Ökogas zu allen Gasprodukten der Stadtwerke Bochum hinzuzubuchen. Hierfür wird ein Aufschlag auf den Arbeitspreis in Höhe von 0,2 ct/kWh brutto in Rechnung gestellt. Dadurch ist dann die Erdgaslieferung eines Kunden zu 100 Prozent klimaneutral.

In den Geschäftszeiten geben die Stadtwerke-Kundenberater am Ostring 28 im persönlichen Gespräch Informationen über die verschiedenen Gaslieferverträge. Eine telefonische Beratung ist montags bis samstags von 8.00 bis 20.00 Uhr unter der Rufnummer 0234/960-3737 möglich.


Verfüllung

September/Oktober – 2015

Verfüllung sichert Boden an der Stockumer Straße

Langendreer ist wie ein Schweizer Käse. Und es ist nicht Markus Holzheim, der das sagt, sondern es handelt sich um eine Tatsache, weil in diesem Bereich des Stadtteils in der Vergangenheit sehr viel Bergbau betrieben wurde. Holzheim ist Projektingenieur bei der RWE Service GmbH, die dienstleistend für die Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH tätig ist, welche sich um den Altbergbau und dessen Hinterlassenschaften kümmert. Gerade steht er mit der ausführenden Firma Grundbau Essen (GbE) an der Stockumer Straße vor dem Abschluss einer Verfüllungsmaßnahme.

In Höhe der Hausnummern 118 bis 122 stehen schon seit einem halben Jahr Silo und Pumpen, mit deren Hilfe Verfüllmaterial in den Boden gepresst wird. Das zunächst flüssige Material härtet innerhalb von 28 Tagen von einer „Anfangsfestigkeit“ zu einer stabilen Verfüllung aus. Es ist nicht die erste Maßnahme am Heimelsberg, wo sich in unmittelbarer Nähe der dortigen Gaststätte die ehemalige Zeche Constanze befand, die zwischen 1919 und 1928 oberflächennahen Bergbau betrieb.

Die damals im oberflächennahen Bereich abgebauten Flöze, z.B. das Flöz „Mausegatt“, ziehen sich vom Langendreerholz bis zum Heimelsberg. Die Sicherungsmaßnahmen sind in diesem Bereich aus geologischen Gründen aufwändig. Das liegt zum Teil an bis zu 30 Meter dicken Sandschichten und z.T. sehr steil verlaufenden Flözen.

Deshalb handelt es sich bei der aktuellen, langwierigen Verfüllung, die wahrscheinlich in der kommenden Woche abgeschlossen werden kann, so Holzheim, „um eine prophylaktische Maßnahme.“ Die Tagesbrüche im Bereich Heimelsberg, so der Ingenieur weiter, „sind eine latente Gefahr.“ Die Verfüllung von Resthohlräumen bzw. Lockerzonen im Untergrund, sagt die RWE-Pressestelle, „ist in derartigen Fällen das übliche Verfahren zur Verhinderung zukünftiger Bergschäden. Derartige Bohr- und Verfüllmaßnahmen wurden bereits im näheren Umfeld durchgeführt, unter anderem am Ilexweg, an der nördlichen Seite der Stockumer Straße sowie am Heimelsberg.“

Es ist also nicht das erste Mal, dass GbE in Langendreer in größerem Umfang Füllmaterial in den Boden pumpt. An der Straße Heimelsberg wurde eine Riesen-Maßnahme durchgeführt. Dort gab es viele Bohrlöcher in den Gärten der Anlieger, deren Geduld auf eine wirklich harte Probe gestellt wurde.

Wenn Bochumer an die Garage in Höntrop denken, bildet sich direkt ein Gänsehaut: Niemand will morgens sein Auto in einem tiefen Loch wiederfinden.

Ex-Bezirksbürgermeister Norbert Busche ist direkter Nachbar der aktuellen Maßnahme, die Krystof Galka von GbE vor Ort betreut. Zu den Kosten dieser sechsmonatigen Baustelle äußert sich die RWE-Pressestelle nicht, teilt aber mit, dass dort rund 1.500 Kubikmeter verfüllt wurden.

An der Straße Heimelsberg gab es eine offensivere Informationspolitik. Dort hatte RWE schon Anfang 2009 mit den Bohrungen begonnen und in den ersten beiden Abschnitten 2.800 Kubikmeter Füllmaterial in den Boden gepumpt. Bis in den Herbst 2013 dauerten die Arbeiten am dritten und letzten Bauabschnitt, wobei jeder dieser Abschnitte rund eine Mio. Euro kostete. Im dritten Abschnitt wurden im Übrigen noch einmal mehr als 1.000 Kubikmeter in den Boden gepumpt. In die Kosten flossen vor zwei Jahren allerdings auch Sanierungsarbeiten in den Gärten der betroffenen Anwohner mit ein, die den Bohrungen gleichsam zum Opfer gefallen waren.


Heizung

September/Oktober – 2015

Ab sofort: Neue Richtlinien zur Brennwerttechnik

Eine wesentliche Änderung tritt am 26.9.2015 in Kraft. Sie betrifft auch unsere Gasetagenheizungen, die in vielen Gebäuden seit Jahr und Tag installiert sind und von den Verbrauchern geschätzt werden, da jede Partei, neben den Kosten der Wartung und ggf. Reparaturen, nur die Kosten des tatsächlich angefallenen Verbrauchs zahlt.

Das Bundesumweltamt führt zu den Neuerungen aus:

„Die bedeutendsten Einsparungen werden die Mindestanforderungen und die Energieverbrauchskennzeichnung für Heizkessel und Warmwasserbereiter erbringen. Die Europäische Kommission erwartet, dass die vier Verordnungen rund ein Viertel des EU-2020-Ziels zur Einsparung von Primärenergie erschließen. Sie werden ab dem 26. September 2015 wirksam.

Die Ökodesign-Verordnungen schreiben vor, dass Heizgeräte für Zentralheizungen und Warmwasserbereiter bis 400 Kilowatt (kW) Nennleistung sowie Warmwasserspeicher bis 2.000 Liter beim Inverkehrbringen in der EU bestimmte Mindest-Anforderungen einhalten müssen.

Die Anforderungen führen unter anderem dazu, dass bis auf wenige, technisch bedingte Ausnahmen nur noch Brennwertkessel zulässig sind.

Auch Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke und Warmwasserbereiter müssen Mindest-Energieeffizienz-Werte aufweisen. Wärmepumpen müssen Lärmanforderungen einhalten.

Die Anforderungen werden 2017 nochmals anspruchsvoller. Die Regelungen bringen 2018 auch EU-weit einheitliche Grenzwerte für die versauernd wirkenden Stickoxid-Emissionen (NOx) von Heizgeräten und Warmwasserbereitern. Diese sind in Deutschland bislang durch die erste Bundes-Immissionsschutzverordnung geregelt. Ergänzend sehen die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnungen vor, dass Heizgeräte und Warmwasserbereiter bis 70 Kilowatt und Warmwasserspeicher bis 500 Liter ab dem 26. September 2015 mit Energieeffizienzklassen gekennzeichnet werden, wie sie von Haushaltsgeräten bekannt sind.“

In der Praxis heißt das, dass ab dem 26. September 2015 verschiedene Niedertemperatur-heizgeräte von den Herstellern nicht mehr verkauft werden dürfen! Einige Hersteller von Kesseln haben bereits angekündigt, die Produktion unterschiedlicher Geräte einzustellen. Eine Ausnahme gibt es und das sind die Heizgeräte des Typs B1, sprich raumluftabhängige Niedertemperaturheizgeräte für den Anschluss an eine mehrfachbelegte Abgasanlage (Kamin).

Müssen Sie nun ein Gerät austauschen, weil es alt ist oder Sie keine Ersatzteile mehr bekommen, müssen Sie Brennwerttechnik dann zwingend einbauen, wenn das auszutauschende Gerät an einen eigenen Kamin angeschlossen ist. Werden dagegen die Abgase mehrerer Heizgeräte im Haus durch einen einzigen Kamin abgeleitet, können Sie auf die bisher zugelassene Technik zurückgreifen.

Nun könnte man sagen: „Was soll´s. Wenn schon neu, dann nach dem neuesten Stand der Technik, also Brennwert.“ ABER ganz so einfach ist es nicht. Ein Brennwertgerät ist zwar in vielen Fällen nicht teurer als das herkömmliche Niedertemperaturheizgerät aber der Einbau immer umfangreicher, da einige Zusatzarbeiten durchzuführen sind.

So muss das Brennwertgerät eine spezielle Abgasführung über Dach erhalten. Dazu wird meist ein Rohr aus Kunststoff durch einen vorhandenen Kamin verlegt oder direkt durch das Dach ins Freie geleitet. Dies ist notwendig, da die Abgastemperaturen niedrig sind und sich viel Kondensat bildet, was den Schornstein schädigen könnte. Der Schornsteinfeger kann Sie hierzu entsprechend informieren.

Darüber hinaus benötigt das Brennwertgerät auch einen Abwasseranschluss, da das Kondensat in die örtliche Kanalisation abgeführt werden muss.

Dieser Anschluss muss also an das Abwassersystem angeschlossen werden. Dies ist sicherlich häufig möglich, jedoch auch ebenso häufig mit Zusatz- und Veränderungsarbeiten verbunden.

Rein optisch sieht das (vielleicht noch) neuwertige Badezimmer nicht mehr so schön aus, wenn von der Therme ein Abwasseranschluss zum Abfluss führt. Die Abflüsse liegen heute gerne unter Fliesen und Putz versteckt. Es muss also eine Öffnung geschaffen werden. Gut ist sicherlich der bedient, der noch Ersatzfliesen hat, um bei den Arbeiten zu Bruch gegangene Fliesen zu ersetzen. Zu beachten ist auch die Materialwahl, denn das Kondensat ist sauer und kann die Abflussrohre auf Dauer schädigen.

Ihr Heizungsfachmann wird Sie bei Bedarf dazu umfassend informieren können.

So haben die Gesetzgeber neue Richtlinien geschaffen, die sicherlich ihre Berechtigung haben. Sei es um – vielleicht - Energie einzusparen und/oder die Umwelt weniger zu belasten. Die Umsetzung wird für den Verbraucher sicherlich kostenintensiver und nicht immer leicht durchführbar sei. B.T.


Ehrhardt

Juli/August – 2015

Dr. Jürgen Ehrhardt hinterlässt nach zwei Jahrzehnten
Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. „im Bestzustand“

Blumen und Buchgeschenke – nicht nur von den Vorstandskolleginnen und -kollegen - gab es bei der Jahreshauptversammlung von Haus+Grund-eigentümer Bochum e.V. in der Stadtpark-Gastronomie für Dr. Jürgen Ehrhardt, der nach über zwei Jahrzehnten als Vorsitzender am Mittwochabend im großen Saal seine letzte Hauptversammlung leitete.

Zum Auftakt der Versammlung zog der scheidende Vorsitzende seine ganz persönliche Bilanz. Er empfinde durchaus Genugtuung darüber, sagte er, „dass ich den verjüngten Vorstand und die Geschäftsführung in Bestbesetzung hinterlasse.“ Dr. Ehrhardt verwies darauf, dass der Mitgliederstand des Vereins eine Höchstmarke erreicht habe. Und dies trotz laufend rückgängiger Einwohnerzahlen unserer Stadt.

Der Vorsitzende erinnerte sich, dass es in seiner Zeit keine Entlassungen gegeben habe – „lediglich zwei Mal wegen Unregelmäßigkeiten.“ Und er erinnerte daran, wie man - aus Kostengründen - aus dem Dachverband Haus und Grund Deutschland ausgeschieden war. Fortan gab es das neue Mitgliedermagazin „Zuhause in Bochum“, das seit der „ersten Stunde“ von Geschäftsführer Erwin Köhler und Eberhard Franken vom Medienbüro Franken erstellt wird. An beide ging ein Dankeschön von Dr. Ehrhardt.

Dr. Ehrhardt erinnerte an die Zeit, als noch einfache Schreibmaschinen im Einsatz waren und daran, dass „kurz vor meiner Wahl zum Vorsitzenden ein Telefaxgerät angeschafft wurde, welches die Arbeit enorm erleichterte.“ Inzwischen gibt es Emails und die Kommunikation nach innen wie nach außen ist noch einmal schneller geworden – und man ist nicht nur bei der Digitalisierung auf dem neuesten Stand.

Denn Dr. Ehrhardt war es auch, der den Abriss des nicht mehr zeitgemäßen Bürohauses an der Viktoriastraße 63 sowie den Neubau an gleicher Stelle forciert hatte. Von dem Kredit, den man für die Immobilie aufgenommen habe, so Dr. Ehrhardt, sei schon ein großer Teil getilgt. „In sieben Jahren“, so teilte er den anwesenden Mitgliedern mit, „wird unser Kredit bis auf einen geringen Anteil abbezahlt sein.“

Die Versammlung beschloss bei einer Gegenstimme eine sehr moderate Anhebung der Jahresbeiträge. Mit diesen Mehreinnahmen könne nun eine weitere, dringend benötigte Beratungskraft eingestellt werden. Die Beiträge steigen ab 1. Januar 2016 von 84 auf 96 Euro (Haus), von 72 auf 84 (Eigentumswohnung) - und für jedes weitere Objekt von 10 auf 18 Euro. „Dies ist die erste Erhöhung nach fünf Jahren“, erläuterte Dr. Ehrhardt die Steigerung. "Und davor hatten wir in der Tat zehn Jahre keine Erhöhung.“

Zwischenzeitlich hatte auch Geschäftsführer Erwin Köhler, der längere Zeit krank war, seinen Bericht abgegeben. Er dankte für die zahlreichen Genesungswünsche, die ihn erreicht hatten.

Manch einer hatte nicht damit gerechnet, dass Köhler doch noch früh genug fit werden würde, um an der Jahreshauptversammlung teilnehmen zu können. Umso mehr freuten sich alle, dass ein genesener Mann ans Rednerpult trat.

Die letzten Amtshandlungen von Dr. Ehrhardt waren schließlich seine sehr dezidierten Ausführungen und Informationen zu den jüngsten, meist vermieterfeindlichen Entscheidungen des Bundesgerichtshofes. „Die werfen uns Vermietern“, sagte er, „ja schon traditionell laufend Knüppel zwischen die Beine.“

Manchem Anwesenden war völlig neu, dass eine Besichtigung der vermieteten Wohnung nur noch bei besonderem Anlass verlangt werden kann. § 13 des Grundgesetzes schützt die Wohnung. Interessant auch, dass der Mieter keinen Anspruch mehr auf das Anbringen einer Parabolantenne hat, sofern er über einen funktionierenden Internetanschluss verfügt. „Hier kann sogar verlangt werden“, so Dr. Ehrhardt, „dass bestehende Antennen entfernt werden.“

Die Nachfolge für die Kommandobrücke des rund 5.000 Mitglieder starken Bochumer Traditionsvereins regelte der Vorstand noch kurz vor Erscheinen dieses Heftes: Die Vorstandsmitglieder wählten Rechtsanwalt Jörg Ehrhardt.

Der Bochumer Diplom-Ökonom Gregor Drüppel, von der Versammlung einstimmig als neues Mitglied des Vorstands bestimmt, wurde zum Schriftführer gewählt. ef


Gaspreis

Juli/August – 2015

Gewinnabführung erhöht
- Gaspreis sinkt im Herbst

„Bezogen auf das schwierige Gesamtumfeld und die völlig unkoordinierte Energiewende haben die Stadtwerke Bochum das vergangene Geschäftsjahr durchaus erfolgreich gemeistert“, erklärte Bernd Wilmert in seiner letzten Bilanzpressekonferenz als Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum. „In unserem Kerngeschäft, der Versorgung der Bürger mit Strom, Gas, Wasser und Wärme, waren wir trotz witterungsbedingter Absatzrückgänge erfolgreich. Auch die Finanzbeteiligungen tragen zu dem robusten Unternehmensergebnis bei.“

Die Umsatzerlöse stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: Die Stadtwerke Bochum Holding GmbH erzielte im vergangenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von knapp 93,6 Mio. Euro. Die Vertriebsgesellschaft, die Stadtwerke Bochum GmbH, erzielte in 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 488,1 Mio. Euro. Der Umsatz der Netzgesellschaft, der Stadtwerke Bochum Netz GmbH, belief sich auf 150,9 Mio. Euro, wobei diese Umsatzerlöse im Wesentlichen durch Betrieb und Bewirtschaftung der Strom-, Gas- und Wassernetze erzielt worden sind

„Unsere Gewinne bleiben in der Stadt. Wir haben die Gewinnabführung an die Stadt Bochum nicht nur in der geforderten Höhe von 47 Mio. Euro geleistet, sondern sogar auf 66 Mio. Euro erhöht“, berichtete Wilmert. „Damit stellen wir den Anteilseigner von den Verlusten aus der Wertberichtigung der RWE-Aktien frei. Die Wertberichtigung in Höhe von 57 Mio. Euro werden die Stadtwerke Bochum – verteilt auf mehrere Jahre – aus eigener Kraft stemmen."

Neuerdings gibt es einen Live-Chat, über den Kunden direkt und unmittelbar mit den Beratern online in Kontakt treten können. Und zum Abschied kündigte Wilmert noch Gutes für alle Gaskunden an: Im Herbst werden die Gaspreise gesenkt. Bei Strom und Wasser garantiert man Preisstabilität bis Ende Dezember 2015.


Scholz

Juli/August – 2015

Das Eisenbahnmuseum
wird zum Premiumprojekt

Großer Bahnhof im Eisenbahnmuseum Bochum: Der Bund fördert die Sammlung historischer Lokomotiven und Waggons als eines von insgesamt 21 deutschen Premiumprojekten. Drei Millionen Euro fließen bis 2017 in den Standort an der Ruhr. Lars-Christian Uhlig vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung überreichte Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz die „Premiumplakette“ für das Haus.

Alle Gäste freuten sie sich über die Entwicklung, die mit der Fördersumme endlich möglich wird: Ein Eingangsgebäude mit Museumsshop und Ausstellungsfläche soll entstehen. Davor soll sich der künftige Parkplatz erstrecken. Es gibt eine europaweite Ausschreibung für den Architektenwettbewerb. Aus 21 Beiträgen soll der Siegerentwurf gekürt werden. „Heute ist für mich ein Ernte-Dank-Fest“, strahlte Dr. Wolfgang Fiegenbaum, Vorstand der Stiftung Eisenbahn-Museum. Auch Ulrich Carow, Bereichsleiter Umwelt beim Regionalverband Ruhr (RVR), freute sich, „endlich ein Versprechen einlösen zu können“. So stünden die Verhandlungen zum Ankauf des Museumsgrundstücks mit Gleisanschluss endlich kurz vor dem Abschluss. „Jedes Jahr hatten wir dies in den RVR-Haushalt eingebracht, verteidigt und gesagt, es wird schon werden“, erinnerte er an die Anstrengungen, die Entwicklungen des Eisenbahnmuseums aufs richtige Gleis zu setzen.

Wie sich der Standort zukünftig seinen Besuchern präsentieren möchte, machte Stiftungsvorstand Dr. Wolfgang Fiegenbaum deutlich: „Mittelfristig möchten wir über die reine Ausstellung von Lokomotiven und Wagen hinausgehen.“ Als erstes Beispiel zeigte er seinen Gästen den detailgetreu restaurierten Salonschlafwagen von 1937, den Adolf Hitler für die Reichsregierung bauen ließ und mit dem auf späteren Dienstreisen u. a. Theodor Heuss, Walter Scheel, Königin Elisabeth II. und der Schah von Persien durch Deutschland rollten.

Willy Brandt nutzte ihn als einer der Letzten für seine Fahrt nach Erfurt zu den gesamtdeutschen Gesprächen.

Requisiten – original und nachgebildet – illustrieren den Reisegrund der berühmten Fahrgäste. Dieses Konzept will das Haus mittelfristig Zug um Zug umsetzen.

Geschichtliche Jahreszahlen und politische Fakten haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Eisenbahnmuseums auf kleinen Bannern neben technischen Zugdaten in unzähligen Arbeitsstunden zusammengetragen.

„Die Frage, wie sich das Museum weiterentwickeln kann, hat sich ja immer wieder gestellt“, blickte auch Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz zurück. „Die Förderung als national bedeutendes Premiumprojekt durch den Bund ist nun ein schöner Schritt nach vorne.“


Jahreshauptversammlung

Mai/Juni – 2015

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Hiermit laden wir unsere Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein, die am Mittwoch, 10. Juni 2015, um 18 Uhr, in der Gastronomie im Stadtpark (Parkhaus), Klinikstr. 41-45 in Bochum stattfindet.

Tagesordnung:

1. Begrüßungsansprache des Vorsitzenden und Wahl der Versammlungsleitung

2. Kurzer Jahresbericht 2014 der Geschäftsführung

3. Jahresrechnung 2014 - Bericht der Rechnungsprüfer -

Entlastung des Vorstandes - Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2015

4. Beschlussfassung über eine Beitragsanpassung ab dem 1.1.16

5. Wahlen zur Ergänzung des Vorstandes sowie Wahl der Rechnungsprüfer

6. Vortrag Dr. Ehrhardt zum Mietrecht und Erbrechtsfragen mit anschließender Diskussion

7. Verschiedenes

Wir bitten die Mitglieder um Ihr Erscheinen.

Die Jahresrechnung 2014 und der Haushaltsvoranschlag 2015 liegen in der Geschäftsstelle zur Einsichtnahme aus.

Haus+Grundeigentümer Bochum e.V.

Der Vorstand: Dr. J. Ehrhardt Geschäftsführer: E. Köhler


Detroit-Projekt

Mai/Juni – 2015

Würdiger Abschluss für das Detroit-Projekt

Auch die Oberbürgermeisterin war zunächst skeptisch gewesen, äußerte sich aber bei der Einweihung des Grete-Penelope-Mars-Platzes am Wiesental regelrecht begeistert. Die "verrückte Idee" der Düsseldorfer Künstlerin Kristina Buch ist nun mit einem Straßenschild Wirklichkeit und damit zur fassbaren Kunst geworden, die Einfluss nimmt, die Stadt und die Zukunft verändert. Die Aktion "Some at times cast light" wird nicht nur einen zeitlich begrenzten Lichtstrahl auf Bochum lenken, denn die Künstlerin, die zunächst Biologie, dann Theologie und schließlich Kunst studierte, hat in den Büschen neben der Skulptur auch Leuchtkäfer ausgesetzt. Dort wird also in warmen Sommernächten demnächst (hoffentlich) noch ganz anderes, ökologisch wertvolles Licht zu sehen sein.

Schon als Buch als jüngste Teilnehmerin bei der Documenta 2013 mitmachte, vermengte sie Biologie und Kunst, indem sie einen Schmetterlingsgarten mit mehreren Tausend bunten Faltern bestückte.

Die Namensgeberin des neuen Platzes ist eine erfundene Figur, die nie gelebt hat. Damit können die Bochumerinnen und Bochumer nun eine neue Mitbürgerin begrüßen.

Grete-Penelope sei, so sagte Buch am Tag der Einweihung, möglicherweise "Lüge, Kummer und Hoffnung in einem Kleid". Alle Gremien der Stadt haben der ungewöhnlichen Kunstaktion zugestimmt.

Die neue, nie existente "Kunstperson" ist in gewisser Weise Kollegin von Jakob Maria Mierscheid, der am 1. März 2013 anlässlich seines 80. Geburtstages von Bundestagspräsident Norbert Lammert in einer kurzen, humorigen Rede vor dem stark erheiterten Plenum gewürdigt wurde.

Auch Mierscheid, der angeblich 1979 als Nachrücker in den Bundestag einzog, hat nie existiert, wurde aber gleichwohl in der einen oder anderen Sitzung von Parlamentariern zitiert.

Wilhelm Schmidt, SPD-Abgeordneter aus Salzgitter, hatte am 29. Juni 1995 bekannt gegeben, dass sein fiktiver Kollege Mierscheid das Amt des tomatenpolitischen Sprechers in der deutsch-holländischen Parlamentariergruppe inne habe.

Vizepräsident Hans Klein (CSU) korrigierte den Politiker umgehend: "Herr Kollege, das Wort 'fiktiv' muss in diesem Zusammenhang zurückgewiesen werden." ef


Mietersuche

Mai/Juni – 2015

Hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Mietersuche

Eigentümer, die ihre Immobilie vermieten möchten, stehen vor einigen Herausforderungen. Pünktliche Zahlungen, ein verantwortungsvoller Umgang mit der Wohnung und korrektes Verhalten im Haus – das zeichnet einen guten Mieter aus. Doch leider bekommt man es bei der Suche nach dem richtigen Mieter nicht nur mit aufrichtigen Interessenten zu tun.

ImmobilienScout24 hat einige hilfreiche Tipps zusammengestellt, die die erfolgreiche Mietersuche erleichtern.

Höhe des Mietpreises:

Bevor die Suche nach dem richtigen Mieter beginnen kann, müssen sich künftige Vermieter überlegen, zu welchen Konditionen die Wohnung angeboten werden soll. Hierfür ist es hilfreich, sich den Mietpreis ähnlicher Objekte in der Nachbarschaft anzuschauen. Der Mietspiegel sollte hinzugezogen werden.

Vermieter können sich als weitere Möglichkeit auch Marktwerteinschätzungen einholen.

Anzeige schalten

Die meisten Interessenten erreicht man über eine Anzeige im Internet. Hierbei werden Suchende deutschlandweit und nicht nur lokal erreicht. Innerhalb der Anzeige können Vermieter ihre Immobilie beschreiben und durch Fotos präsentieren.

Besichtigungstermin:

Wer einen Mieter sucht, der pfleglich mit dem Objekt umgeht, sollte den Interessenten eine entsprechende Wohnung präsentieren: gepflegt, gründlich gelüftet und gut beleuchtet. Des Weiteren ist es ratsam, alle wichtigen Informationen zur Wohnung bereit zu halten wie beispielsweise die genaue Höhe der Miete mit Heiz- und Nebenkosten oder Angaben zum Energieverbrauch und den Energieausweis.

Viele Interessenten sind auch an den Eckdaten zur Hausgemeinschaft, Vorteile der Wohnung wie etwa Schallschutzfenster und Besonderheiten der Lage wie Einkaufsmöglichkeiten und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr interessiert.

Wichtig ist, dass sich künftige Vermieter bei der Besichtigung für die Interessenten Zeit nehmen. Die Wahl des richtigen Mieters ist neben der rationalen Entscheidung auch eine Bauchentscheidung. Die Person sollte vertrauenswürdig und sympathisch sein.

Vermieter-BonitätsCheck

Ein wichtiges Kriterium ist, dass sich der Mieter mit seinem Einkommen die Wohnung auch leisten kann. Mit dem Vermieter-BonitätsCheck können Vermieter die Bonität Ihrer Mieter überprüfen und sich damit vor Zahlungsausfällen schützen.

Um die Zahlungsfähigkeit richtig einschätzen zu können, sollten Vermieter dann eine schriftliche Einverständniserklärung für eine SCHUFA-Auskunft erbitten. Aus dem VermieterBonitätsCheck geht dann hervor, ob der Interessent eine eidesstattliche Versicherung geleistet hat oder hoch verschuldet ist.

Wer einen Mietzuschuss von der Arbeitsagentur bekommt, kann dennoch ein solventer Mieter sein. Im günstigsten Fall überweist die Arbeitsagentur direkt an den Vermieter.

Auswahl der Mieter:

Bei der Suche nach dem richtigen Mieter sollten sich Vermieter aber nicht nur auf ihr Bauchgefühl verlassen, sondern objektive Kriterien mit einbeziehen.

Eine Mieterselbstauskunft bietet dafür eine gute Grundlage. Hier werden persönliche Daten wie Adresse, Geburtsort und -datum, Personalausweisdaten und Einkommen oder Vermögen eingefordert. Diese Angaben sollten genau geprüft werden. Mieter mit betrügerischen Absichten können auf diese Weise leichter identifiziert werden, da diese oftmals nicht an ihrem richtigen Wohnort gemeldet sind, um sich dem Zugriff von Behörden und Gerichten zu entziehen.

Wer sichergehen will, ob sich der Interessent als Mieter bisher korrekt verhalten hat, kann sich eine Bescheinigung seines derzeitigen Vermieters vorlegen lassen.

Über die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung wird erfragt, ob und aus welchem Grund der Vermieter die Wohnung gekündigt hat, wie lange das Mietverhältnis gedauert hat, ob der Mieter alle Zahlungen pünktlich geleistet und die Wohnung ordnungsgemäß verlassen hat.

Ein Mieter, der sich korrekt verhalten hat, wird nichts dagegen haben, solche Auskünfte zu erteilen.

Ist der richtige Mieter gefunden, wird mit dem Mietvertrag alles Weitere geregelt. Ein Mietvertrag hat wichtige rechtliche Bedeutung für Mieter und Vermieter. Heikle Themen wie Kündigung oder Schönheitsreparaturen bieten reichlich Konfliktstoff. Eindeutig formulierte Klauseln helfen, Konflikte zu vermeiden. Es gibt verschiedene Mietverträge. Z. B. bieten Staffel- und Indexmietverträge unterschiedliche Möglichkeiten im Laufe des Mietverhältnisses die Miete anzupassen. Künftige Vermieter sollten auf die Aktualität und auf die richtige Wahl des Vertrages achten.

Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. halten solche Mietverträge natürlich bereit (Anm. der Red.)


Fördermittel

März/April – 2015

11,4 Millionen Euro Fördermittel für Bochum

Die Erlasse über die Mittelzuteilung für die Förderung des sozialen Wohnungsbaues sind bei der Stadtverwaltung eingegangen: Bochum erhält 2015 mit 9,6 Millionen Euro einen besonders hohen Betrag, um den Neubau von Sozialwohnungen zu fördern.

Weitere rund 1,8 Millionen Euro bekommt die Stadt, um damit zum einen energetische Modernisierungsarbeiten in Wohnungen zu unterstützen und sie barrierefreier zu gestalten, zum Beispiel durch bodengleiche Duschen oder Umgehungen für Stufen und Treppen. Zum anderen kann Bochum damit bei der Modernisierung und Instandsetzung von zu Wohnzwecken genutzten Denkmälern helfen.

Auch der Bau oder Ersterwerb von selbst genutztem Wohneigentum wird weiterhin gefördert, wenn der Bauherr oder Käufer die Einkommensgrenzen des sozialen Wohnungsbaues nicht überschreitet. Dies geschieht in diesem Jahr ohne Budgetgrenze; alle bis zum 30. Juni gestellten Förderanträge können bewilligt werden, sofern die dafür nötigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Nunmehr sind Investoren und Bauwillige aufgerufen, die Förderung entsprechender Bauvorhaben beim Amt für Soziales und Wohnen anzumelden.

Die Konditionen der Wohnungsbauförderung sind weiterhin attraktiv. Im sozialen Mietwohnungsbau sind die Basisdarlehen während der ersten zehn Jahre zinslos; danach beträgt der Zins bis zum Ende der sozialen Bindung (wahlweise 15, 20 oder 25 Jahre ab Bezugsfertigkeit) nur 0,5 Prozent. Zusätzlich gibt es einen Investitionsanreiz durch Tilgungsnachlässe von 50 Prozent. Diese wirken wie ein Zuschuss und werden auf die neben den Grunddarlehen bewilligten Zusatzdarlehen zum Beispiel für Aufzüge, kleine Wohnungen oder die Standort-aufbereitung zugunsten des geförderten Wohnungsbaues gewährt. Aufgrund der Tatsache, dass die Nachlässe von Anfang an die Darlehenssumme reduzieren, sind die vorgenannten Zinsen nur auf die Restschuld zu zahlen. Dies bewirkt einen nicht unerheblichen Liquiditätsvorteil gegenüber einer normalen Kapitalmarktfinanzierung.

Für weitere Auskünfte und die Beratung von Investoren und Bauherren sind im Amt für Soziales und Wohnen Carmen Schimkat unter 02 34 / 910 - 37 50 und Udo Möhnke unter 02 34 / 910 - 37 67 zu erreichen.


Heizung

März/April – 2015

Heizungs-Modernisierung ohne eigene Investition

Die Stadtwerke Bochum machen den Umstieg auf eine moderne Wärmeerzeugungsanlage denkbar einfach: „Mit rewirflammekomfort bieten wir unseren Kunden einen Rundum-Service, bei dem die hohen Anschaffungskosten für eine neue Heizungsanlage entfallen“, beschreibt Frank Thiel, Vertriebsgeschäftsführer der Stadtwerke Bochum, das Angebot zur Heizungsmodernisierung.

Für eine monatliche Pauschale liefert der Energieversorger nicht nur das Gas, sondern die gesamte Heizungsanlage.

Dadurch entfallen neben den hohen Anschaffungskosten auch die Kosten für Wartungen und Reparaturen. Bedarf für das Modernisierungsangebot ist laut einer aktuellen Studie zum Heizungsmarkt, die im Auftrag des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) durchgeführt wurde, mehr als vorhanden: Das Alter der Heizungsanlagen in Deutschland ist bedenklich. Die Heizungsanlagen sind im Durchschnitt 17,6 Jahre alt.

36 Prozent aller Heizungsanlagen wurden sogar vor dem Jahr 1995 eingebaut und sind damit älter als zwanzig Jahre.

Ein Großteil der Heizungsanlagen im Gebäudebestand ist somit nicht auf dem Stand der Technik. „Um die Klimaschutzziele erreichen zu können, muss der Wärmemarkt stärker in den Fokus rücken. Hier liegt immenses Potenzial brach, das zur Senkung von CO2-Emissionen und zum Energiesparen vorhanden ist“, erklärt Frank Thiel.

In Deutschland entfallen rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen auf den Wärmemarkt. Der Energieverbrauch in Privathaushalten kann beispielsweise mit modernster Erdgasbrennwert-Technik in Kombination mit Erneuerbaren Energien effizient gesenkt werden.

Neben den allgemeinen zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen für Sanierungsmaßnahmen von Bund und Ländern bieten die Stadtwerke Bochum ihren Kunden mit rewirflamme komfort ein Contracting-Produkt, bei dem alle Betriebskosten der neuen Anlage durch die Gasrechnung abgedeckt sind.

Ausführliche Informationen zu rewirflamme komfort und weiteren Förderprogrammen der Stadtwerke Bochum gibt es unter www.stadtwerke-bochum.de.

Bei Fragen zum Thema Heizungsmodernisierung stehen die Energieberater der Stadtwerke Bochum unter 0234 - 960 3520 gerne zur Verfügung. Die Studie mit dem Titel "Wie heizt Deutschland?" wurde vom Marktforschungsinstitut GfK Nürnberg durchgeführt. Hierzu wurden deutschlandweit über 5.000 Haushalte zum eingesetzten Heizsystem sowie zu Modernisierungsmaßnahmen befragt.


Einbrecher

März/April – 2015

"Zuhause sicher" - Eine Initiative der Polizei

Die Sicherheit spielt eine immer größere Rolle im Alltag: Kameras wachen über Plätze der Stadt, Alarmanlagen sichern öffentliche Gebäude, an Flughäfen kommen Körper-scanner zum Einsatz. Der intimste Ort, das eigene Zuhause, wird häufig jedoch nur nachlässig geschützt:

Die LBS West empfiehlt allen Immobilienbesitzern, sich zum Thema Einbruch- und Brandschutz über das Netzwerk „Zuhause sicher“ unverbindlich beraten zu lassen, um ihre Privatsphäre vor Schäden durch mögliche Gefahren von außen zu bewahren. Der gemeinnützige Verein, in dem auch Handwerksbetriebe und die LBS West engagiert sind, geht auf eine Initiative der Polizei zurück.

Sind Türen oder Fenster nicht genügend gesichert, ist es sogar einem ungeübten Gelegenheitstäter ein Leichtes, sich Zutritt zum Haus zu verschaffen. Welche Technik schiebt Langfingern jedoch effektiv einen Riegel vor?

Die Berater des Netzwerkes erstellen in einem persönlichen Gespräch mit den Eigentümern ein individuelles Sicherungskonzept für jede Immobilie. Im zweiten Schritt vermitteln die polizeilichen Beratungsstellen auf Wunsch geschulte Fachbetriebe aus der Umgebung, die dem Netzwerk angehören. Die Handwerksbetriebe sind als Errichter für den mechanischen und elektronischen Einbruchschutz vom LKA anerkannt. Ein guter Anlass, sich auch mit dem Thema Sicherheit zu beschäftigen, ist immer dann, wenn ohnehin andere Umbauten geplant sind. Viele Eigentümer machen sich z. B. Gedanken über die energetische Modernisierung ihres Hauses oder ihrer Wohnung. Die Installation von Sicherheitstechnik kann gut an Modernisierungsmaßnahmen geknüpft werden, um doppelte Ausgaben zu vermeiden. Stellen Eigentümer fest, dass ihre Heizkosten steigen, weil durch undichte Stellen im Haus Wärme entweicht, besteht Handlungsbedarf. Klug ausgewählte Fenster und Türen erzielen in diesem Fall einen doppelten Effekt: Sie schützen gegen Energieverlust und Einbruch.

Das Land NRW unterstützt Modernisierer mit zinsgünstigen Darlehen, wenn sie die Energieeffizienz ihres Hauses verbessern. Mehr Informationen auch unter www.zuhause-sicher.de LBS


KunstLichtTor

Januar/Februar – 2015

KunstLichtTor „Woher | Wohin“ leuchtet für Bochum

Sie leuchtet so schön wie keine andere Eisenbahnbrücke in dieser Stadt – und sie nimmt Bezug auf die aktuellen Themen „multikulturelle Gesellschaft und Globalisierung“: Die Eisenbahnbrücke über die stark befahrene Universitätsstraße erstrahlt seit dem 1. Dezember als KunstLichtTor. Gemeinsam mit dem Künstler Christoph Hildebrand gaben die Bezirksbürgermeisterin Gabriele Spork und Uwe Seidel, Leiter des Tiefbauamtes, das Tor frei.

16 Brücken bilden die Tore zur Bochumer Innenstadt; die Stadt gestaltet sie seit 2003 als KunstLichtTore. Sieben sind bereits künstlerisch realisiert. Erleuchtet und nummeriert weisen diese den Weg. Bürger und Besucher unterqueren eine

davon, um ins Stadtzentrum zu gelangen. Die Unterführungen sind im Uhrzeigersinn durchnummeriert und für jedes Tor konnten Lichtkünstler gewonnen werden, die auf der Grundlage der jeweiligen Bezifferung eine Lichtinszenierung entwickelten. Ziel ist es durch die Eigenständigkeit und die „Leuchtkraft“ die individuellen Charaktere der Stadttore zu markieren. In Verbindung mit der Bezifferung kann neben einer Orientierungshilfe auch die Herausbildung neuer Adressen erfolgen.

Mit dem neuen KunstLichtTor 15 hat der Künstler den Raum rings um die Brücke direkt am Hauptbahnhof als Ort des Ankommens und Wegfahrens wahrgenommen.

Mit Zug, Bus und Auto kommen Menschen aus anderen Ländern und suchen in Bochum eine Zukunft. In zahlreichen Sprachen hängen daher die Worte „Wohin“ und „Woher“ als Leuchtschrift – als transparente Acrylglas-Installationen – von der Decke der Brücke über der Fahrbahn. Der Passant liest stadteinwärts „Woher“ und stadtauswärts „Wohin“. Diese Worte sind in verschiedenen Sprachen zu finden. Weit über 50 werden in Bochum gesprochen. Nicht alle konnten allerdings (wegen der Menge) Eingang in die beeindruckende Lichtinstallation finden.

Die farbige Illumination macht die Betonkonstruktion der Brücke zu einem Erlebnisraum – gerade für Fußgänger. „Wohin“ in der warmen Farbe Orange steht für Aktivität und Zukunft. Im sanften Kontrast dazu erscheinen die Worte „Woher“ in der kühleren und ruhigeren Farbe Violett. Ihr Lichtspiel zeigt, wie sich die Zukunft mit der Herkunft verknüpft.

Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2010 installierte Hildebrand zwanzig unterschiedlich große Uhren am Regattaturm des Essener Baldeneysees. Ansprechpartner für die KunstLichtTore ist Dorothée Dahl beim Stadtplanungs- und Bauordnungsamt. Boef


USB

Januar/Februar – 2015

Umweltservice Bochum informiert über Winterdienst

Winterdienst: Eine Gemeinschaftsleistung von Vielen.

Nicht zuletzt tragen auch die BürgerInnen ihren Anteil zu sicheren Straßen im Winter bei, indem sie wichtige Aufgaben übernehmen. Hier einige Informationen und Tipps:

Eigentümer und Anlieger

Die Räum- und Streupflicht betrifft Sie, wenn Ihr Grundstück an öffentliche Bürgersteige grenzt. Als EigentümerIn dürfen Sie den Winterdienst auch

auf Ihre MieterInnen übertragen. Dazu müssen Sie eine entsprechende Hausordnung formulieren. Als MieterIn sollten Sie sich umgekehrt auch bei den Eigentümer-Innen über Ihre Pflichten im Winter informieren – zum Beispiel mit Hilfe der Hausordnung.

Bürgersteige und Haltestellen

Diese halten Sie von Eis und Schnee frei. Sollte sich vor Ihrem Grundstück auf dem Gehweg eine Haltestelle befinden, räumen Sie diese so, dass ein möglichst gefahrloser Zu- und Abgang- auch zu etwaig vorhandenen Wartehäuschen gewährleistet ist. Vermeiden Sie außerdem Schneewälle am Fahrbahn- oder Bordsteinrand, die den Zugang zu Bussen und Straßenbahnen behindern. Für Haltestellen in der Fahrbahnmitte und die 1.250 Überquerungshilfen in Bochum – wie Zebrastreifen oder Fußgängerinseln auf der Fahrbahn – sind wir zuständig.

Morgens vor sieben

Damit auch morgens zum Beispiel Schulkinder und Berufstätige die Gehwege nutzen können, müssen Sie schon früh mit dem Räumen beginnen. Ab 7.00 Uhr und bis 20.00 Uhr sollen FußgängerInnen sich problemlos auf den Gehwegen bewegen können. Wenn alle mit anpacken, ist die Stadt zum Beginn des Berufsverkehrs bereits geräumt und gestreut. Sie sorgen dafür, dass die Bürger-Innen gefahrlos über den Gehweg zum Auto oder zur nächsten Haltestelle kommen - und wir sorgen für freie Straßen.

Hier kommt jeder durch

Auf öffentlichen Bürgersteigen räumen und streuen Sie bitte einen mindestens ein Meter breiten schnee- und eisfreien Weg. In verkehrsberuhigten Bereichen, Fußgängerzonen und auf anderen Straßen ohne markierten Gehweg muss ebenfalls mindestens eine ein Meter breite Schneise passierbar sein.

Bitte halten Sie am Leerungstag Transportwege (mindestens 90 cm) für Ihre Abfallbehälter schnee- und eisfrei.

Eisbergen keine Chance

Der beste Ort für weggeräumten Schnee sind Grünflächen, wie zum Beispiel der Vorgarten. Wenn Sie keinen anderen Platz finden, können Sie den Schnee am Gehwegrand deponieren. Bitte lagern Sie ihn nicht auf der Straße. Denn wir räumen mit unseren Fahrzeugen den Schnee an den Straßenrand, an dem sich nach längeren Niederschlägen hohe Berge auftürmen. Bitte bauen Sie diese nicht noch aus, indem Sie Eis und Schnee dazu schippen. Denken Sie daran, dass auch zu viel Schnee am Fahrbahnrand die Durchfahrt versperrt.

Mit Granulat gegen Glätte

Am besten streuen Sie Granulat, das wir im Winter kostenlos auf unserem Betriebshof an der Hanielstraße und auf allen Wertstoffhöfen verteilen. Aus Rücksicht auf die Umwelt dürfen Sie auf Gehwegen normalerweise kein Salz streuen, denn es belastet das Abwasser, Straßenbäume und Grünflächen. Nur in wenigen Ausnahmen ist der Einsatz von Salz trotzdem erlaubt: Bei Eisregen, oder wenn Sie gefährliche Stellen wie Treppen und starke Steigungen von Eisglätte befreien möchten. USB


Garten

Januar/Februar – 2015

Auch in der kalten Zeit braucht der Garten Pflege

Im Winter heißt es nicht nur die Füße vor dem Kamin hochlegen und den Garten gemütlich von drinnen betrachten. In Vorbereitung auf das kommende Frühjahr gibt es für den Gärtner genug zu tun.

Winterstürme sind im Garten ungemütlich: Bäume und Sträucher, die unter starkem Wind leiden, sollten im Winter stabilisiert werden. Eine dicke Schneedecke sieht zwar sehr malerisch aus, kann aber im Garten Schaden anrichten. Dicht verzweigte Sträucher, dünne Äste und Koniferen können unter der weißen Pracht brechen, daher an besonders belasteten Stellen am besten ab und zu den Schnee abschütteln.

In einem trockenen Winter mit wenig Schnee Immergrüne wie Koniferen, Rhododendron und Buchsbaum an frostfreien Tagen gelegentlich gießen. Das gilt besonders für Pflanzen im Kübel! Im Winter wird der Garten in seiner elementarsten Struktur sichtbar. Nutzen Sie sonnige Wintertage, tun Sie etwas für Ihre Gesundheit und ab gehts ins Freie. Etwas Basispflege kann jetzt dem Garten nicht schaden: Im Mittwinter die Erde mit Kompost bedecken, auf lehmiger Erde Sand, alte Topfblumenerde oder gut verrotteten Laubkompost verteilen und bei milden Temperaturen untergraben.

Solange der Boden feucht ist, Beete und Einfassungen mulchen, um später im Jahr weniger gießen und jäten zu müssen.

Im Spätwinter oder im zeitigen Frühjahr werden die Rabatten mit einer groben Gabel aufgelockert. Kernobst sollte am besten in der Knospenruhe zwischen Spätherbst und zeitigem Frühjahr geschnitten werden, aber nie bei Frost; Steinobst schneidet man am besten direkt nach der Ernte bis Mitte September. Wer dann das Fruchtholz richtig zurückschneidet, kann auf eine reiche Obsternte im Spätsommer hoffen.

Spätestens im zeitigen Frühjahr werden Rosen und Sträucher beschnitten und mit einer Startdüngung für den kommenden Austrieb fit gemacht. Jetzt können auch neue Rosen, Sträucher und Heckengewächse gepflanzt werden. Sommerblühende Clematis sollte bis spätestens Mitte März zurückgeschnitten werden. Ab März beginnt die Pflanzzeit für Stauden. Wenn ein ganzes Beet neu angelegt werden soll, empfiehlt es sich, zwei Wochen vor dem Pflanzen das Beet umzugraben, Wildkräuter und Steine herauszusammeln und Kompost aufzustreuen.


Musikzentrum

November/Dezember – 2014

Das Bochumer Musikzentrum feierte Richtfest: Heimat und Perspektive für das musikalische Leben

„Es ist einfach perfekt – wir fühlen uns schon jetzt in diesem Saal zu Hause!“ Generalmusikdirektor Steven Sloane (Mitte im Bild unten links) und die Musiker der Bochumer Symphoniker waren nicht die einzigen, die beim Richtfest das neue Musikzentrum in Augenschein nahmen - und begeistert waren.

Rund 500 Bochumer fanden im Laufe des Nachmittags den Weg zur Viktoriastraße und warfen einen ersten Blick in den zukünftigen Konzertsaal, das später als Foyer genutzte Kirchenschiff der Marienkirche und den Multifunktionssaal.

Mit Spannung betraten auch enge Nachbarn des neuen Musikzentrums die noch kahlen Räume: Dr. Jürgen Ehrhardt, Vorsitzender von Haus+Grundeigentümer Bochum e.V., war mit seinen Geschäftsführern Erwin Köhler und Dr. Stephanie Vornholz gekommen, um sich einen Eindruck vom Fortschritt der Bauarbeiten zu verschaffen. Dr. Ehrhardt ist bereits seit Jahren ein Fürsprecher des Musizentrums und freut sich darauf, dass das Quartier an dieser Stelle endlich aufgewertet wird.

Die Geschäftsstelle von Haus+Grundeigentümer Bochum ist schließlich direkt gegenüber, ebenfalls in einem attraktiven Neubau, beheimatet.

Ensembles der Musikschule, der Männergesangsverein Marmelshagen und die Blechbläser der Bochumer Symphoniker sorgten in den stimmungsvoll beleuchteten Räumen für musikalische Atmosphäre. Mit besonders stimmungsvollem Licht hatten die Veranstalter das ehrwürdige Portal der Marienkirche in Szene gesetzt (siehe Bild ganz oben).

Vor der traditionellen Richtfest-Zeremonie, die standesgemäß mit einem Richtspruch und dem Einschlagen des letzten Nagels durch Stadtdirektor Michael Townsend begangen wurde, dankte Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz den beteiligten Baufirmen ebenso wie den Mitarbeitern der Stadt, die durch ihre effektive Zusammenarbeit die Fertigstellung des Rohbaus im vorgegebenen Zeitfenster möglich gemacht haben. Staatssekretär Bernd Neuendorf (im Bild unten rechts mit OB Dr. Scholz) würdigte in seinem Grußwort insbesondere die Tatsache, dass durch das Musikzentrum gleich drei stadtentwicklungsrelevante Fragen beantwortet werden konnten: die Nutzung der vom Abriss bedrohten Marienkirche, die Suche nach einer Heimat für die Bochumer Symphoniker sowie der Impuls für die Entwicklung des ViktoriaQuartiers.

Norman Faber (rechts im Bild unten links) schließlich erinnerte stellvertretend für die Stiftung Bochumer Symphonie an die Beweggründe der vielen tausend Spender und Stifter, die durch ihr Engagement nicht nur rund 40 % der Bausumme aufgebracht haben, sondern damit vor allem dem musikalischen Leben unserer Stadt Heimat und Perspektive geben wollten. stbo/ef


Thermografie

November/Dezember – 2014

Stadtwerke beraten Hausbesitzer beim Thema Thermografie: Energieverluste aufspüren, gezielt modernisieren

Es wird kalt– da stellen sich viele Hausbesitzer die Frage: Wie steht es um die Energiebilanz meines Gebäudes?

In Privathaushalten werden im Durchschnitt 75 % der Energie fürs Heizen verwendet. Bei mangelhafter Hausdämmung geht durch Dach, Fassade oder Fenster ein großer Teil der Wärme verloren.

„Die Gebäudethermografie bietet Hausbesitzern die Möglichkeit, Energieschwachstellen ihrer Immobilie gezielt aufzudecken“, erklärt Oliver Kowalzik, Energieberater bei den Stadtwerken Bochum. „Der Service ist für Besitzer alter Immobilien sowie für Eigentümer, die eine bereits erfolgte Sanierung überprüfen möchten, gleichermaßen interessant. Als Basis für eine Fachberatung sind diese Aufnahmen ideal.“

Durch Farbabstufungen macht eine Thermografieaufnahme die unterschiedlichen Wärmeabstrahlungen sichtbar. Warme Gebäudeteile werden in Weiß und Abstufungen von Pink abgebildet. Kühlere Zonen und Gegenstände erscheinen in Türkis bis Dunkelblau. Pinkfarbene Flächen deuten folglich auf einen hohen Wärmeverlust hin, türkise und dunkelblaue Sektionen weisen hingegen auf einen geringeren Wärmeaustritt hin.

Um verlässliche Messergebnisse erzielen zu können, sollten kühle Außentemperaturen von maximal sechs Grad Celsius herrschen und die Bilder der Wärmebildkamera, die sogen. Thermogramme, in der Dunkelheit angefertigt werden. Nur so kann die Infrarotkamera die Temperaturverteilung auf den Gebäudeoberflächen darstellen und Energieschwachstellen offenlegen.

Auch die Stadtwerke bieten Bochumer Hausbesitzern in diesem Winter wieder einen Thermografie-Service an. Anmeldeunterlagen werden ab dem 1.12. im Internet unter www.stadtwerke-bochum.de/thermografie zum Download bereitgestellt. Telefonisch können die Formulare ab dem 1.12. unter der 0234/960-3770 angefordert werden.

Jeder Hauseigentümer erhält mindestens sechs repräsentative Thermografie-Aufnahmen seines Gebäudes, dazu eine digitale Tageslichtaufnahme zum Vergleich plus verschiedene Infomaterialien. Die Preise variieren je nach Häusergröße.

Von einer Thermografie in Eigenregie rät Energieberater Kowalzik eher ab: Die im Handel für rund 1.500 Euro erhältlichen Wärmebildkameras sind weniger für eine Gebäudethermografie geeignet. Der richtige Umgang mit dem Gerät erfordert jahrelange Erfahrung und Praxis, damit aussagefähige Aufnahmen dabei herauskommen. Es lohnt sich, einen Fachmann mit der Gebäudethermografie zu beauftragen.“


Planetarium

November/Dezember – 2014

Eine Erfolgsgeschichte: Planetarium ist 50 Jahre

Ein halbes Jahrhunder alt ist das Bochumer Planetarium am 7. November geworden: Ein Teil Bochums und des gesamten Ruhrgebiets, der nicht mehr weg zu denken ist. Der erste Spatenstich war am 27. März 1962 erfogt, und bis Anfang November 1964 entstand ein Gebäude, das zu einer Landmarke für die Stadt Bochum wurde.

Seitdem holt das Bochumer Planetarium die Sterne in greifbare Nähe und erschließt Welten, die vielen Menschen unvorstellbar fern, fremd und faszinierend erscheinen. Die grundlegende Idee des Planetariums, Menschen in einen Kosmos mitzunehmen, über den man staunen kann, an dessen Schönheit man sich erfreut und der auch die größten Fragen anspricht, die Menschen stellen können, gehört zu den Dingen, die seit 50 Jahren unverändert sind und das auch bleiben werden.

Die Technik wurde mehrfach komplett erneuert, und so zählt die Bochumer Vorzeigeadresse heute zu den modernsten seiner Art. Auch mit der Besucherzahl ging es besonders in den letzten Jahren deutlich nach oben: Damals für weniger als 50.000 Besucher geplant, überschreitet es seit drei Jahren regelmäßig die Marke von 200.000. Da der größte Teil davon nicht aus Bochum kommt, ist es auch ein wichtiger Faktor, der die Stadt in der Region attraktiv macht.

Am Jubiläumswochenende feierte übrigens "Die Entdeckung des Himmels" Premiere, eine ganz neue Show. sb/ef


Ratten

September/Oktober – 2014

Ratten sind großes Problem

Der Schreck in der Morgenstunde war gewaltig bei Janina Meinhardt im Lottoladen an der Alten Bahnhofstraße 213. Während ihr Mann Jürgen Meinhardt den ersten Morgenkaffee genoss und in die Tageszeitung schaute, kam aus ihrem Mund ein greller Schrei: Eine Ratte hatte sich in den Laden verlaufen. Anwohner am Alten Bahnhof klagen schon länger darüber, dass die Schädlinge offenbar vermehrt im Bereich Leifacker und In den Langenstuken gesichtet werden.

Meinhardt trieb das Tier mit Hilfe eines Schrubbers auf die Straße, wo der unerwünschte Besucher sich nach rechts zur Bäckerei Schmidtmeier wandte und dort „Männchen machte“. Mitarbeiterin Fatima El Bouch hat schon viel gehört und gesehen. „Eine Arbeitskollegin hat vor Dienstbeginn um 5.30 Uhr“, zitiert sie, „ein ganzes Rudel am Stern über die Straße laufen sehen.“

Claudia Augustinowski im gegenüber liegenden Kodi-Markt erinnert sich, dass ihre Chefin Klaudia Spindel vor etwa drei Wochen ebenfalls Rattenbesuch hatte. Nachdem die Schädlingsbekämpfer nicht sofort handelten, griff die engagierte Frau zur Selbsthilfe und entfernte das Tier höchstpersönlich. Cäcila Steinhauser von Gesundheitsamt kennt das Problem und die Problem-Zone. Dort seien bereits Köder ausgelegt worden, sagt sie. „Es dauert, bis die Tiere von innen austrocken und sterben.“ Bis dahin seien sie langsamer und werden sichtbarer.

„Heute stellt in dicht besiedelten Gebieten der Rattenbefall das größte Problem dar“, ist auf der Website der Stadt Bochum zu lesen. „Die Tiere sind sehr intelligent und stellen nur geringe Anforderungen an ihren Lebensraum. Allerdings benötigen sie einen Rückzugsbereich (Kanalisation, verlassene Gebäude, Müllhalden, unbenutzte Grundstücke, die dicht mit bodendeckenden Pflanzen bewachsen sind sowie in der Nähe von Vogelhäuschen oder Teichen) sowie Nahrung. Beides finden sie in der Nachbarschaft von Menschen.“

Mitarbeiter des Kodi-Immobilienbesitzers Klaus Maiweg haben bereits Löcher und Rohre verschlossen, dichte Bodendeckerpflanzen entfernt – und das Gift hat bereits Wirkung gezeigt: Am Leifacker lagen eines Tages ein Dutzend tote Ratten auf der Straße. Dies nicht gerade zur Erheiterung der Anwohner, die natürlich verunsichert sind.

Janina Karas, die Leiterin des Pflegedienstes hat ihr Büro im Kodi-Haus am Leifacker direkt neben den Mülltonnen, wo die Arbeiter in den letzten Tagen intensiv gegraben und planiert haben, berichtet, dass sie 2011 eingezogen sei. „Schon damals habe ich von Ratten gehört.“ Es seinen Fallen aufgestellt worden, von denen Anlieger Frank Dittmann im Gespräch mit Rolf Stephan (Café Cheese) gesagt haben soll, dass die Ratten darauf getanzt haben. „Dann war aber eine Weile Ruhe“, erinnert sich Karas.

Ex-Dorfmeister André Lipinski hat die Nager auch schon an der Eislebener Straße gesehen. Jürgen Meinhardt und andere Anlieger aber sind sich sicher, dass die Brandruine des Zwischenfall Heimat und Brutstätte vieler Ratten sei. „Dort muss endlich etwas passieren.“ Leider scheint sich aber aktuell bei dieser großen Immobilie rein gar nichts zu bewegen. ef


Zitronenfalter

September/Oktober – 2014

Tag des Zitronenfalters

Mit bedrohlich nüchternem Stil dringt Norbert J. Wiegelmann, Mitglied bei Haus+Grundeigentümer Bochum e.V., pointiert und zielgenau in die tieferen Schichten weiblich-männlicher Beziehungsverstrickungen vor und seziert psychopathische Verhaltensweisen. Mit klarer Sprache schafft er eine Atmosphäre der Spannung und des Ungesagten, die einen manchmal den Atem anhalten lässt.

Seine Stories befriedigen den Gerechtigkeitssinn des Lesers, denn das unterschwellige Motiv von Schuld und das Nachspüren von Verursachungen innerhalb fehlgelaufener Beziehungen ist immer präsent.

Norbert J. Wiegelmanns Kurzgeschichten sind düster und makaber und gehen nie für alle gut aus. Tag des Zitronenfalters ist Norbert J. Wiegelmanns erste Einzelveröffentlichung. 32 spannende Kurzgeschichten zwischen makaber, skurril, psychopathisch und kriminell. Mit Fotos von Norbert J. Wiegelmann (bearbeitet von Chiliverlag).


Laubentsorgung

September/Oktober – 2014

Laubentsorgung in Bochum

Nicht nur im eigenen Garten beginnt das Laub zu fallen. Was uns rein optisch sehr gut gefällt, kann auf der anderen Siete Auch unsere Gehwege sind voll und gefallenes Herbstlaub kann den Verkehr gefährden. Deshalb ist der Herbst für den USB eine besonders einsatzintensive Zeit.

Ab Ende September und von da an rund zehn Wochen lang werden Kräfte verstärkt für die Laubbeseitigung eingesetzt. Im Schnitt entfernt der USB während dieser Jahreszeit rund 4.300 Tonnen gefallene Blätter – und das trotz aller technischen Fortschritte in echter Handarbeit. Um die Verkehrssicherheit und Sauberkeit aufrecht zu erhalten, sind im Herbst die MitarbeiterInnen an sechs Tagen in der Woche im Stadtgebiet unterwegs.

Zu Hilfe genommen wird bewährte und modernste Technik, wie Kehrmaschinen und Müllwagen mit Saugvorrichtung, Kleinkehrmaschinen, Straßenspülwagen, Handblasgeräte, mobile Sauggeräte mit integriertem Häcksler und zwei Trilos, die nicht nur Laub, sondern auch Abfall aufsaugen. Dennoch kann es passieren, dass es nach den ersten Laubfällen eine Woche und länger dauert, bis in jeder Straße gereinigt wird.

Laubkörbe
Der USB verteilt jährlich ca. 3.000 Laubkörbe im Stadtgebiet, mit denen Sie das Laub auf öffentlichen Wegen sammeln können, bis er es abholt. Bitte füllen Sie die Laubkörbe nicht mit Tüten, Grünschnitt, Ästen, Erde oder anderen Abfällen, da dann das Laub so weder aufgesaugt noch anschließend kompostiert werden kann.

Tipps
Doch wohin mit den Herbstboten, die die eigenen Grundstücke belasten?

Grünschnitt und Laub aus dem Garten können Sie weiterhin an den Wertstoffhöfen anliefern.

Der USB gibt den Tipp, das Laub zwar von den Rasenflächen zu entfernen, jedoch nicht komplett aus dem Garten zu verbannen. Nur die besonders langsam verrottenden Eichen- und Kastanienblätter sollten Sie entsorgen.

Mit dem restlichen Laub können Sie freie Flächen abdecken und empfindliche Pflanzen vor dem aufkommenden Frost schützen. Im Frühjahr eignet sich das vorgerottete Material als idealer Kompost, wenn Sie es mit gemähtem Rasen vermengen. USB - techem


Klimaschutz

Juli/August – 2014

KlimaSchutz-Award 2014

Nach einem erfolgreichen Start im Jahr 2013 möchte die Stadt Bochum auch in diesem Jahr den Klimaschutzpreis an Bauherren für „Klimafreundliches Bauen und Sanieren“ vergeben. Partner dieser Auslobung sind erneut die Kreishandwerkerschaft Ruhr, die Verbraucherzentrale NRW, die Stadtwerke Bochum GmbH sowie der Haus+ Grundeigentümer Bochum e.V.

Durch eine verantwortungsvolle Bau- und Sanierungsweise von Wohneigentum, aber auch bei gewerblichen Bauten, kann jede Menge Energie und damit auch CO2 gespart werden. Jeder Eigentümer leistet damit einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft. Die Stadt Bochum rückt diese ökologische und verantwortungsvolle Bau- und Sanierungsweise jetzt ins „Rampenlicht“. Die Öffentlichkeit soll auf herausragende Beispiele aufmerksam gemacht und die Anstrengungen der Bauherren sollen honoriert werden.

Ausgezeichnet werden die Objekte je nach erreichter Punktzahl mit dem „Bochumer Klimaschutz-Award“ in Silber oder Gold, welcher in Form einer Plakette mit individueller Hausnummer gestaltet ist. Außerdem winken Geldpreise in Höhe von 250 bis 500,- Euro. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen einer Feierstunde durch Frau Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz.

Die Auszeichnung berücksichtigt Maßnahmen zur Einsparung von Energie und somit zur CO2-Reduzierung. Die Bewertung der Objekte erfolgt nach einem Punktesystem, welches die Bereiche Wärmedämmung, die Nutzung umweltschonender Energien, innovative Heiztechniken sowie einen insgesamt niedrigen Strom- und Heizenergieverbrauch bewertet.

Die Wettbewerbsunterlagen liegen im Technischen Rathaus an der Infotheke zur Abholung bereit oder können auch auf der internetseite der Stadt unter www.bochum.de heruntergeladen werden:

Für weitere Informationen und Fragen steht Kerstin Zänger vom Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum unter der Telefonnummer 0234 / 910-14 05 oder unter der E-Mail-Adresse: KZaenger@bochum.de zur Verfügung.


Strafen

Juli/August – 2014

Saftige Strafen drohen bei ungedeckten Konten

Viele Kunden glauben, dass der Einkauf bezahlt ist, wenn sie an der Kasse die Rechnung mit EC-Karte und Unterschrift begleichen. Ein Irrtum. Eine Umfrage der Verbraucherzentrale NRW bei Supermärkten und großen Filialisten zeigt: Das kann teuer werden, falls das Konto nicht gedeckt ist. Nicht passieren kann das Kunden, die mit Karte und Geheimzahl (PIN) zahlen.

Dass aus 16 Euro für einen Einkauf im Supermarkt durchaus auch mal mehr als 100 Euro werden können, bekam Frank J. zu spüren. Auslöser für den saftigen Aufschlag war die Art, wie er Milch, Brötchen & Co. bezahlt hatte: mit Bankkarte und seiner Unterschrift. Weil Jensens Konto zum Zeitpunkt des Einkaufs nicht gedeckt war, wurde die Lastschrift von der Bank zurückgegeben.

Der Kunde beließ es über Wochen dabei, ohne die Verbindlichkeiten zu begleichen. Deshalb gab der Supermarkt die offene Forderung an ein Inkassobüro weiter. Das sattelte auf den ursprünglichen Betrag weitere 85 Euro für Bank- , Auskunfts- und Anwaltsgebühren oben drauf. Darüber hinaus wurde Jensen ein Schufa-Eintrag angedroht, falls er die Rechnung nicht umgehend begleichen sollte.

Vielen Kunden ist nicht bewusst, dass der Einkauf noch nicht endgültig bezahlt ist, wenn an der Kasse das Lastschriftverfahren mit Unterschrift zum Einsatz kommt. Erst mit dem erfolgreichen Einzug des Betrags ist die Zahlung abgeschlossen.

Im Gegensatz zur Zahlung mit Bankkarte und Geheimzahl (PIN): Dabei wird die Kontodeckung direkt bei der Zahlung geprüft. Ist dagegen bei einer Zahlung mit Autogramm das Konto über das Dispo-Limit hinaus in den roten Zahlen, kann die Bank die Einlösung der Lastschrift verweigern – und der Händler sitzt auf einer offenen Forderung.

Von 20 großen Handelsketten wollte die Verbraucherzentrale NRW wissen, wie sie in solchen Fällen reagieren. Von den elf Antwort bereiten Unternehmen bekannten sich die meisten dazu, das Lastschriftverfahren einzusetzen. Lediglich bei Aldi und Douglas sei die Kartenzahlung ausschließlich mit Geheimzahl möglich.

Für Galeria Kaufhof wiederum ist die Zahlung mit Unterschrift nur eine Notfalllösung, etwa wenn die für das Geheimzahl-Verfahren erforderliche Online-Verbindung zur Bank nicht verfügbar ist.

Kurios: H&M setzt Geheimzahl- und Unterschriftsverfahren wechselweise nach dem Zufallsprinzip ein. Somit kann es durchaus vorkommen, dass an derselben Kasse heute mit Geheimzahl und morgen mit Unterschrift bezahlt wird.

Kommt es beim Einzug zu Problemen, starten die Unternehmen meist einen zweiten Versuch. Nur Tengelmann und Real wollten zu ihrem Verfahren keine Angaben machen und verwiesen darauf, dass Rücklastschriften von einem Dienstleister bearbeitet werden. Um die Chance auf ein gedecktes Konto zu erhöhen, versucht Rewe, den zweiten Geldeinzug auf den Anfang des Monats zu legen, wenn etwa das Gehalt frisch eingegangen ist.

Gelingt der zweite Versuch, muss der Kunde nur die Gebühren übernehmen, die die Bank dem Händler für die Rückgabe der ersten Lastschrift in Rechnung gestellt hat. Ikea verlangt darüber hinaus noch Bearbeitungsgebühren von fünf Euro.

Schlägt der zweite Einzugsversuch fehl, kann es allerdings schnell teuer werden. Bereits die Anforderung der Adresse von der Bank für die Zustellung der Mahnung kann Händler mehr als 20 Euro kosten. Die werden an den säumigen Zahler genauso weitergereicht wie etwa Mahngebühren und Kosten für die Beauftragung eines Inkassobüros.

Vorsicht: Mitunter, das zeigen verärgerte Reaktionen von Kunden bei der Verbraucherzentrale, machen Händler schon nach der ersten geplatzten Lastschrift kurzen Prozess – und treiben dafür Zusatzkosten von fast 40 Euro ein.

Deshalb sollten Kunden, die per Last- und Unterschrift zahlen, die regelmäßige Prüfung ihrer Kontoauszüge nicht auf die leichte Schulter nehmen – vor allem, wenn sich der Kontostand dem Dispo-Limit nähert. Wird beim Einkaufen eine Lastschrift nicht eingelöst, ist schnelles Handeln angesagt. Wer innerhalb weniger Tage aktiv wird und den offenen Posten per Barzahlung oder Überweisung begleicht, kann die Zusatzkosten in erträglichen Grenzen halten oder bisweilen sogar gänzlich vermeiden. vz-nrw


Mietspiegel

Mai/Juni – 2014

Neuer Mietspiegel erschienen

Die beliebtesten Stadtteile bei Wohnungsmietern sind Weitmar-Mark, Höntrop, das Ehrenfeld und Altenbochum. „Dies ergab unter anderem die Befragung für den neuen, qualifizierten Mietspiegel“, erläuterte Geschäftsführer Erwin Köhler bei der Jahreshaupt-versammlung seines Haus+Grundeigentümerverein Bochum e.V. in der Gastronomie im Stadtpark.

Der neue Mietspiegel, der in den unteren Segmenten teilweise Steigerungen von bis zu zehn Prozent auflistet, gilt zwar bereits ab 1. Juni, wird aber erst ab dem 18. Juni als gedrucktes Exemplar in den Geschäftsstellen von Haus+Grundeigentümer Bochum und des Mietervereins sowie bei der Stadt Bochum kostenlos zur Verfügung stehen. Alle Beteiligten, so Erwin Köhler, „werden das Zahlenwerk auf ihren Internetseiten auch zum Download anbieten.“

Tausende Eigentümer waren für diese Auswertung angeschrieben worden, von denen sich etwa zehn Prozent zurückmeldeten. 75% waren private Eigentümer, der Rest Wohnungsgesellschaften. „Leider gab es kein ausreichendes Datenmaterial aus Stiepel und dem Stadtparkviertel“, erläuterte Köhler, „weil dort zumeist Eigentümer wohnen.“ Allein deshalb fanden die beiden höchst beliebten Wohnbereiche keinen Eingang in die oben zitierte „Hitliste“ der Stadtteile.

Köhler nahm auch Bezug auf die politisch gewollte Änderung der Basiszahlen für den Mietspiegel. „Bisher galten die Neuvermietungen der letzten vier Jahre“, so Köhler, „was eine gute Aktualität gewährleistete.“ Die NRW-SPD will aber auf zehn Jahre erweitern. „Damit wäre ein möglicher Anstieg deutlich abgebremst – und man nähme den privaten Vermietern die Lust am Investieren.“

In seinen Ausführungen sprach Vorsitzender Dr. Jürgen Ehrhardt auch über den Energie-Ausweis, der bei Neuvermietungen bzw. dem Verkauf einer Immobilie seit dem 1. Mai unabdingbar ist. „Bei Verstößen“, warnte der Jurist, „sind Bußgelder bis zu 15.000 Euro möglich“. An dieser Stelle sei noch ein großer Aufklärungsbedarf.

Er lud die Mitglieder ein, sich in der Geschäftsstelle an der Viktoriastraße beraten zu lassen, ließ aber auch durchblicken, dass in den nächsten Heften von „Zuhause“ einige noch offene Fragen geklärt werden sollen. So bleibt z.B. die Frage, wie es sich bei einem Komplex mit mehreren Eigentumswohnungen verhält. „Gilt dort ein Ausweis für alle Wohnungen“, ging Dr. Ehrhardts – rhetorische – Frage in die Runde, „oder benötigt jede Wohnung einen eigenen Ausweis?“ Ausweise, die vorliegen, gelten ab Ausstellung zehn Jahre.

Es gab bei der Jahreshauptversammlung auch Wahlen zur Ergänzung des Vorstands: Daniela Land wurde bei nur einer Enthaltung wiedergewählt. Auch die Kassenprüfer werden im kommenden Jahr wieder die gleichen sein wie jetzt: Annegret Hintz-Düppe, Albert Schnelle und Thomas wurden wiedergewählt. Vor allem mit Blick auf die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) hatte Haus+Grundeigentümer Bochum Stephan Eickhoff eingeladen, den Ex-Obermeister der Dachdeckerinnung, der mit drei weiteren Fachleuten über „vorgehängte, hinterlüftete Fassadensysteme“ sprach und den anwesenden Mitgliedern diese attraktive Form der Fassadendämmung nahe brachte.

Es handelt sich dabei um ein System, das gewissermaßen vierteilig ist. Auf einer Haltekonstruktion werden 14 bis 16 cm mineralischer Dämmstoff aufgebracht. Es folgt ein ca. 2 Zentimeter breiter Spalt für die Hinterlüftung und dann die „Bekleidung“, für die es viele mögliche Materialien gibt. Aluminium in vielen verschiedenen Farben und Formen sind eine sehr beliebte „Hülle“, die eine Hausfassade auch gestalterisch sehr zum Positiven verändern kann.

Als Argumente für ein solches System wurden der entkoppelte Wetterschutz genannt, der sowohl eine Wärme- als auch eine Kälteisolierung darstellt, die von der Jahreszeit völlig unabhängige Verarbeitung und die hohe Lebensdauer. (-nken)

Aus der Reihe der über 100 anwesenden Mitglieder kam die Frage nach der Wirtschaftlichkeit und vor allem der Refinanzierbarkeit solcher Dämmungssysteme. Wie man erfuhr, ist das kein Argument mehr, weil über kurz oder lang alle Hausbesitzer gezwungen sein werden, etwas zu unternehmen. Klar ist allerdings, dass die ersten acht Zentimeter einer Außendämmung am meisten Vorteil bringen. „In Skandinavien“, so Eickhoff, „arbeitet man oft sogar mit 30 Zentimeter Dicke.“ Dies sei überhaupt unbedingt zu beachten: Es kann sehr gut sein, dass man nach einer solchen Dämmung plötzlich sein Haus auf Nachbars Grundstück erweitert. „Das muss man sich vorher unbedingt genehmigen lassen.“


JHV 2014

Mai/Juni – 2014

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Hiermit laden wir unsere Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein, die am Mittwoch, dem 4. Juni 2014, um 18 Uhr in der Gastronomie im Stadtpark (Parkhaus), Klinikstr. 41-45 in Bochum stattfindet.

Tagesordnung:

  1. Begrüßungsansprache des Vorsitzenden
  2. Kurzer Jahresbericht 2013 der Geschäftsführung
  3. Jahresrechnung 2013 – Bericht der Rechnungsprüfer – Entlastung des Vorstandes – Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2014
  4. Wahlen zur Ergänzung des Vorstandes sowie Wahl der Rechnungsprüfer
  5. Vortrag: Fassadengestaltung einmal anders – die vorgehängte, hinterlüftete Fassade – Hauptreferent: Stephan Eickhoff, Dachdeckermeister/Zimmermeister, Sachverständiger für Dachdeckerarbeiten
    Mitwirkende: POHL-Gruppe, Rookwool, Prefa GmbH
  6. Verschiedenes

Wir bitten die Mitglieder um ihr Erscheinen.
Die Jahresrechnung 2013 und der Haushaltsvoranschlag 2014 liegen in der Geschäftsstelle zur Einsichtnahme aus.

Haus+Grundeigentümer Bochum e.V.
Der Vorstand: Dr. J. Ehrhardt
Geschäftsführer: E. Köhler


Terrakotta-Armee

Mai/Juni – 2014

Terrakotta-Armee in Bochum

Es war die größte archäologische Entdeckung des 20. Jahrhunderts. Die „Mini-Variante“, die dennoch wirklich eindrucksvoll ist, war bereits in über 14 Städten zu sehen und gastiert nun bis zum 5. Oktober 2014 in unserer Stadt: Im ehemaligen Autohaus Lueg, an der Hermannshöhe 42, in Bochum, sind u.a. 150 chinesische Krieger in Originalgröße zu bewundern.

Bereits über eine Million Besucher haben die Ausstellung bislang besucht und das Vermächtnis von Qin Shi Huang Di, dem ersten Kaiser von China, bestaunt, eines der größten Wunder der Menschheitsgeschichte, welches über 2200 Jahre verborgen lag.

Der Kaiser ließ seinerzeit auf einer Fläche von mehr als 56 Quadratkilometern eine unterirdische Grabanlage bauen. Alles, was er besaß, wurde dort eingebracht. Ein Palast, Pferde, Wagen und eine Armee aus über 8.000 lebensgroßen Kriegern. Mehr als 700.000 Menschen arbeiteten fast 40 Jahre an der Grabstätte. Qin Shi Huang Di starb 210 vor Christus und wurde in dieser Grabanlage beigesetzt.

1974 wurden die ersten Tonsoldaten von Bauern entdeckt. Die Geheimnisse der Grabanlage zu entschlüsseln, ist heute noch Aufgabe von Archäologen aus der ganzen Welt. Nur ein Viertel ist bisher komplett freigelegt worden.

Die jetzt zu sehenden Nachbildungen entstanden nach überlieferten Rezepturen in uralten Öfen. Die Kleidungsstücke wurden rekonstruiert. Als Vorlage dienten ausgegrabene Stoffreste, Bilder und Steinfiguren.

Die Dynastie des ersten Kaisers legte den Grundstein für das heutige China. Man sagt was damals China war, ist es noch heute und wer die heutige Wirtschaftsmacht verstehen will, kommt daher auch an dessen Geschichte nicht vorbei.


Raucher-Prozess

Mai/Juni – 2014

Noch kein Urteil im Raucher-Prozess

Der Verkündungstermin vom 13. März 2014 wurde aufgehoben und die mündliche Verhandlung wiedereröffnet. Die Vermieterin hat auf die Hinweise der Kammer ihren Vortrag ergänzt. Der beklagte Mieter hat nun Gelegenheit, auf den neuen Vortrag Stellung zu nehmen. Danach soll kurzfristig ein neuer Verhandlungstermin anberaumt werden.

Die auf Räumung der Wohnung klagende Vermieterin hatte das Mietverhältnis gekündigt, weil sich Hausbewohner über die vom Rauchen des Mieters ausgehende Geruchsbelästigung beschwert hatten.

Das Amtsgericht hat der auf Räumung der Wohnung gerichteten Klage der Vermieterin stattgegeben. Das Berufungsverfahren findet vor dem Landgericht Düsseldorf (Az:21 S 240/13) statt. Wir berichten, sobald ein Urteil gefällt wird.


Klimaschutz-Award

März/April – 2014

Klimaschutz-Award 2013 in Silber für Heinz-Jürgen Bischoff

Große Freude herrschte bei Heinz-Jürgen Bischoff und seiner Familie, als bekannt wurde, dass er mit dem Haus Wasserstraße 417 beim Bochumer Klimaschutz-Award 2013 zu den Preisträgern gehörte.

52 Jahre gibt es bereits das Baugeschäft Bischoff. An das nun sanierte Objekt ist man eher per Zufall gekommen. „Eigentlich wollten wir nur mieten“, sagt der Chef. Daraus wurde nichts. Stattdessen wurde tiefgreifend saniert. Sogar die Spülmaschinen im Haus werden mit Heißwasser betrieben – und der Dachs im Keller sorgt ebenso wie Doppel- und Dreifachverglasungen für enorme Energieeinsparungen, die alle den Mietern zugute kommen.

„Wir haben“, so Bischoff, „praktisch neu gebaut.“ 38 Container füllte das Material, das bei den Entkernungsmaßnahmen herausgeschafft werden musste.

Acht Mal wurde in einer Feierstunde im Rathaus unserer Stadt Ende Januar der Bochumer Klimaschutz-Award 2013 verliehen. Bürgermeisterin Astrid Platzmann-Scholten gab die Preisträger bekannt und konnte für klimafreundliches Bauen und Sanieren drei Awards in Gold und fünf in Silber vergeben. Die Gewinner erhielten eine Plakette mit ihrer Adresse und Hausnummer und für die Auszeichnung in Gold einen Geldpreis von 500 Euro und für Silber gab es 250 Euro.

Ausgeschrieben war der Wettbewerb erstmals auch für private Hauseigentümer, die durch verantwortungsvolles Bauen und Sanieren jede Menge Energie und damit CO2 sparen. Bewertet wurden Wärmedämmung, die Nutzung umweltschonender Energien, innovative Heiztechniken und ein insgesamt niedriger Strom- und Heizenergieverbrauch.

Die Preisträger haben in vorbildlicher Weise gezeigt, welchen Beitrag man aus energetischer Sicht leisten kann. Kooperationspartner der Stadt waren hierbei die Kreishandwerkerschaft Ruhr, die Verbraucherzentrale NRW, die Stadtwerke Bochum GmbH sowie unser Haus + Grundeigentümerverein.

Die diesjährigen Preisträger im Einzelnen: Die Auszeichnung in Silber erhielten: Heinz-Jürgen Bischoff, Hans-Gerhard Flesch und die Objektentwicklungsgesellschaft EGR/VBW mbH (OEG).

Die Auszeichnung in Gold ging an: Udo Stentenbach, Karl Hardeck Wohnungseinrichtungen GmbH & Co.KG, raum GbR Busley & Goerdt, die Eheleute Stephanie und Christian Schirp sowie Thomas Günther.

Auch in 2014 wird es wieder einen Wettbewerb geben. In der nächsten Ausgabe von „Zuhause in Bochum“ werden wir unsere Mitglieder und Leser darüber informieren. ef


Stadtquartier

März/April – 2014

Offener Entwurf für Stadtquartier Viktoriastraße

Das Stadtquartier Viktoriastraße nimmt Gestalt an: Ende Januar hat sich das Preisgericht für die städtebauliche Konzeption des Investors HBB Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH aus Hamburg, mit den Architekten RKW Rhode Kellermann Wawrowski aus Düsseldorf entschieden.

Damit stehen die Grundzüge für das neue Einzelhandels- und Dienstleistungsquartier in Bochums Innenstadt fest.

Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch freut sich über den sehr schönen offenen Entwurf mit mehreren Gassen, Plätzen und Foren. Die aufgelockerte Bauweise aus mehreren Gebäuden öffnet den neuen Komplex für Einzelhandel, Gastronomie, Arbeiten und Wohnen zur Fußgängerzone auf der Kortumstraße und bezieht so die gewachsene Innenstadt mit ein.

Das Preisgericht bestand aus Architekten und Stadtplanern, Vertretern des Rates, des Einzelhandels, des Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB) NRW, des Landes NRW und der Stadtverwaltung. Verschiedene Interessenvertreter der Innenstadt unterstützten sie beratend.

Das Preisgericht tagte unter dem Vorsitz von Professor Carl Fingerhut (Basel/Zürich). Es diskutierte intensiv über dieses bedeutende Stadtentwicklungsprojekt, bevor es sich für den Siegerentwurf entschied.

Ein Blick zurück: Im August 2013 hatten der BLB NRW als Eigentümer der Justizfläche und die Stadt als Trägerin der Planungshoheit das Investorenauswahlverfahren zum Stadtquartier Viktoriastraße europaweit ausgeschrieben Zwei renommierte Investoren hatten vor wenigen Wochen ihre Wettbewerbsbeiträge eingereicht. pr


KunstLichtTor

März/April – 2014

Leuchtende „Dreien“ schmücken KunstLichtTor 3

Die Eisenbahnbrücke an der Rottstraße hat ihr Erscheinungsbild verändert: Sie erstrahlt als „KunstLichtTor 3“. Auf beiden Brückenseiten verläuft nun ein leuchtender, roter Streifen, der die beiden Widerlager miteinander verbindet. Eine große stilisierte „3“, Symbol für die kreuzende Straße, unterbricht die Streifen.

Durch die Leuchtstreifen und Nummerierung ist die Brücke jetzt aus größerer Entfernung sichtbar und in ihrer Funktion als Kreuzung zweier Verkehrswege abstrakt dargestellt. Ziel der lichtkünstlerischen Gestaltung ist es, die architektonischen Eigenheiten der Eisenbahnbrücke zu unterstreichen und ihr ein freundlicheres Gesicht zu geben.

Damit haben sich bis jetzt in Bochum acht Bahnüberführungen zu KunstLichtToren gewandelt. 16 Brücken sind es insgesamt, die (wie ein Dreieck) die Bochumer Innenstadt umschließen und zu KunstLichtToren werden sollen. In diesem Jahr kann das Baudezernat voraussichtlich drei weitere Installationen umsetzen. Das Projekt wertet die zuvor oft dunklen Zugänge auf, nummeriert sie, verbessert so die Orientierung und weist auf außerhalb der Innenstadt liegenden Kultureinrichtungen hin. Jedes der KunstLichtTore trägt eine andere künstlerische Handschrift. Der Entwurf für die jetzt realisierte Nummer drei stammt vom Bochumer Dirk Altenfeld und Axel Hummert aus Dortmund.

Die „Dreien“ verleihen der Komposition an der Rottstraße eine besondere Dynamik, da Dirk Altenfeld und Axel Hummert sie entlang der Brückenachse gegeneinander verschoben angeordnet haben, so als seien die Zahlen von vorbeifahrenden Zügen mitgerissen worden. Die Ziffern befinden sich jeweils genau über der Fahrbahn, auf der man sich der Brücke nähert. An den Wänden der Widerlager ist auf drei horizontalen Metalltafeln „Kunst Licht Bochum“ zu lesen.

Die Brücke in der Rottstraße liegt ebenso wie die Brücken in der Maximilian-Kolbe- und der Alleestraße im Stadtumbaugebiet „Westend“. Das Entwicklungskonzept für das „Westend“ sieht die lichtkünstlerische Gestaltung vor. Daher deckt das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ die Kosten für das KunstLichtTor 3 in Höhe von 115.000 Euro, d.h. 50 % der Fördergelder stammen aus EU-Geldern, 30 % aus Bundes- und Landesmitteln. Der Eigenanteil der Stadt Bochum liegt damit bei 20 Prozent. pr


Service

Januar/Februar – 2014

Erweiterter Service für unsere Mitglieder:
Direktwahl und längere Beratungszeiten

Ab Montag, den 17. Februar 2014 bietet Haus + Grundeigentümer Bochum e. V. einen verbesserten Service für seine Mitglieder: Die telefonische Rechtsberatung wird ausgeweitet auf eine tägliche Erreichbarkeit (Montag bis Freitag) von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr.

Künftig können Sie die Rechtsberatung zum Ortstarif unter einer eigenen Durchwahl anwählen, wodurch den Mitgliedern erhebliche Vorteile entstehen dürften. Bisher war es erforderlich, die Zentrale anzurufen und sich zur Rechtsberatung weiterverbinden zu lassen. Dies konnte dazu führen, dass man sogar zweimal in Warteschleifen umgeleitet wurde, bis man schließlich eine juristische Auskunft erhalten konnte. Mit der neuen Durchwahl lässt sich eine kleinere Warteschleife einrichten, so dass bei erhöhtem Anrufaufkommen entweder das Besetztzeichen ertönt oder eine zeitlich begrenzte Wartezeit in Kauf zu nehmen ist.

Es ist festzustellen, dass die Haus- und Wohnungsverwaltung auch und gerade durch den privaten Eigentümer an alle Beteiligten immer höhere Anforderungen stellt. Die Vielzahl von Gerichtsurteilen kann vom juristischen Laien nicht mehr überblickt werden, die Rechtsprechung muss sich mit immer schwierigen Fallkonstellationen auseinander setzen. Gesetzliche Änderungen, Neuregelungen und nicht zuletzt die steigenden Ansprüche der Mieter stellen die Eigentümer vor neue Herausforderungen.

Auf der anderen Seite wächst eine neue Generation von Immobilieneigentümern heran, die ihre Angelegenheiten zunehmend eigenständig regeln und den juristischen Rat zur Unterstützung und Absicherung in Anspruch nehmen wollen.

Diesem seit einigen Jahren schon spürbar erhöhten Aufkommen in der telefonischen Beratungszeit soll mit der neuen Hotline Rechnung getragen werden. Wir erhoffen uns dadurch eine Entzerrung der Wartezeiten und damit auch einen besseren Service für unsere Mitglieder. Herr Ass. iur. Haumann, Frau Rechtsanwältin Dr. Vornholz oder Frau Rechtsanwältin Solf stehen Ihnen hier mit gewohnter Kompetenz Rede und Antwort zu allen Rechtsfragen rund um die Immobilie. Bitte halten Sie Ihre Mitgliedsnummer bereit.


Starlight Express

Januar/Februar – 2014

Bochumer Starlight Express feiert die 10.000 Vorstellung

Unter dem Jubel zahlreicher Fans ließ das Ensemble von Starlight Express vor dem Musicaltheater Bochum 1.000 bunte Ballons in den Himmel aufsteigen – stellvertretend für die 10.000. Show, die am 15. Januar in der Ruhrstadt über die berühmte Bühne ging.

Vor gut 25 Jahren war es für die Starlight-Kritiker in dieser Stadt praktisch unvorstellbar, dass ein Musical über so viele Jahre konstant einen derartigen Erfolg haben könnte.

Auch die Kritiker von damals haben inzwischen erkannt, welch großen Wert dieses musikalische Werk für die Stadt und den Bochum-Tourismus hat. Dass das Wettrennnen der Loks auch einen gewaltigen Imagegewinn bedeutet hat, dürfte niemandem verborgen geblieben sein. So oft schon faszinierten Rusty und Pearl mit ihrer Liebesgeschichte das Publikum allein in Bochum. Und immer gewinnt bei der Weltmeisterschaft der Lokomotiven der Richtige. Premiere wurde im Jahr 1988 gefeiert, seitdem gibt es kein Halten mehr: Das rasante Ausnahmemusical zeigt sich damit einmal von einer ganz anderen Seite: Mit in der Branche außergewöhnlicher Beständigkeit.

Je weiter die Ballons fliegen, umso besser! Denn die drei, die später in der größten Entfernung zum Starlight Express-Theater landen werden, machen das Rennen. Die Finder der an den Ballonen hängenden Karten können sich jeweils über zwei Tickets mit Hotelübernachtung und Frühstück freuen. se/ef


Baltz

Januar/Februar – 2014

Traditionsfirma Baltz investiert in die Zukunft der Stadt

Die Firma Baltz hat überraschend mitgeteilt, dass sie den Telekomblock erworben hat und sich damit aktiv als Eigentümer in die Weiterentwicklung des Einzelhandelstandortes Innenstadt einbringen wird.

Dies sorgt für Freude in der Stadt. Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz schrieb in einer Verlautbarung: „Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung.

Die Firma Baltz übernimmt mit dem Erwerb des Telekomblocks Verantwortung für die Weiterentwicklung des Einzelhandelstandortes und der Bochumer Innenstadt.

Die Entscheidung zeigt die enge Verbindung und das große Engagement der Firma Baltz mit Bochum. Ausgehend vom Investorenwettbewerb wird die Stadt Bochum in Abstimmung mit dem neuen Eigentümer des Telekomblocks die städtebauliche Entwicklung vorantreiben.

Eines der ältesten Bochumer Traditionsunternehmen wird also in der Zukunft der City noch eine größere Rolle spielen als bisher. Am 31. Januar 2014, kurz nach Erscheinen dieses Heftes, wird das Preisgericht über die eingegangenen Entwürfe zur Entwicklung des gesamten Geländes zusammenkommen: In den zu entwickelnden Bereich fällt auch das Justizgelände mit Amts- und Landgericht.

Andor Baltz blickt mit großem Optimismus in die Zukunft und freut sich, dass er mitgestalten kann. sb-ef


November/Dezember – 2013

Musikzentrum: Grundsteinlegung für März 2014 geplant

Die Informationen zum geplanten Bochumer Musikzentrum aus dem September sind klar und deutlich: „Der zwischen Generalplaner und Projektsteuerer abgestimmte Rahmenterminplan“, hieß es von der Stadt, „weist als Fertigstellungstermin den 29. Juni 2015 aus.“ Die Arbeiten laufen, und nach wie vor gilt die geprüfte Kostenschätzung, die ein Gesamtbudget von 32.9 Mio Euro ausweist.

„Auch nach dem aktuellen Stand der Kalkulationen, Vergaben und Abrechnungen“ so das Presseamt weiter, „wird diese Kostengrenze eingehalten. Eine engmaschige Kostenkontrolle wird auch weiterhin durch den Generalplaner, den Projektsteuerer und den Zentralen Diensten gewährleistet.“ Der Vorentwurf des Architekten und Generalplaners Bez & Kock wurde in zahlreichen Gesprächen konkretisiert.

Neben der Kostenoptimierung standen dabei funktionale Fragen im Mittelpunkt. Dabei wurde nicht nur mit den Hauptnutzern, den Bochumer Symphonikern und der Musikschule, diskutiert, auch Arbeitsschutz, Veterinäramt, Gebäudereinigung und Personalrat wurden einbezogen.

Die sich daraus ergebenden konstruktiven Ergänzungsvorschläge etwa zur Anordnung der Räume und Gestaltung der Arbeitsplätze konnten überwiegend berücksichtigt werden.

Darüber hinaus wurde der Entwurf Vertretern der Behindertenverbände vorgestellt, und auch hier konnten Hinweise und Wünsche in die Planung einbezogen werden. Insgesamt wurde dem Entwurf eine hohe Qualität bei der Vermeidung von Barrieren bescheinigt.

Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten wurden die Westnetz- und Stadtwerke-Leitungen verlegt und das Grundstück damit leitungsfrei gemacht. Anfang Oktober wurde die Baustelle eigerichtet, der Bauzaun aufgestellt. Seither sind die seitlichen Anbauten der Marienkirche bereits abgebrochen worden. Geplant ist der Abschluss der Abriss- und Gründungsarbeiten bis Weihnachten 2013, danach geht die Baugrube in die Winterpause. Die Wiederaufnahme der Arbeiten erfolgt im Februar/März 2014 mit den restlichen Ausschachtungen und dem Beginn des Rohbaus. Grundsteinlegung wird voraussichtlich im März 2014 sein.


Grubenwärme

November/Dezember – 2013

Grubenwärme versorgt Feuerwache und Gesamtschule

Rund ein Jahr ist es her, dass NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz den Startschuss zur Bochumer Wärmenutzung aus Grubenwasser gab. Heute werden an der stillgelegten Zeche Robert Müser in Bochum-Werne durch das Pilotprojekt bereits 18 Prozent des Gesamtwärmebedarfs der umliegenden Gebäude über die neuen Wärmepumpen erzeugt. Gegenüber einer konventionellen Wärmeerzeugung konnten die Stadtwerke Bochum im ersten Jahr rund 100 Tonnen Kohlendioxid vermeiden.

„Wir sehen der zweiten Heizperiode optimistisch entgegen“, erklärt Dietmar Spohn, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum. „Zwar gilt es das Zusammenspiel unserer neuen Anlagen mit der älteren Heiztechnik in den Schulen weiter zu optimieren, um eine optimale Betriebsweise zu erreichen. Dennoch hat das bisher in Deutschland einmalige Projekt zur Nutzung des Wärmepotenzials des Grubenwassers in dem vergangenen Jahr seine Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt.“

Ziel des Gemeinschaftsprojektes mit der RAG Aktiengesellschaft sei es auch, weitere Erfahrungswerte zu sammeln, um das gewonnene Know-how auf andere stillgelegte Zechen übertragen zu können, ergänzt Spohn.

Das Verfahren funktioniert wie folgt: Ein Wärmetauscher an der Schachtanlage überträgt die Wärme des aus 570 Metern Tiefe geförderten Grubenwassers an einen mit Wasser betriebenen Heizkreislauf. Das Grubenwasser weist einen erhöhten Salzgehalt auf. Über den Zwischenkreislauf wird nur die Wärme aus dem Grubenwasser übertragen.

Zurzeit werden die Willy-Brandt-Gesamtschule, die Von-Waldthausen-Grundschule und die angrenzende Hauptwache der Bochumer Feuerwehr über das Wärmevorkommen des Grubenwassers versorgt.

Wärmepumpen und ein Blockheizkraftwerk unterstützen die neue Technik und können je nach Bedarf das Temperaturniveau für Schwimmbecken und Duschen auf bis zu 60 Grad und mehr anheben.

Jährlich pumpt die RAG am Schacht Arnold der Zeche Robert Müser rund 10 Millionen Kubikmeter Grubenwasser ab und leitet dieses in die Harpener Teiche ein, um das Volllaufen noch aktiver Bergstollen in der Region zu verhindern.

Das Wärmepotenzial des Grubenwassers an der Zeche Robert Müser ist noch nicht ausgeschöpft. Sollten sich in Zukunft weitere Betriebe am Industriegebiet in Werne niederlassen, ist eine Anbindung nach Einschätzung der Stadtwerke durchaus möglich und wünschenswert, damit auch weitere Kunden von der umweltfreundlichen Wärme profitieren können.


Wasserzähler

November/Dezember – 2013

Mieter ohne Anspruch auf Kontrolle des Wasserzählers

Ein Mieter muss dem Wohnungseigentümer bei der Nebenkostenabrechnung nicht alles glauben. Ganz im Gegenteil: Er hat zahlreiche Möglichkeiten, die Angaben zu prüfen, wenn er darauf besteht. Doch wie weit reichen diese Rechte? Bis zur persönlichen Kontrolle per Augenschein? Das musste ein Richter nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS entscheiden.

(Amtsgericht Kehl, Aktenzeichen 3 C 20/10)
Der Fall: Der Eigentümer einer Wohnung und sein Mieter stritten um die Abrechnung des Wasserverbrauchs. Der Mieter wollte die Angelegenheit selbst kontrollieren und forderte, er müsse einen Zugang zu dem Wasserzähler erhalten. Dieses Messgerät befand sich allerdings in einem Raum, der nicht zur Mietsache gehörte. Der Eigentümer vertrat die Meinung, so weit gingen die Rechte seines Vertragspartners nicht, dass er zu dem Zweck einen fremden Raum betreten dürfe.

Das Urteil: Das Amtsgericht Kehl erfüllte dem Mieter seinen Wunsch nach dem persönlichen Augenschein nicht. In der schriftlichen Urteilsbegründung hieß es: „Der Mieter ist hinreichend dadurch geschützt, dass der Vermieter die Darlegungs- und Beweispflicht für die Richtigkeit der Messwerte trägt.“ Dazu reiche in aller Regel die Einsicht in die üblichen Abrechnungsunterlagen aus.


Aral

September/Oktober – 2013

Aral errichtet Raststätte mit Zechenturm

Ein Mini-Zechenturm mit einer Aussichtsplattform ist der optische Mittelpunkt der neuen Raststätte an der A40, mit deren Bau noch in diesem Jahr auf Bochumer Boden begonnen werden soll.

Das Gebäude für die Gastronomie und die Toiletten sowie die Tankstelle baut und betreibt der Mineralölkonzern BP/Aral. Es ist für in Richtung Osten Reisende die erste Rast- und Tankmöglichkeit hinter der holländischen Grenze – und gleichzeitig auch die erste Raststätte auf Bochumer Boden. Wobei die neue Immobilie schon fast auf der Stadtgrenze nach Dortmund im Ortsteil Werne errichtet wird.

Die ersten Fahrzeuge könnten theoretisch schon am „Beverbach“ parken. Die neue Raststätte, die derzeit aber wirklich nur Parkplatz sein könnte, präsentiert sich nach rund anderthalb Jahren Bauzeit sauber und aufgeräumt – aber sie wird noch nicht für den Verkehr freigegeben.

„Wir warten mit der Freigabe“, so Bauingenieur Guido Meinzer, „bis wir in diesem Bereich auch die Baustelle auf der A40 abgeschlossen haben.“ Dies wird voraussichtlich Mitte Oktober der Fall sein. Von der geplanten Tank- und Rastanlage ist allerdings noch nichts zu sehen. Derzeit habe man auf diesem Teilstück der A40 eine „3 plus 1-Verkehrsführung“. Dabei ist der Standstreifen in Richtung Dortmund explizit für LKWs ausgewiesen.

„Dadurch", so Meinzer, „entfällt die Einfädelspur für die Fahrzeuge, die vom Rastplatz wieder auf die A40 einbiegen wollen. Meinzer ist Projektleiter Bau in der Regionalniederlassung Ruhr von Straßen. NRW. Das ist der Landesbetrieb für Straßenbau, der für die Instandhaltung aller Autobahnen in der Region verantwortlich ist.

Von „Mitte März bis voraussichtlich Ende Dezember 2012“, so hieß es Anfang 2012 in einer Pressemitteilung von Straßen.NRW, „wird der Parkplatz … für neun Monate voll gesperrt.

Die Straßenbauer wollten ca. 32.000 Kubikmeter Erde bzw. Fahrbahndeckenaufbruch bewegen sowie 1.500 Meter Entwässerungsleitungen, 14.000 Quadratmeter Asphalt- bzw. Betonfahrbahndecke einbauen, und auf einer Länge von 350 Metern eine neue Lärmschutzwand errichten.“ All dies ist erledigt. Nur die eigentliche Raststätte lässt halt noch auf sich warten.

„Früher haben wir nur mit der Firma Tank und Rast verhandelt“, erklärt Guido Meinzer hierzu. „Jetzt haben wir ein offenes Verfahren. Dadurch hat die Konzessionierung erheblich länger gedauert.“

Tankstelle und das Gebäude mit Restaurant und Kiosk werden da entstehen, wo aktuell – direkt nach Einfahrt in den großzügigen Bereich – eine glatt planierte Lehmfläche auf weitere Verwendung wartet.

Konzessionär und Partner von Straßen.NRW ist also nun der Mineralölkonzern BP, der sowohl die Tankstelle, als auch das Restaurantgebäude selbst errichten wird. „Das Baugenehmigungsverfahren läuft“, sagt Meinzer. „Wir stellen lediglich das Grundstück zur Verfügung.“

Solange aber dieses Gebäude nicht steht, wird es nach Eröffnung des Parkplatzes am Beverbach leider keine Toiletten geben. „Das ist jetzt ein bisschen unglücklich“, sagt Meinzer. „Ich hätte das gern komplett fertig gehabt.“

Der Projektleiter verweist auf weitere Parkplätze längs der A44 Richtung Kassel. „Dort haben wir es bei Umbauten mit Dixi-Klos versucht. Die sind aber regelmäßig dem Vandalismus zum Opfer gefallen.“ Eine solche Lösung wird es in Werne also verständlicherweise nicht geben. Wie die Parkplatz-Besucher mit ihrer Notdurft verfahren werden, kann man sich also in etwa ausmalen.


Rauchmelder

September/Oktober – 2013

Rauchmelder bald Pflicht

Der Übergangszeitraum ist lang – aber die Eigentümer von Altbauten sollten sich aus Sicherheitsgründen nicht so viel Zeit lassen für den Einbau von Rauchmeldern. Die nützlichen Kleingeräte müssen im Wohnungsbestand erst bis zum 31.12.2016 installiert werden.

Der Landtag NRW hat die Verpflichtung zur Installation von Rauchwarnmeldern in Neubauten schon ab dem 01.04.2013 eingeführt. Verpflichtet zur Installation der Melder sind die Bauherren bzw. Eigentümer. Zuständig dafür, dass die Geräte auch betriebsbereit sind und regelmäßig gewartet werden, dass die Funktion regelmäßig geprüft und die Batterien gewechselt werden, ist der unmittelbare Besitzer einer Wohnung, also der Mieter bzw. auch der selbst nutzende Eigentümer.

In Schlaf- und Kinderzimmern müssen auf jeden Fall Rauchmelder installiert werden. Dies gilt aber auch für Flure, über die Rettungswege führen, um darüber die Aufenthaltsräume verlassen zu können. Die Politiker in Schleswig-Holstein hatten diesem sicherheitsrelevanten Bereich übrigens schon sehr früh ihre Aufmerksamkeit geschenkt: Bereits 2005 gab es im Norden erste Regelungen, die 2008 überarbeitet wurden. Dort gibt es eine Einbaupflicht für Neu- und Umbauten schon seit April 2005, und bestehende Wohnungen mussten bereits bis Ende 2010 nachgerüstet werden. In NRW können sich die Eigentümer (siehe oben) dagegen erheblich mehr Zeit lassen.

Rauchwarnmelder – damit erhöht man für wenig Geld die Sicherheit deutlich. Weil in NRW immer noch etwa zwei Drittel aller Wohnungen ohne Rauchmelder sind, sehen Sicherheitsexperten großen Handlungsbedarf. Jährlich sterben in Deutschland bei Wohnungsbränden bis zu 500 Menschen und rund 5.000 werden dabei schwer verletzt. Das Defizit bei den Rauchmeldern ist also durchaus sicherheitsrelevant, obwohl die Geräte potenzielle Lebensretter sind und besonders nachts die Wohnungsnutzer rechtzeitig vor den Gefahren von Feuer und Rauch warnen können.

Seit über 12 Jahren setzt sich im Übrigen das Forum Brandrauchprävention e.V. nicht nur für die Ausstattung aller Haushalte mit Rauchmeldern, sondern auch für die Förderung von Qualitätsstandards ein. Wegweisend für höhere Sicherheitsstandards von Geräten für den Langzeiteinsatz wurde bereits im letzten Herbst das Qualitätsmerkmal „Q“ eingeführt.

www.rauchmelder-lebensretter.de


Abrechnung

September(Oktober – 2013

Architekt muss Abrechnung erläutern

Auf den von ihm beauftragten Architekten war ein Bauherr nach der Erledigung der Arbeiten gar nicht mehr gut zu sprechen. Er warf dem Fachmann vor, unwirtschaftlich vorgegangen zu sein und einen unangemessenen Aufwand betrieben zu haben.

Aus diesem Grunde forderte der Bauherr den Architekten dazu auf, seine erbrachte Leistung (es waren Stundensätze vereinbart) ausführlich darzulegen, damit man auf diese Weise einen Überblick erhalte, was er wirklich gemacht habe. Doch der verweigerte eine solche Aufstellung und verwies darauf, der Bauherr habe grundsätzlich die Beweislast für die von ihm vermutete schlechte Leistung zu erbringen. Das sahen die Gerichte nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS etwas differenzierter. Zwar verwiesen auch sie auf die grundlegende Beweispflicht des Bauherrn, doch den Architekten könne eine so genannte sekundäre Darlegungslast treffen.

Das bedeute, dass er mindestens so viel zu Inhalt und Art seiner Leistungen erläutern müsse, dass der Bauherr auch eine Chance habe, seine Beweispflicht gegenüber dem Gericht zu erfüllen.

(Bundesgerichtshof, Aktenzeichen VII ZR 51/10)


Juli/August – 2013

Zahlreiche Mitglieder kamen zur Hauptversammlung

Kämpferisch gab sich Vorsitzender Dr. Jürgen Ehrhardt bei der Jahreshaupt-versammlung von Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. im großen Saal der Gastronomie im Stadtpark. Einerseits lobte er die Regierung für Initiativen zum Schutz der Vermieter. Er meldete aber auch massive Kritik an, dass „ausgerechnet die CDU nun Mieterhöhungen deckeln will.“

Er wies darauf hin, dass den 365.000 Einwohnern in Bochum etwa 180.000 Wohnungen gegenüber stehen – und dass von diesen laut offizieller Verlautbarung etwa vier Prozent nicht bewohnt sind. Der Vorsitzende rechnete vor, dass dies etwa 7.200 unvermietete Wohnungen sind, wobei er die Zahl allerdings noch höher einschätzt, weil seines Erachtens viele Leerstände gar nicht erst gemeldet werden. Die Mieten seien in den letzten acht Jahren stets unter einem Prozent gestiegen, während gleichzeitig die Nebenkosten kontinuierlich anziehen.

„Das ist ein Affront gegen alle Vermieter“, rief Dr. Ehrhardt den Mitgliedern zu. „Bei den aktuell erzielbaren Mieten wird kein privater Investor Geld in die Hand nehmen und Wohnraum schaffen.“

Und wenn man die Inflationsrate hineinrechne, trug Dr. Ehrhardt vor, könne man leicht darlegen, dass eine Miete aus dem Jahre 2005 in Höhe von 400 Euro in diesen Tagen nur noch 340 Euro wert ist.

Diesen negativen Entwicklungen stellte der Vorsitzende aber auch eine positive gegenüber. Man habe eine Ausstiegsklausel beim Hypothekendarlehen für den Neubau an der Viktoriastraße genutzt. Dadurch spart der Verein nun jährlich 8.000 Euro beim Kapitaldienst ein, wobei die Tilgung dadurch sogar optimiert wird. 100.000 Euro des Darlehens sind im Übrigen bereits getilgt.

Auch Geschäftsführer Erwin Köhler zeigte sich verärgert. „Es geht jetzt nicht mehr ums Eigentum“, sagte er, „sondern ans Eigentum“. Er zeigte auf, dass in gerade einmal elf deutschen Städten der Wohnraum knapp sei. In Bochum allerdings nicht, wie die Rechnung von Dr. Ehrhardt schon früher bewies. Köhler bedankte sich bei allen hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins und der beiden GmbHs und wies noch einmal darauf hin, dass Haus+Grundeigentümer Bochum mit seiner Maklertätigkeit und dem noch recht jungen Angebot der Wohnungsabnahme sehr erfolgreich sei. Herr Thomas bescheinigte als Sprecher der Rechnungsprüfer Schatzmeisterin Gabriela Schreinert, die ihre Zahlen vom Beamer unterstützt vorgetragen hatte, hervorragende Arbeit.

Das fanden auch die Mitglieder, die die „Herrscherin der Zahlen“ einstimmig bei nur einer Enthaltung in ihrem Amt bestätigten – und auch den vorgeschlagenen Haushaltsentwurf durchwinkten. Schließlich wurden die Rechnungsprüfer Thomas und Schnelle sowie Annegret Hintz in cumulo wiedergewählt.

Abgeschafft bzw. aufgelöst wurde an diesem Tag bei nur einer Gegenstimme der Beirat des Vereins, der damit nach über 130 Jahren aus dem Vereinsleben verschwindet.

Michael Morgen war es schließlich, der über Lekker-Strom referierte. Das ist ein Unternehmen, das nach Aussage des Referenten nicht nur auf den Preis setzt, sondern besonders auch auf guten Kundenservice.

Dass nicht alle Anbieter auf dem seit Jahren liberalisierten Markt so denken und vor allem handeln, mag ein Argument für Lekker sein, die ein Tochterunternehmen deutscher Stadtwerke sind und insofern Kundennähe kennen sollten. Die Wurzeln liegen u.a. in Hagen, Herdecke, Lüdenscheid und bei den Stadtwerken Krefeld, die zu 49 % an Lekker beteiligt sind.

Seit das Marktmonopol 1998 gefallen ist, hat sich die Zahl der Anbieter erhöht, die mit den aktuell 1024 Netzbetreibern Durchleitungsverträge abgeschlossen haben. Zu den Netzbetreibern gehören auch die Bochumer Stadtwerke.

Morgen erzählte, dass von den bundesweit etwa 42 Mio. Haushalten nach wie vor mehr als 80 Prozent bei ihren lokalen Stadtwerken geblieben sind, „weil sie dort Sicherheit und Service“ erwarten, die allerdings auch Lekker bieten könne.

Abschließend erläuterte Dr. Jürgen Ehrhardt noch, was seit dem 1. Mai 2013 mit dem Mietrechtänderungsgesetz auf die Vermieter zugekommen ist. Der Mieter z.B. darf bei einer energetischen Sanierungsmaßnahme, die weniger als drei Monate dauert nicht mehr mindern. Eine Kaution muss spätestens mit der dritten Mietzahlung vollständig gezahlt sein. Außerdem gibt es nun eine Verfahrensbeschleunigung bei Zwangsräumungen – und eine Einstweilige Verfügung auf Räumung gegen Dritte, die sich evtl. noch in der Wohnung aufhalten, ohne Vertragspartner des Vermieters zu sein. Diese Neuregelung gelte allerdings nur für Wohnungen.

Dr. Ehrhardt wies abschließend noch darauf hin, dass glücklicherweise mehr als 90% aller Mietverhältnisse „gesund“ seien.

Und der Vorsitzende gab noch seinem Ärger darüber Ausdruck, dass die Gastronomie für das Bereitstellen eines Beamers 350 Euro berechnet. Dieses Geld hätte er nur allzu gern eingespart. ef


Klimaschutz-Award

Juli/August – 2013

Stadt vergibt neuen Klimaschutz-Award

„Die aktuelle Höhe der Nebenkosten entspricht in etwa einer Miete zu Beginn der Siebzigerjahre.“ Das rechnet Erwin Köhler, der Geschäftsführer von Haus+Grundeigentümer Bochum e.V., bei der Vorstellung des Bochumer Klimaschutz-Awards vor.

Und Kreishandwerksmeister Johann Philipps fügt an, das sei für die Mieter „jedes Mal eine ärgerliche Überweisung.“ Die Stadt Bochum will (nicht nur deshalb) mit dem neu geschaffenen Preis nun Projekte auszeichnen, die durch „verantwortungsvolle Bau- und Sanierungsweise von Wohneigentum Energie und damit CO2 einsparen.“

Insgesamt 15 Objekte sollen ausgezeichnet werden, die durch innovative Heizung, Wärmedämmung bzw. umweltschonende Energienutzung sowie niedrigen Energieverbrauch auffallen. Der Preis, gesponsert von der Kreishandwerkerschaft, Haus+Grundeigentümer Bochum, der Verbraucherzentrale und den Stadtwerken Bochum soll von der Oberbürgermeisterin überreicht werden.

Er ist verbunden mit einer Plakette, die – am Haus angebracht – dessen Energiestatus deutlich machen und auch andere Hauseigentümer zum Mitmachen anregen soll.

Der Kreishandwerksmeister machte deutlich, dass Energiesparmaßnahmen stets eine ganzheitliche Betrachtung erfordern. „Es reicht nicht, nur den Heizkessel zu ersetzen, wenn die Wärme woanders, z.B. durch schlechte Dämmung, wieder verloren geht.“ Vor Beginn einer Sanierung sei eine Energieberatung unbedingt erforderlich. Günter Thomas von der Verbraucherberatung und der neue Stadtwerke-Unternehmenssprecher Kai Krischnak bestätigten, dass die Nachfrage nach Energieberatungen deutlich gestiegen sei.

Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch gab der Hoffnung Ausdruck, mit dem Klimaschutz-Award das Interesse an Sanierungen steigern zu können, auch wenn die Silberne und die Goldene Plakette lediglich mit 250 bis 500 Euro Preisgeld dotiert sind. „Wir wollen uns mit diesem Wettbewerb positionieren.“ Ein Prozent der Bochumer Bausubstanz werde jährlich saniert. Wünschenswert seien aber drei Prozent.

Johann Philipps regte an, die bei Altbausanierungen durch Lärm und Dreck üblicherweise stark belasteten Mieter mitzunehmen und am Preisgeld zu beteiligen, was die anderen Sponsoren als gute Idee ansahen. Ob dieser Gedanke auch die Eigentümer begeistert, wird man sehen. Bewerbungen können bis zum 30. September) schriftlich abgegeben werden. Die erfreulich einfach gehaltenen Unterlagen gibt es zum Download auf www.bochum.de oder an der Infotheke im Technischen Rathaus. Weitere Infos gibt Kerstin Zänger vom Umwelt- und Grünflächenamt (Telefon 910-1405) ef


Eigenbedarfskündigung

Juli/August – 2013

Eigenbedarfskündigungen oft heftig umstritten

Wenn jemand eine Wohnung oder ein Haus besitzt, dann sollte es ihm möglich sein, nach Wunsch darin zu wohnen. Schließlich handelt es sich ja um persönliches Eigentum, das grundgesetzlich abgesichert ist.

Auf den zweiten Blick wird das alles komplizierter: Was ist, wenn in dieser Immobilie bereits andere Menschen wohnen, die das Objekt im Vertrauen auf eine langfristige Nutzung gemietet haben? Wessen Rechte überwiegen dann?

Grundsätzlich gilt die Regel, dass betagte Mieter, die oft schon sehr lange in dem Objekt leben, besonderen Schutz genießen. Sie können, je kränker sie sind, umso weniger gezwungen werden, ihre angestammte Heimat zu verlassen. Doch das Alter ist nicht immer ein zwingendes Argument.

Das Amtsgericht Dieburg (Az:20 C 29/12) betrachtete es zwar als unzumutbar, einer 83-jährigen Frau wegen Eigenbedarfs zu kündigen. Die Betroffene konnte zwei ärztliche Gutachten vorlegen, wonach sie in ihrer Bewegungsfähigkeit so eingeschränkt sei, dass Umzug und Neubeginn an einem anderen Ort kaum vorstellbar seien. Erschwerend kam hinzu, dass die neue Eigentümerin bereits beim Erwerb gewusst hatte, dass die Immobilie seit vielen Jahren von einer älteren Dame bewohnt wird.

Einem 84-jährigen Mieter wurde jedoch genau das zugemutet, was man im vorigen Fall für unmöglich gehalten hatte. Der Mann wohnte seit vier Jahrzehnten in einer 68 qm großen Wohnung und sollte weichen, weil eine vierköpfige Familie aus ihrer bisherigen 54 qm großen Mietwohnung in die eigene Immobilie umziehen und sich so wenigstens ein klein wenig räumlich vergrößern wollte. Das Landgericht Frankfurt/Main (Az: 2-11 S 110/11) stimmte dem zu. Der Mieter sei trotz mancher Behinderungen noch ausreichend mobil für einen Umzug. Man dürfe bei alledem die Entwicklungsmöglichkeiten für die beiden Kinder der Eigentümer nicht aus dem Blick verlieren, deswegen sei es zu der Entscheidung gekommen.

Zu wessen Gunsten kann gekündigt werden? Beim Eigentümer, seinen Kindern und Eltern gibt es keine Zweifel. Aber auch Nichten und Neffen zählen nach einem Urteil des BGH (Az: VIII ZR 159/09) dazu. Zwar liefere der Gesetzgeber in der Hinsicht keine genauen Vorgaben, heißt es im Urteil, aber „die generelle Einbeziehung von Nichten und Neffen in den Kreis der privilegierten Familienangehörigen“ auch in anderen Rechtsgebieten spreche deutlich dafür. Ausdrücklich nennen die Richter in dem Zusammenhang das Zeugnisverweigerungsrecht, das die Geschwisterkinder besäßen.

Oft kommt es in einem Eigenbedarfsverfahren nicht zu einem gerichtlichen Urteil. Wenn die beiden Parteien zuvor einen Vergleich schließen, erübrigt sich das. In einem Fall hatten die Eigentümer ihren Mietern gekündigt, dann hatte man einen Vergleich geschlossen. Später stellte sich heraus, dass die ursprünglich genannten Gründe nicht ausgereicht hätten. Die Mieter fühlten sich geprellt und forderten Schadenersatz. Dem aber widersprach das AG Mannheim (Az: 9 C 452/11). Der Vergleich und die damit verbundene Zahlung von 3.000 Euro an die Mieter schließe eine nachträgliche Bezugnahme auf die anfangs dargelegten Kündigungsgründe aus.

Will der Eigentümer eine Hausangestellte bzw. ein Au-Pair-Mädchen in seiner vermieteten Wohnung unterbringen, dann ist das ein berechtigtes Interesse. Der Betroffene hatte das Objekt erst kurz zuvor im Zuge einer Umwandlung in Wohnungseigentum erworben. Die Mieter waren deswegen der Meinung, es gelte hier die gesetzliche Sperrfrist, wonach eine Eigenbedarfskündigung erst nach Ablauf von zehn Jahren möglich sei. Der BGH (Az: VIII ZR 127/08) stellte jedoch fest, es handle sich um ein berechtigtes Kündigungsinteresse jenseits des klassischen Eigenbedarfs.

Wer unbedingt seine Wohnung selbst nutzen und den Mietern bzw. dem Gericht überzeugende Gründe für seinen Eigenbedarf darlegen will, der ist schon mal versucht, deutlich zu übertreiben. Eine Eigentümerin stellte es fälschlicherweise so dar, als ob Wohnen und Arbeiten bisher nicht unter einem Dach gelegen seien und sie deswegen dringend auf eine Zusammenführung angewiesen sei. Der BGH (Az: VIII ZR 70/09) monierte das zwar als eine objektiv unrichtige Darstellung, ließ aber die Kündigung trotzdem gelten, weil der Eigenbedarf im Prinzip durchaus vorhanden gewesen sei – wenn auch nicht unter ganz so dramatischen Umständen.

Läuft eine Kündigung wegen Eigenbedarfs, hat der Vermieter es anzuzeigen, falls eine ihm gehörende vergleichbare Wohnung zwischenzeitlich frei wird. Sie muss dem gekündigten Mieter als Alternative angeboten werden. In jedem Falle sei das dann nötig, wenn das Objekt in derselben Wohnlage oder sogar im selben Haus liegt, entschied der BGH (Az: VIII ZR 78/10). Hier hatte die ursprüngliche Wohnung eine Größe von 45 qm, die frei gewordene Immobilie im selben Haus war 60 qm groß. Hier könne man durchaus von Vergleichbarkeit der Immobilien sprechen.

Wenn eine eigens dafür gegründete Gesellschaft bürgerlichen Rechts (BGB-Gesellschaft) eine Immobilie kauft, um später Wohnraum für die einzelnen Mitglieder zu schaffen, dann darf sie wegen Eigenbedarfs kündigen. Hier hatten acht Gesellschafter ein Anwesen in München erworben. Noch vor der Umwandlung in Wohneigentum kündigte die Gesellschaft den Mietern, die das nicht akzeptierten. Der BGH (Az: VIII ZR 231/08) entschied allerdings, dass hier die geltenden Schutzvorschriften nicht umgangen worden seien. LBS


JHV

Mai/Juni – 2013

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Hiermit laden wir unsere Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein, die am Mittwoch, dem 5. Juni 2013, um 18 Uhr in der Gastronomie im Stadtpark (Parkhaus), Klinikstr. 41-45 in Bochum stattfindet.

Tagesordnung:

  1. Begrüßungsansprache des Vorsitzenden
  2. Kurzer Jahresbericht 2012 der Geschäftsführung
  3. Jahresrechnung 2012 – Bericht der Rechnungsprüfer - Entlastung des Vorstandes – Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2013
  4. Aufhebung von § 9 der Satzung (Auflösung des Beirates)
  5. Wahlen zur Ergänzung des Vorstandes sowie Wahl der Rechnungsprüfer
  6. Diskussion von Mietrechtsfragen der anwesenden Mitglieder
  7. Verschiedenes

Wir bitten die Mitglieder um Ihr Erscheinen.
Die Jahresrechnung 2012 und der Haushaltsvoranschlag 2013 liegen in der Geschäftsstelle zur Einsichtnahme aus.
Haus+Grundeigentümer Bochum e.V.
Der Vorstand: Dr. J. Ehrhardt – Geschäftsführer: E. Köhler


Musikzentrum

Mai/Juni – 2013

Prominenz griff für das Musikzentrum zum Spaten

Wenn viele Menschen sich versammeln, kann man wunderbar protestieren. Gegen was auch immer. Viele Hundert Freunde und Sympathisanten des Musikzentrums Bochum waren am 30. April zum ersten Spatenstich neben der entwidmeten Marienkirche gekommen.

Bewohner des ins IG Metall-Haus ausgelagerten Antonius-Stifts protestierten gegen die Schließung und nahmen Bezug auf die an der Kirche zuvor gefällten Bäume: „Erst entwurzelt ihr die alten Bäume. Jetzt uns.“

Simone Brand, Landtagsabgeordnete der Piratenpartei, protestierte mit einem symbolischen Trauergesteck gegen die „Beerdigung von 20 Mio. Euro Steuergeldern“. Britta Freis, Geschäftsführerin der Stiftung Bochumer Symphonie, hatte, wie sie selbst sagte, überreagiert, und die Schleife abgerissen.

Das war's dann aber auch mit den Protesten. Alle anderen freuten sich, dass es endlich losgeht mit dem Bau des Musikzentrums. Prominenz – u.a. Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert – griff zum Spaten und hatte sichtliche Freude dabei. Nebenan im Bermuda-Dreieck wurden zeitgleich symbolisch die Stühle rausgestellt – und bei Haus+Grundeigentümer Bochum gab es auch nur reine Freude über die Aufwertung des Platzes gegenüber.



Mai/Juni – 2013

Trinkwasserprüfung schützt demnächst vor Legionellen

Eine Techem-Umfrage ergibt: Die Mehrheit der Deutschen hält das Trink- und Leitungswasser in Deutschland für sicher und schätzt Risiko einer Legionellen-Infektion gering ein.

Das deutsche Trinkwasser ist sicher. Das glauben zumindest 90 Prozent der Befragten einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Marplan.

Doch welche Risiken können vom Trinkwasser ausgehen? Der Energiemanager Techem ließ bundesweit über 1000 Bürger ab 14 Jahren zu ihrem Kenntnisstand befragen.

Hintergrund ist die Novellierung der Trinkwasserverordnung. In deren Rahmen verpflichtet der Gesetzgeber die Inhaber von zentralen Wasserversorgungsanlagen und damit auch die Wohnungswirtschaft, das Trinkwasser alle drei Jahre in Mehrfamilienhäusern auf Legionellen zu prüfen. Dies ist erforderlich bei Trinkwasserspeichern von mehr als 400 Litern oder Wasserleitungen mit einem Volumen von mehr als drei Litern zwischen Trinkwassererwärmung und letzter Entnahmestelle.

Zwar haben mehr als zwei von drei Befragten (71 Prozent) schon einmal von Legionellen im Trinkwasser gehört, Angst vor einer Legionellen-Infektion über das deutsche Trinkwasser haben jedoch weniger als 10 Prozent.

Besonders informiert sind die Bewohner in Ost- und Süddeutschland, hier kennen 78 Prozent beziehungsweise 75 Prozent die Gefahr, die von Legionellen ausgehen kann. Ihr Wissensstand ist jedoch eher allgemeiner Natur und bezieht sich vorwiegend auf Legionellen in Zusammenhang mit abgestandenem Wasser (27 Prozent der Befragten) sowie auf Probleme in Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen beziehungsweise in Hotels.

Nur vier Prozent der Befragten haben von Legionellen in Zusammenhang mit der neuen Trinkwasserverordnung gehört. Während bei den über 60-Jährigen 80 Prozent bereits von Legionellen gehört haben, haben 70 Prozent der unter 30-Jährigen noch nie etwas von diesen Bakterien gehört.

Viele der Befragten wussten auf Anhieb nicht, wie sie sich am besten vor einer Legionellen-Infektion schützen können.

Erst bei der Präsentation von drei möglichen Antworten, gaben zwei von drei Befragten (ca. 65 Prozent) an, dass eine wirksame Maßnahme darin bestehe, nach längerer Abwesenheit das Wasser aus der Leitung eine Weile ablaufen zu lassen und dabei den Raum zu verlassen. Jeder Zweite nannte in diesem Zusammenhang die Reinigung oder den Austausch von Duschköpfen und Perlatoren. Jeder Bewohner kann mit geringem Aufwand selbst einen Beitrag leisten, um sich vor einer Legionellose zu schützen.

Aus ökonomischen und ökologischen Gründen stellen viele Vermieter ihren Warmwasserkessel auf Temperaturen von unter 55 Grad Celsius ein. Allerdings sind Wassertemperaturen zwischen 25 Grad Celsius und 55 Grad Celsius eine ideale Brutstätte für Legionellen.

Die Techem-Experten raten daher, den Kessel so einzustellen, dass das Trinkwasser am Kesselausgang dauerhaft eine Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius aufweist.

Auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Gesundheit gibt es ausführliche Informationen über die neue Trinkwasserverordnung. www.bmg.bund.de



Cannes

März/April – 2013

Bochum überzeugt Investoren in Cannes

Das „exzenterhaus bochum“, der Gesundheitscampus NRW und der geplante Stadtturm Bochum ndash; das waren nur einige der vielen überzeugenden Projekte, mit denen sich der Standort Bochum vom 12. bis 15. März auf der Internationalen Gewerbeimmobilienmesse „Marché International des Professionnels de l’immobilier“ (MIPIM) in Cannes präsentierte.

„Der Standort Bochum war gut gefragt“, schildert Ulrich Storch, Projektleiter bei der Wirtschaftsförderung Bochum, seinen Eindruck von der Messe. Neben den großen Leuchtturmprojekten interessierten nationale und internationale Investoren und Entwickler vor allem die zusammenhängenden Projekte wie das Stadtquartier Viktoriastraße, die Planungen rund um die Ruhr-Universität oder das Musikzentrum mit dem ViktoriaQuartier.

„Hier ist ein Trend weg von den Großprojekten auf der „grünen Wiese“ hin zu übergreifenden Planungen rund um Wissensstandorte zu erkennen“, so Storch. Gerade Bochum ist mit seinem Portfolio sehr gut in diesem Bereich aufgestellt. Darüber hinaus überzeugte der positive Büromarktbericht 2013 das internationale Publikum; ist Bochum doch einer der wenigen Standorte, in denen sich der Markt entgegen dem allgemeinen Trend behaupten konnte. Bereits zum dritten Mal in Folge beteiligte sich die Wirtschaftsförderung Bochum an dem Gemeinschaftsstand unter dem Dach des Landes Nordrhein-Westfalen an der MIPIM 2013. Die MIPIM ist seit 1990 eine der bedeutendsten internationalen Gewerbeimmobilienmessen der Welt.



Einbruchschutz

März/April – 2013

Polizei Bochum: Einbruchschutz geht alle an

Schützen Sie sich und werten Sie Ihre Immobilie auf! Was kann man tun? Die Kriminalprävention der Polizei Bochum berät Sie gern.

Jeden Tag liest man es in der Zeitung: „Wieder wurde in Wohnungen eingebrochen.“ Man denkt entweder: „Gott sei Dank nicht bei mir!“ oder „Ach ja, ich wollte schon lange etwas für den Einbruchschutz tun, jetzt wird es aber Zeit!“

Bevor Sie einen Auftrag an eine Firma vergeben, sollten Sie sich unabhängig und kostenneutral über Einbruchschutz informieren.

Die Polizei Bochum hat einen Ausstellungsraum, wo Sie sich zertifizierte Sicherheitstechnik an Fenstern und Türen ansehen können. Nach dem Motto „Sehen, anfassen, begreifen“ werden Sie in den Räumen nach einer Terminvereinbarung individuell und kompetent zum Einbruchschutz rund ums Haus beraten.

Die Beratung ist kostenlos und Sie erhalten entsprechendes Infomaterial sowie den Adressennachweis des LKA über qualifizierte Errichter und Nachrüster.

Damit sind Sie in der Lage, gut informiert mit Handwerkern in die Verhandlungen zu gehen, nachdem Sie sich verschiedene Angeboten eingeholt haben. Warten Sie nicht, bis sie selbst Opfer eines Einbruchs geworden sind. Tun Sie vorher etwas.

Durch Sicherungstechnik werten Sie Ihre Immobilie auf. Denken Sie nicht nur an Ihren eigenen Schutz, sondern bieten Sie auch Ihren Mietern diesen Schutz an.

Sprechen Sie mit Ihren Mietern. Diese sind oft selbst bereit, Geld in ihre Sicherheit zu investieren. Ermöglichen Sie auch Ihren Mietern in Absprache mit Ihnen, zertifizierte Sicherungstechnik vorzugsweise durch oben genannte Firmen nachrüsten zu lassen. Sie erreichen Ihre kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in Bochum werktags zwischen 07.00 und 15.00 h unter der Tel.-Nr. 0234/909-4040.



Kultur

März/April – 2013

Kunst & Kultur von und mit Bochumer Bürgern

Die Bochumer Sparkasse feiert weiter Jubiläum und beschenkt die Bürger: Im Anschluss an die Kategorie Sport & Fitness, die nun abgeschlossen ist und in die Bewertungsphase geht, sind nun Ideen im Bereich Kunst & Kultur gefragt:

Ab 15. April können sich engagierte Bürger, Initiativen und Vereine mit ihrem Wunsch auf der Jubiläumshomepage um ein Stück vom Geburtstagskuchen bewerben. Bis zum 9. Juni können kulturell aktive Vereine und Initiativen ihre Wünsche und Projekte auf www.sparkasse-bochum-175.de hochladen.

Bei den Bewerbern erhofft sich die Sparkasse Bochum eine genauso bunte Mischung und breite Streuung wie im sportlichen Bereich. „Ein vielfältiges kulturelles Angebot ist von entscheidender Bedeutung für die Lebensqualität in Bochum und die Weiterentwicklung der Region“, betont Volker Goldmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bochum.

Ob Zeltfestival Ruhr oder Fidena, Schülertheater oder Ausstellungen, Urbanatix oder Männergesangsverein, Mai-abendfest oder Theater- und Karnevalsverein, ob Taubenzüchter oder Schrebergärtner: „Wir helfen im Großen und im Kleinen Kunst und Kultur mit Leben zu füllen“, betont der Sparkassen-Chef. Dank der Jubiläumsaktion „175 Projekte für Bochum“ können in diesem Jahr zusätzlich 58 Projekte im weit gefassten Bereich Kunst und Kultur unterstützt werden.

Marcus Gloria, Chef von Cooltour und Bochum Total, konnte als Fachmann für die Kategorie Kunst & Kultur gewonnen werden. „Ich freue mich, an diesem Thema mitwirken zu können. Indem die Sparkasse dem Bereich Kunst und Kultur eine eigene Kategorie widmet, gibt sie vielen Bochumer Künstlern, Musikern und kulturell Engagierten die Chance, ihre Arbeit fortzusetzen, ein besonderes Projekt umzusetzen oder einen langgehegten Wunsch zu verwirklichen.“

Wie bereits in der 1. Kategorie Sport & Fitness müssen die Bewerber um eine Förderung im Bereich Kunst & Kultur ihren Wunsch ganz kurzen Beschreibung auf der Jubiläumshomepage hochladen. Nach Ablauf der Bewerbungs- und der anschließenden Votingphase bekommen 50 Vereine mit den meisten Stimmen jeweils 1750 Euro. Weitere acht Vereine werden von der Jury ausgewählt und ebenfalls gefördert.

Mit dem Slogan „Wir sind Bochum seit 175 Jahren“ positioniert sich das Bochumer Geldinstitut nah bei den Menschen und ganz nah an der Stadt ndash; und finanziert (über den normalen Sponsorig-Rahmen hinaus) weitere 175 Projekte für unsere Stadt.

Seit 1838 ist die Sparkasse Bochum Finanzpartner der Menschen in Bochum. Und von Beginn an hat sie sich ndash; gemäß ihrem Auftrag ndash; als Förderer von Sport, Kultur und Gesellschaft für die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit von Bochum eingesetzt.

Das Jubiläums-Geschenk, die Aktion 175 Projekte für Bochum, soll eine Anerkennung für die vielen engagierten, ehrenamtlich aktiven Mitbürgerinnen und Mitbürger Bochums sein, die immer wieder aufs Neue beweisen, dass es sich lohnt, mit Leidenschaft und Begeisterung an der Zukunft dieser dynamischen und lebenswerten Stadt mitzuwirken.

Kategorie Kunst & Kultur:
Bewerbung
15. April bis 9. Juni
Voting
vom 10. Juni bis 7. Juli auf www.sparkasse-bochum-175.de und www.facebook.com/sparkasse.bochum.



Schuldneratlas

Januar/Februar – 2013

Viele Bochumer stehen finanziell am Abgrund

Die Zahl der überschuldeten Privatpersonen in der Stadt steigt. Mehr als jeder zehnte volljährige Bochumer kann seine Rechnungen nicht mehr bezahlen. Zuletzt war die Schuldnerquote nach dem Krisenjahr 2008 kontinuierlich gesunken.

Derzeit sind nach Angaben von Creditreform 36.580 Bochumer (11,4 Prozent) überschuldet. 1.150 Menschen mehr als noch vor einem Jahr. Damit steigt die Schuldnerquote deutlich stärker an als die Arbeitslosenquote, die im Verlauf des vergangenen Jahres relativ konstant geblieben ist. „Eine Verbesserung der Arbeitslosenquote geht nicht zwangsläufig einher mit Entschuldung“, so Thomas Glatzel, Geschäftsführer der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Bochum. „Nicht mehr“, fügt er noch hinzu. Ursächlich dafür sei die wachsende Anzahl der prekären Beschäftigungs-verhältnisse, die es Arbeitnehmern trotz Job nicht mehr ermöglichen sich zu entschulden. Gewerkschaften prangern dies regelmäßig an.

In der Creditreform-Analyse wird zudem ein Blick auf die Postleitzahl-Bezirke der Stadt geworfen. Ergebnis: In 13 der 18 PLZ-Bereiche hat sich die Quote erhöht. Zudem klafft die Schere innerhalb der Stadt weiter auseinander – vom armen Norden hin zum reichen Süden. Während beispielsweise in Stiepel die Zahl der überschuldeten Personen seit Jahren rückläufig ist – dort hat nur jeder 20. Schwierigkeiten, seine Rechnungen zu bezahlen – steigt die Überschuldung in der nördlichen Innenstadt, in Hamme, Hordel und im nördlichen Wattenscheid. Teilweise ist hier jeder Fünfte nicht in der Lage, sich finanziell über Wasser zu halten. Im Nordosten ist die Zahl der Schuldner im Mittelfeld zwischen zehn und 13 Prozent. Der Süden steht generell deutlich besser da.

Deutschlandweit liegt die Schuldnerquote bei 9,6 Prozent und damit unterhalb des Bochumer Wertes. Creditreform verzeichnet seit Sommer 2012 eine auffällig steigende Zahl an Privatinsolvenzen.

Mit freundlicher Genehmigung von Benedikt Reichel, Ruhr Nachrichten



Sparkasse

Januar/Februar – 2013

Anlässlich ihres 175. Geburtstages macht die Sparkasse den Bochumer Bürgern 175 Geschenke

„Wir sind Bochum“ – das steht auf den Pins, die im Jubiläumsjahr von der Sparkasse Bochum verteilt werden. Eine Aussage die wichtig ist in einer Zeit, die unserer Stadt so mache negative Schlagzeile einbrachte.

175 Jahre Sparkasse – und das Geldinstitut bringt seine tiefe Verwurzelung in der Stadt und seine enge Verbundenheit mit den Bochumern mit einem tollen Jubiläumsgeschenk auf den Punkt: 175 Projekte für Bochum und alle Bochumer. 175 mal die Gelegenheit, dass sich die Sparkasse zu Bochum, die Bürger zur Sparkasse bekennen.

Am Montag, 28. Januar, fiel der Startschuss für diese tolle Aktion. Vereine und Initiativen können sich in „Sport & Fitness“, der ersten von insgesamt drei Kategorien bewerben. „Ich hoffe, dass ganz viele Vereine diese Chance nutzen, die ihnen die Sparkasse Bochum bietet“, appelliert Gabriela Schäfer, Vorsitzende des Stadtsportbundes und Fachfrau für diese Kategorie, an die Sportfans in Bochum. Neben der wichtigen finanziellen Unterstützung der gewählten Projekte begeistert sie an dem Jubiläumsgeschenk der Sparkasse, „dass die Bürgerinnen und Bürger per Online-Voting mitbestimmen können, wer den Zuschlag erhält.“

Gute Ideen sind jetzt gefragt. Ein Beispiel für ein förderwürdiges Projekt ist die Ski-Gilde Bochum, die im letzten Jahr einen Zuschuss von der Sparkasse Bochum für die Anschaffung und Wartung von Nordic Walking-Stöcken erhielt. Wintersport bildet zwar auch nach 50 Jahren noch eine der Hauptsäulen der Vereinsaktivitäten, darüber hinaus aber gibt es mit Gymnastik und Ballspielen, Radtouren und Wanderungen das ganze Jahr über viele Fitness-Angebote.

Zu einer der beliebtesten Sportarten hat sich in den vergangenen Jahren Nordic Walking entwickelt: „Wir haben regelmäßig um die 100 Teilnehmer in unseren Kursen“, sagt der Vereinsvorsitzende Gerd Bramsiepen stolz.

Geschulte Mitarbeiter leiten die Touren durchs Weitmarer Holz, bei denen auch Anfänger jederzeit herzlich willkommen sind. „Unser Prinzip ist: Jeder kann an jedem Angebot teilnehmen“, erläutert Gerd Bramsiepen. „Jedes Mitglied soll das finden, was zu ihm passt. Und für Interessierte treten wir erst einmal in Vorlage: Wer etwas erst ausprobieren möchte, kann das ganz ohne Beitrittszwang tun.“

Der Verein leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Fitness- und Gesundheitsangebot in Bochum. Dafür erhielt er auch Unterstützung von der Sparkasse Bochum.

Jetzt sind alle Bochumer aufgerufen, bei der Aktion 175 Projekte für Bochum mitzumachen: Sie können sich mit einem Projekt in einer der Kategorien „Sport & Fitness“, „Kunst & Kultur“ oder „Mensch & Gesellschaft“ bewerben. Außerdem können sie ihren Favoriten wählen, der die Förderung in Höhe von 1750 Euro bekommen soll. Jeweils 50 Projekte pro Kategorie werden nach dem Bürger-Voting gefördert. Weitere acht Projekte je Kategorie werden von einer fachkundig besetzten Jury bestimmt. Hinzu kommt ein Sonderpreis für ein besonders förderwürdiges Projekt.

Die Bewerbungsfrist für die erste Kategorie Sport & Fitness (Start 28. Januar) endet am 22. März. Ab dem 23. März sind dann die Bürger gefragt, die bis zum 14. April für ihren Favoriten abstimmen können. Die nächsten Kategorien Kunst & Kultur und Mensch & Gesellschaft folgen im Sommer und im Herbst.

„Bewerbung und Voting gehen ganz einfach“, betont Annette Adameit, Leiterin der Abteilung Kommunikation der Sparkasse Bochum: „Herzstück aller Kommunikationsmaßnahmen ist die Jubiläums-Website www.sparkasse-bochum-175.de. Dort werden die Bewerbungen für die Jubiläumsaktion 175 Projekte für Bochum eingereicht, die Favoriten gewählt sowie die Gewinner bekannt gegeben. Hier sind alle relevanten Informationen rund um Aktionen, Kampagnen und Veranstaltungen gebündelt.“

Die Jubiläums-Website ist ab sofort zugänglich. Freigeschaltet für Bewerbungen in der Kategorie Sport & Fitness ist sie jedoch erst am 28. Januar.

www.sparkasse-bochum-175.de und www.facebook.com/sparkasse.bochum.



Januar/Februar – 2013

Alternative Heizsysteme sind auf dem Vormarsch

Steigende Energiepreise und Schlagworte wie Energiewende und Atomausstieg lassen die Menschen intensiver denn je beim Heizen über erneuerbare Energien nachdenken. Wie LBS Research auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes mitteilt, hat sich die Zahl der Wohnungen, die in erster Linie mit Holz oder sonstigen erneuerbaren Energien (Solaranlagen, Windenergie, Wärmepumpen u. ä.) beheizt werden, von 347.000 (2002) auf mittlerweile 1.571.000 Einheiten im Jahre 2010 nahezu verfünffacht.

Der Anteil dieser Heizsysteme liegt insgesamt im Wohnungsbestand bei rund 4 %, im Neubau sogar schon bei 34 %. Dort nehmen die erneuerbaren Energieträger bereits Platz 2 hinter Gas ein, das in 53 % der Neubauten als überwiegende Energiequelle für die Heizung eingesetzt wird. Öl, Strom oder Fernwärme erreichen zusammen nur knapp 10 %.

Vorreiter dieser Entwicklung sind weiterhin die Hauseigentümer in Bayern und Baden-Württemberg. Wie schon vier Jahre zuvor, so entfallen auch jetzt fast 60 % aller mit erneuerbaren Energien beheizten Objekte auf die beiden Süd-Länder

. Relativ am stärksten aufgeholt haben Nordrhein-Westfalen (hier hat sich die Zahl der betreffenden Objekte seit 2006 sogar verdoppelt), Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Hessen.

Bezogen auf die Gesamtzahl aller Wohnungen weist Rheinland-Pfalz hinter Bayern (11 %) und Baden-Württemberg (7 %) mit 5 % mittlerweile die dritthöchste Quote an „Erneuerbaren“ auf. Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein kommen demgegenüber nur auf Werte von gut 1 %.

Dass für die Menschen in manchen Regionen traditionelle Heizarten teils immer noch eine Rolle spielen, zeigt der Blick auf die „alten“ Energieträger. So werden nach Angaben von LBS Research Koks und Steinkohle in statistisch erfassbarem Ausmaß nur noch in den ehemaligen Förder-Bundesländern NRW und Saarland ausgewiesen. Und bei Briketts und Braunkohle haben nach wie vor die neuen Länder einen nennenswerten Anteil.

Beim Blick auf die verschiedenen Gebäude-Segmente zeigt sich, dass im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser bislang die größten Anteile liegen. Auf sie entfallen laut LBS Research 82 % der Wohnungen mit Heizungen auf der Basis erneuerbarer Energien. Wie von den LBS-Experten erwartet, sind Selbstnutzer mit einem Anteil von 75 % überproportional vertreten. Dabei stieg ihr Anteil gegenüber 2006 nochmals um 3 %punkte. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Sie können selbst über die Maßnahmen entscheiden, und sie profitieren unmittelbar davon, nämlich über die entsprechenden Energiekosteneinsparungen.

Dass sich in den letzten Jahren bereits enorm viel getan hat, wird nach Auskunft von LBS aus weiteren Zahlen deutlich. So geht bei den fossilen Energieträgern der Trend weiter weg vom Heizöl, nämlich von 31,8 % (2002) auf 28,1 % (2010).

Die Zahl der mit Kohle beheizten Wohnungen ist in nur vier Jahren auf 72.000 zurückgegangen (minus 81 %). Auf konstant hohem Niveau hält sich die Gasheizung, auf die im Jahr 2010 17,5 Millionen Wohnungen entfallen – immerhin fast die Hälfte des gesamten Gebäudebestandes in Deutschland. Ebenfalls konstant geblieben ist die Zahl von 4,8 Millionen mit Fernwärme beheizter Objekte sowie die 1,4 Millionen Wohnungen mit Stromheizung.



Mietspiegel und Mietkataster

Bochum hat endlich einen neuen Mietspiegel. Damit ist für die Laufzeit dieses Mietspiegels Rechtssicherheit gegeben, sowohl für Vermieter als auch für Mieter. Der Mietspiegel ist auf diesen Seiten abgedruckt, wird aber auch auf der Homepage von Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. – www.hausundbochum.de – veröffentlicht.

Im Sinne der Mitglieder denken sie bei Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. aber schon weiter: Falls die nächsten Mietspiegel-Verhandlungen wiederum so lange dauern, soll bereits jetzt ein Miet-Kataster aufgebaut werden, um in der Übergangszeit die Möglichkeit zu haben, mit Hilfe von Vergleichswohnungen Mietanpassungen für die Mitglieder durchführen zu können. Dadurch sind Verein und Vermieter dann unabhängig von dem Hin und Her von Verhandlungen.

Ein Miet-Kataster enthält Daten von Neuvermietungen aus den letzten vier Jahren, also von Vergleichswohnungen. Die Angabe von Vergleichswohnungen ist ein gesetzlich vorgesehenes Begründungsmittel für Mieterhöhungen (§ 558 Abs. 2 Ziff. 4 BGB, vgl. hierzu auch die auf Seite 23 dieser Zeitschrift dargestellte Entscheidung des Bundesgerichtshofs) und wird vor allem dann benötigt, wenn kein qualifizierter Mietspiegel vorliegt.

Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. wird daher in der nächsten Ausgabe der Vereinszeitschrift „Zuhause“ einen Erfassungsbogen für das vereinseigene Mietkataster abdrucken und die Mitglieder bitten, diesen auszufüllen und wieder zurückzuschicken. Mit Hilfe dieser Daten kann man ein Mietkataster erstellen und wirksame Mieterhöhungen für die Mitglieder auch ohne Mietspiegel durchführen.

Hier der Mietspiegel 2012 zum Download.



Steuererklärung

November/Dezember – 2012

Haus+Grundeigentümer stellt Service um

Wie die meisten von unseren Mitgliedern schon wissen, besteht eine der Dienstleistungen unseres Vereins darin, dass wir Ihnen bei der Anfertigung der Steuererklärung VuV (Vermietung und Verpachtung) behilflich sind.

Diesen Service haben wir nun neu aufgestellt:

Ab dem 1. Januar 2013 wird unsere Mitarbeiterin Frau Buderus Steuererklärungen VuV für unsere Mitglieder fertigen. Als Diplom-Betriebswirtin (FH) ist sie nach unserer Einschätzung hierfür auch bestens qualifiziert.

Jeden Dienstag und Donnerstag, von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr, ist Frau Buderus in Sachen Steuererklärung VuV für unsere Mitglieder erreichbar.

Wir haben dazu extra eine neue Rufnummer eingerichtet: Sie erreichen Frau Buderus unter: 0234 / 96127-18.

Gerne können Sie auch einen Termin mit Frau Buderus in dieser Zeit vereinbaren, zum Beispiel, um die Unterlagen für Ihre Steuererklärung VuV abzugeben und direkt Details mit Frau Buderus durchzusprechen.

Viele von Ihnen kennen Frau Buderus vielleicht schon von den Nebenkostenabrechnungen. Dies ist nämlich der Bereich, den Frau Buderus zusammen mit Herrn Glanz bei uns seit Jahren zuverlässig und sorgfältig erledigt. Dieser Service bleibt selbstverständlich bestehen und wird nun durch das Angebot der Steuererklärung VuV erweitert.



Öffnungszeiten

November/Dezember – 2012

Öffnungszeiten zwischen den Jahren

Verehrte Mitglieder, unsere Geschäftsstelle bleibt auch in diesem Jahr in der Zeit „zwischen den Jahren“, vom 24. Dezember 2012 bis 1. Januar 2013, geschlossen. Am 2. Januar 2013 sind wir wie gewohnt wieder für Sie da.

Wir wünschen Ihnen eine friedliche und harmonische Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2013.



November/Dezember – 2012

Hausbesitzer müssen 2013 Kehrarbeiten nachweisen

Das Schornsteinfegerhandwerk sieht turbulenten Zeiten entgegen, seit das neue Schornsteinfeger-Handwerksgesetz in Kraft getreten ist. Dieses Gesetz tritt an die Stelle des bisherigen Schornsteinfegergesetzes und regelt die zukünftigen Aufgaben und Tätigkeiten des Schornsteinfegers.

Statt bisher alle fünf Jahre führt der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister ab 2013 zweimal in sieben Jahren eine Feuerstättenschau durch. Sie dient dem vorbeugenden Brandschutz, und der anschließende Feuerstättenbescheid enthält präzise Angaben und Fristen für die an den Feuerungsanlagen durchzuführenden Reinigungs-, Überprüfungs- und Messarbeiten.

Nach dem neuen Schornsteinfeger-Handwerksgesetz wird nun den Eigentümern die Verantwortung dafür übertragen, dass alle auf dem Feuerstättenbescheid vermerkten – und damit geforderten – Tätigkeiten durchgeführt werden. Die Ausführung kann frei an dafür zugelassene Schornsteinfeger übertragen werden, welche die ordnungs-gemäße Durchführung nach Abschluss der Arbeiten bestätigen müssen. Die ausgefüllten Formulare wiederum müssen dann an den zuständigen Bezirks-schornsteinfegermeister bzw. den bevollmächtigen Bezirksschornsteinfeger weiter-geleitet werden.

In dessen Händen liegt die Überwachung der vorgeschriebenen Arbeiten und die Einhaltung der Fristen. Bochum hat 27 Kehrbezirke, wie Helmut Müller vom Bochumer Bauordnungsamt weiß, und auf die Bezirksschornsteinfeger kommt nun mehr Arbeit zu. Viele Eigentümer werden bei ihren „Stamm“-Schornsteinfegern bleiben. Wer Fristen versäumt, muss mit Ersatzmaßnahmen – und Kosten – rechnen. ef



Kanalprüfung

September/Oktober – 2012

Kanalprüfung sorgt nicht nur in Bochum für Ärger

Die Vertreter der Abwassertechnik haben im Januar bereits in Düsseldorf protestiert. Über 150 Unternehmen zogen vor dem Landtag auf und machten ihrem Ärger Luft, denn viele fühlen sich von der Landespolitik mehr als verschaukelt.

Man habe viel Geld in die Hand genommen und investiert, um die Kanaluntersuchungen stemmen zu können. Viel Technik sei vonnöten und die sei teuer. Für die Unternehmen, die reichlich investiert haben, könne der jetzt eingeschlagene Weg direkt in die Pleite führen.

Nichts ist übrig geblieben von der Goldgräberstimmung, die in der Branche herrschte, denn das Landesparlament will das Gesetz ändern und den Kontrollzwang für einen Großteil der Verbraucher entschärfen.

Bislang ist geregelt, dass private Haushalte bis zum Jahr 2015 die Dichtheit ihrer Hauskanäle prüfen sollten. Genau dies sieht das Landeswassergesetz vor, das die schwarz-gelbe Vorgänger-Landesregierung im Jahr 2007 erlassen hatte. Die Abwassertechnikbranche erfasste daraufhin Goldgräberstimmung. Die Kosten der Prüfung liegen zwischen 300 und 500 Euro, wobei die Analyse über den Zustand der Rohre mittels ferngesteuerter Videokamera oder durch eine Druckmessung erfolgt. Sollten Risse oder andere Schäden entdeckt kann, könnte es für Hausbesitzer teuer werden: Die geschätzten durchschnittlichen Sanierungskosten liegen bei 3000 Euro.

In den letzten Jahren war wiederholt über zwielichtige Firmen berichtet worden, die Schäden im Untergrund vortäuschen, dann Reparaturen zu völlig überhöhten Preisen anboten – und auf diese Weise die Branche mächtig in Verruf gebracht hatten.

„Wasser ist eine elementare natürliche Ressource und eine unverzichtbare Grundlage für das Leben von Mensch, Flora und Fauna. Es ist daher erforderlich, Grund- und Oberflächengewässer nachhaltig zu schützen“, schreibt das Ministerium für Klimaschutz und Umwelt auf seiner Website. „Eine funktionstüchtige Abwasserbeseitigung ist die Grundvoraussetzung für lebendige Gewässer und ist unverzichtbar für jeden modernen Staat.“

Dem ist nichts hinzuzufügen außer dem Einwand, dass diese Vorschriften für alle Hausbesitzer – nicht nur in Nordrhein-Westfalen – ein äußerst schwer kalkulierbares Risiko darstellen. Die Kosten für die Untersuchung einerseits sind ja noch halbwegs moderat. Wenn allerdings ein Schaden unter dem Haus entdeckt wird, wo die Rohre (auch die möglicherweise schadhaften) meist liegen, wird eine Beseitigung des Schadens zu einer unkalkulierbaren Belastung, die im Extremfall sogar zum Verlust der Immobilie führen könnte. Dies dann auch noch mit heftigen Abschlägen beim Verkauf, weil der Mangel ja bekannt ist und dem Erwerber mitgeteilt werden muss.

„Was soll ich denn nun tun“, fragte eine Radiomoderatorin den Experten. Und er antwortete sinngemäß so, wie es Vorsitzender Dr. Ehrhardt schon länger getan hat: „Lesen Sie sorgfältig Zeitung, hören Sie im Radio gut zu – und bleiben Sie ganz entspannt.“ Ef



Glasfaser

September/Oktober – 2012

Glasfaser kommt gut an

Rund eineinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich sind bereits vier Bochumer Ausbaugebiete an die schnellen Glasfaserleitungen angebunden und die Stadtwerke Bochum ziehen ein äußerst positives Resümee: „Mehr als 90% der Hauseigentümer haben sich für einen Glasfaseranschluss ihrer Immobilie entschieden“, berichtet Thomas Schönberg, Pressesprecher des Bochumer Energieversorgers.

„Bezogen auf den derzeitigen Projektstand stehen hinter den 90% über 1.400 Gebäude mit rund 10.000 Wohneinheiten.“

Der erste Schritt, die kostenlose Gebäudeanbindung, war für die meisten Hauseigentümer eine klare Entscheidung, um ihre Immobilie zukunftsfähig für die nächsten Jahrzehnte zu machen.

Das Internet dient längst nicht mehr nur zum Surfen im World Wide Web. Internet-TV, Musik-, Video- und Telefondienste werden zunehmend über Internetverbindungen übertragen.

Den steigenden Anforderungen an die Datenübertragungswege tritt die Stadtwerke mit den Highspeed-Glasfaserleitungen entgegen.

Download-Übertragungsraten von 200 Mbit/s und einer Uploadgeschwindigkeit von 100 Mbit/s sind nur über die Glasfasern zu erreichen. Ist ein Gebäude einmal an das Glasfasernetz angebunden, gibt es zwei Möglichkeiten zur Nutzung der Lichtwellenleiter. Die Kunden können auf die bereits vorhandene Gebäudeverkabelung der Kupferkabel zurückgreifen und die letzten Meter bis in die Wohnungen über die Edelmetalldrähte zurücklegen.

Der Vorteil dieser Variante: Es entsteht kein weiterer Aufwand für die Installation der Glasfasern innerhalb der Immobilien.

Wer hingegen die volle Bandbreite der Glasfasertechnik nutzen möchte, sollte die Glasfasern allerdings nicht nur in den Keller, sondern bis in die einzelnen Wohnungen legen lassen, um die alten Kupferleitungen auch innerhalb der Gebäude zu umgehen. Damit die einzelnen Glasfasern den Weg vom Keller auch in die einzelnen Wohnungen finden, ist der nächste Schritt folglich die sogenannte „Inhaus-Verkabelung“. Mieter, Haus- und Wohnungseigentümer, die sich für ein Produkt über das Glasfasernetz entscheiden, bekommen die Gebäudeverkabelung kostenlos über die Stadtwerke-Tochtergesellschaft Glasfaser Bochum.

Im Regelfall dauert die Installation nach Auftragseingang rund vier Wochen. Aufgrund der aktuell hohen Nachfrage kann es jedoch auch schon mal länger dauern. Die Stadtwerke Bochum sind vor Ort der erste Anbieter für die schnellen Glasfaserverbindungen.

Die Produktpalette reicht von 50 bis 200 Mbit/s Downloadgeschwindigkeiten für das Internet sowie einer Telefonflatrate für das deutsche Festnetz. Internet-TV mit 154 TV-Sendern, inklusive 15 HD-Sendern, sowie die entsprechende Hardware, eine Fritz!Box 7390, kann zusätzlich von den Stadtwerken bezogen werden.

In Zukunft plant die Glasfaser Bochum, die schnelle Lichtleiter-Technologie im Ausbaugebiet zwischen der nördlichen Innenstadt und Bochum-Grumme zu verlegen.



September/Oktober – 2012

Hypothekenzins weiter niedrig

Aktuell sind Immobiliendarlehen so günstig zu bekommen wie noch nie. Hintergrund ist die weiter schwelende Staatsschuldenkrise im Euroraum.

Um eine Liquiditätskrise im Finanzsektor zu verhindern, hat die Europäische Zentralbank großzügig Liquidität bereitgestellt und den Leitzins auf ein neues Rekordtief von 0,75% gesenkt. Eine nochmalige Kürzung des Zinssatzes auf dann 0,5% ist angesichts der noch ungelösten Krise und einer schwachen Konjunktur wahrscheinlich. Bauherren und Investoren werden von diesem Zinsschnitt aber kaum mehr profitieren. Die Märkte rechnen bereits seit einiger Zeit mit einem solchen Schritt, so dass die Leitzinssenkung in den aktuellen längerfristigen Zinssätzen bereits vorweggenommen wird.

Ein schneller Trendwechsel bei den Zinsen ist dennoch nicht zu erwarten. Die Europäische Zentralbank wird den Leitzins erst dann erhöhen, wenn sich die Konjunktur im Euroraum stabilisiert hat und sich merkliche Erfolge in der Bekämpfung der Staatschuldenkrise zeigen. Die Konditionen für Immobiliendarlehen werden daher noch für einige Zeit sehr günstig bleiben, auch wenn die Zeit immer neuer Rekordtiefs bei den Kreditzinsen bald vorbei sein dürfte.



JHV

Juli/August – 2012

Bericht von der Jahreshauptversammlung

Gegen die Einführung einer Vermögensteuer sprach sich Erwin Köhler, Geschäftsführer von Haus+Grundeigentümer Bochum e.V., bei der Jahreshauptversammlung seines Vereins in der Gastronomie im Stadtpark aus. „Wir müssen alles tun“, sagte er, „um die Wiederbelebung dieser Steuer zu verhindern.“

Vorsitzender Dr. Jürgen Ehrhardt begrüßte knapp 130 Mitglieder, die sich im großen Saal eingefunden hatten, und machte gleich zu Beginn eine Probeabstimmung zur Vorgehensweise bei den Einladungen für zukünftige Versammlungen. Eine sehr große Mehrheit der Anwesenden sprach sich für den Versand per Email aus, um Portokosten in Höhe von ca. 2.500 Euro zu sparen.

Dr. Ehrhardt blieb bei den Finanzen und bilanzierte kurz die Tilgung für den Neubau an der Viktoriastraße, die er als äußerst zufriedenstellend bezeichnete. Bis zum Jahresende werden bereits 90.000 der 750.000 Euro Verbindlichkeiten zurückgeführt sein. Überhaupt werden ja in Kürze Standort und Immobile aufgewertet, weil das neue Musikzentrum nun endlich gebaut, die Baulücke gegenüber nach 15 Jahren nun endlich geschlossen werde.

Ein Dankeschön ging an das engagierte Team des Vereins, der so Dr. Ehrhardt, „in dieser Stadt sichere Arbeitsplätze bietet.“ Auf die letzte Stellenausschreibung hatten sich 75 Bewerber gemeldet. Für die Neubesetzung von zwei Vorstandsposten gab es aber nur je einen Bewerber. Rechtsanwalt Jörg Ehrhardt und Architektin Urte Meermann wurden dann auch einstimmig gewählt.

Der aus Altersgründen aus dem Vorstand scheidende Adolf Meier wurde anschließend in den Beirat gewählt, für den es keine Altersbeschränkung gibt. So hat der Vorstand einen sachkundigen Gesprächspartner auch weiterhin an den Verein gebunden.

Markus Gebhardt, Architekt und Sachverständiger aus Gelsenkirchen, hielt einen lebendigen Vortrag über Energie-Einsparung. Dieses Thema beschäftigt die Mitglieder seit Jahren, denn die Heizkosten, die ca. 78% des häuslichen Energieverbrauchs ausmachen, sind ebenso gestiegen wie die Kosten für Strom. „Wir hatten insgesamt seit 2005 eine Steigerung um 50%“, rechnete Gebhardt vor.

Dass durch Dämmung Geld gespart und Schimmelpilz-Wachstum verhindert werden kann, ist ebenso wenig neu wie die Tatsache, dass Eigentümer bei solchen Maßnahmen oft nichts gewinnen. „Das ist oft nur für den Gesetzgeber“, sagt Gebhardt.

Diskussionen um das richtige Lüftungsverhalten in der Wohnung müssen allerdings auch nach einer Wärmedämmung nicht beendet sein. „Es lässt sich in jedem Fall schadensfrei leben“, so Gebhardt. „Egal ob mit oder ohne Dämmung.“ Wenn eine Wohnung „vernünftig bewohnt“ werde, also mit korrektem Lüften, sei alles in Ordnung.

Über der Energieeinsparverordnung steht im Übrigen noch der Denkmalschutz. Diese Häuser müssen also nicht gedämmt werden. Ob deren Eigentümer allerdings glücklicher sind, blieb an diesem Abend offen.

Eberhard Franken



Konzerthaus

Juli/August – 2012

Rat sagt „Ja“ zum neuen und attraktiven Musikzentrum – auch Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. profitiert

Nicht nur Vorsitzender Dr. Jürgen Ehrhardt, sondern auch viele musik- und kulturinteressierte Mitglieder unseres Vereins Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. haben lange dafür geworben – und im Übrigen auch gespendet. Nun ist das Bochumer Musikhaus endlich auf dem Weg, denn der Rat der Stadt hat am 5. Juli nach heftiger Debatte und unter dem Jubel vieler anwesender Musiker den Weg frei gemacht.

Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. profitiert unmittelbar von diesem Neubau, denn das direkte Umfeld des vereinseigenen Neubaus an der Viktoriastraße wird durch diesen attraktiven Bau zweifelsfrei deutlich aufgewertet.

Erst Ende Mai, also kurz nach Drucklegung unserer letzten Ausgabe, kam der Architektenwettbewerb zum Abschluss, dessen Resultate wir unseren Lesern natürlich schon gern im letzten Heft von „Zuhause“ mitgeteilt hätten. Da wir die Ergebnisse beeindruckend finden, wollen wir sie den Lesern nicht vorenthalten.

Zentrale Entwurfsidee von Bez und Kock ist, das Musikzentrum als lang gestreckten Baukörper entlang der Viktoriastraße mit einer breiten Vorfläche und mit deutlich herausgearbeiteten Eingängen auf den beiden Seiten des Chores der Marienkirche zu positionieren. Der Neubau des Multifunktionssaals und der Neubau des Konzertsaales nehmen Bezug auf das Hauptschiff der Marienkirche und stellen diese in ihre Mitte. Die Marienkirche dient damit als ein räumlich beeindruckendes Foyer für die beiden Säle einerseits, andererseits kann sie für zusätzliche eigenständige Veranstaltungen herangezogen werden. Der Konzertsaal verfügt über ein großes akustisches Volumen, welches geschickt durch angekoppelte Hohlräume erzeugt wird. Die Fassade überzeugt durch ihre schlichte Eleganz und die geschickte Führung des Tageslichtes.

Der Entwurf von Bez und Kock ist ein ebenso zurückhaltender wie auch selbstbewusster Auftritt, der die Kirche als einen selbstverständlichen Teil des gesamten Ensembles einbezieht und mit dem Bestand einen besonderen, unverwechselbaren Ort mit hoher Identitätskraft schafft. Dem prämierten Entwurf kann darüber hinaus eine solide Kostenstruktur zu Grunde gelegt werden.

Daran zweifelt zwar die Linke im Rat, die gerade erst Einspruch eingelegt hat, um das Projekt möglichst doch noch zu Fall zu bringen. Und eine Bürgerinitiative arbeitet ja ebenfalls noch fieberhaft an der Verhinderung des repäsentativen Neubaus.

Derweil empfiehlt nicht nur das Preisgericht allerdings die Arbeit von Bez und Kock zur Realisierung. Baubeginn soll in der ersten Hälfte 2013 sein, die Einweihung im April 2015.

Zwei weitere Preise wurden vergeben an JSWD Architekten, Köln (2. Preis) und Hascher Jehle Planungsgesellschaft, Berlin (3. Preis).



Gartenzaun

Juli/August – 2012

Was Nachbarn im Sommer auf die Palme bringt und die Gerichte immer wieder beschäftigt

Zu keiner anderen Jahreszeit kriegen sich Nachbarn so häufig in die Haare wie im Sommer. Von der gemeinsamen Gartennutzung über ruinierte Grünflächen bis hin zum „aufreizenden“ Sonnenbad – hier konnte nur noch ein Richterspruch helfen.

Wenn es draußen stürmt und schneit, zieht man sich gerne in seine eigenen vier Wände zurück. Hier ist es warm und man bekommt nicht viel mit von der „unwirtlichen“ Außenwelt.

Im Sommer ist das genau umgekehrt, denn bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen ist in und um den heimischen Garten wieder jede Menge los. Was so schön sein könnte, wächst sich mancherorts zu einem handfesten Nachbarschaftsstreit aus, bei dem eine Partei am Ende keinen anderen Ausweg mehr sieht als die Ziviljustiz.

Worüber Eigentümer und Mieter in den Sommermonaten streiten, hat homesolute.com zusammengetragen.

Gartennutzung
In Mehrfamilienhäusern ist die Frage, wer den Garten nutzen darf, meistens im Mietvertrag geregelt, sorgt aber nichtsdestotrotz oftmals für Ärger. So kann es z. B. vorkommen, dass dem Mieter, der den Garten pflegt, das ausschließliche Nutzungsrecht eingeräumt wird. Darüber hatte ein Verwalter im konkreten Fall hinweg gesehen und im Garten dennoch eine Wäschespinne für die Allgemeinheit aufgestellt, wogegen sich der „Hobbygärtner“ wehrte. Das Gericht gab ihm Recht und entschied, dass die Wäschespinne das Besitz- und Benutzungsrecht des Mieters störe (AG Brilon, AZ: 2 C 173/00).

Zuweilen nutzen aber auch Mieter den Garten, ohne dass dies vertraglich geregelt wäre. Wer ein solches Privileg besitzt, sollte sich glücklich schätzen, denn damit kann es schnell vorbei sein. Am eigenen Leib musste das ein Mieter erfahren, der einen bestimmten Teil des Gartens jahrelang für sich beansprucht hatte.

Als die Hausverwaltung beschloss, den Garten umzugestalten und allen Bewohnern zur Verfügung zu stellen, zog er vors Berliner Kammergericht (AZ: 8 U 83/06) – und verlor. Laut Justiz könne eine solche Duldung widerrufen werden. Das gelte erst recht, wenn die Allgemeinheit davon profitiere.

Tierhaltung
Gegen (Klein-)Tiere im Garten haben Vermieter meist nichts einzuwenden, werden die kleinen Lieblinge in Maßen und, noch wichtiger, im Käfig gehalten. Wenn der Garten aber eher einem Zoo gleicht als einer Freifläche und auch der Rasen unter dem tierischen Treiben leidet, hat das der Eigentümer nicht zu akzeptieren, entschied das Amtsgericht München (AZ: 462 C 27294/98).

Im konkreten Fall hatte ein Mieter nicht nur Meerschweinchen und Kaninchen gehalten, sondern auch Schweine, Schildkröten und Vögel. Laut Richter hätte der Rasen ausgesehen wie ein Kartoffelacker. Dem Eigentümer blieb nichts anderes übrig als fristlos zu kündigen.

Fristlos gekündigt wurde auch einem Mieter, der seiner Pflicht, sich um den Garten eines Mehrfamilienhauses zu kümmern, nicht nachkam und obendrein seine Wohnung unpfleglich behandelte.

Seine Hunde hatten in der Wohnung Türen und Fenster zerkratzt. Dass der Beschuldigte angab, aufgrund einer langen, schweren Krankheit nicht imstande gewesen zu sein, seinen Dienst zu verrichten, beeindruckte die Richter wenig.

In diesem Fall hätte der Mieter für einen Stellvertreter sorgen müssen (LG Oldenburg, AZ: 2 S 415/95).

Sehen und gesehen werden
Wenn das Thermometer über die 30°C-Marke klettert, nutzen viele Menschen ihren Garten, um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Allerdings tut das so manche(r) gerne ohne Bikini oder Badehose.

Was dem einen Freud', war dem anderen in einem konkreten Fall Leid und ein Hauseigentümer, der von seinem Mieter im warsten Sinne des Wortes vor „nackte Tatsachen“ gestellt wurde, sprach diesem die fristlose Kündigung aus.

Angeblich hätten sich Nachbarn aus anderen Häusern bereits beschwert. Laut Amtsgericht Merzig (AZ: 23 C 1282/04) könne man das allerdings noch nicht als Störung des Hausfriedens bezeichnen, denn der gelte nur für die Bewohner des Hauses, in dem der mutmaßliche Störer wohnt. Um seinem Nachbarn einen solchen Anblick zu „ersparen“ bzw. sich selbst vor fremden Blicken zu schützen, wird vielerorts ein Sichtschutz an der Grundstücksgrenze aufgestellt. Ob das rechtens ist, sollte aber vorher bei der Eigentümergemeinschaft erfragt werden.

Im konkreten Fall hatte ein Eigentümer entlang des Maschendrahtzauns eine Matte aus grünem Kunststoff gespannt, worauf sich der Nachbar optisch gestört fühlte und klagte. Laut Gericht stelle die Matte nicht nur optisch, sondern auch baulich eine Veränderung dar, die den Gesamteindruck der Wohnanlage verändere und zuvor mit der Eigentümergemeinschaft hätte abgestimmt werden müssen.

homesolut



Service

Mai/Juni – 2012

Erfolgreicher Start für unseren neuen Service

An die 100 Wohnungsabnahmen hat unser Mitarbeiter Timurs Melamuds inzwischen für unsere Mitglieder durchgeführt. Ein erfolgreicher Start also für diesen neuen Service.

Jeder Vermieter dürfte die Situation kennen: Nach der Kündigung des Mietverhältnisses müssen die Schlüssel zurückgegeben und die Wohnung abgenommen werden. In der Regel trifft man sich mit dem Mieter in der Mietwohnung, um sich zugleich den Zustand der Wohnung anzusehen.

Und weil man sich dabei auf viele Dinge gleichzeitig konzentrieren muss, ist Hilfe gerne willkommen.

Seit knapp einem Jahr bieten wir unseren Mitgliedern genau diese Unterstützung bei der Wohnungsabnahme.

Unser Mitarbeiter Timurs Melamuds hat sich nämlich bereit erklärt, im Dienste des Vereins für unsere Mitglieder Wohnungsabnahmen durchzuführen.

Herr Melamuds ist bei uns seit Jahren in der Haus + Grundeigentümer Bochum GmbH für die Vermietung von unseren Verwaltungsobjekten zuständig. Neben dieser langjährigen Erfahrung bringt er als Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft auch die notwendige fachliche Kompetenz mit, um eine professionelle und detaillierte Dokumentation des Wohnungszustands bei Rückgabe vorzunehmen. Auf diese Weise können mögliche rechtliche Ansprüche gesichert werden.

Die weitere rechtliche Abwicklung erfolgt dann über unsere erfahrenen Juristen, die unsere Mitglieder gerne beraten, welche Ansprüche aufgrund des vorgefundenen Wohnungszustands bestehen und wie diese geltend gemacht werden können.

Wenn also bei Ihnen ein Mieterwechsel ansteht, nehmen Sie gerne unseren Abnahme-Service in Anspruch und beauftragen Sie Herrn Melamuds mit der Wohnungsabnahme.

Zu erreichen ist Herr Melamuds:
montags bis donnerstags von 8:00 bis 12:00 und von 15:00 bis 17:00 Uhr
freitags von 8:00 bis 12:30 Uhr, unter der Telefonnummer 0234 / 96127-22.

Vo.



Kortum

Mai/Juni – 2012

Das neue Kortumkarree: Eindrucksvolle Ladenzeile

Sie haben lange gehämmert und geschraubt, die fleißigen Handwerker. Im Gebäude der ehemaligen Westfalenbank war viele Monate lang das Rattern der Bohr- und Abbruchhämmer zu hören: Die Journalisten der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und von Radio Bochum, aber auch die Mitarbeiter des nebenliegenden WAZ-Leserladens wissen davon ein Lied zu singen.

Entstanden ist in dem repräsentativen Gebäude die optisch sicher eindrucksvollste Ladenzeile weit und breit: Die hohen Schaufensterscheiben laden zum Hereinkommen ein.

Schade allerdings: Es gibt dort nun keinen Zugang mehr zur Tiefgarage.



Musikzentrum

März/April – 2012

„Das Musikzentrum ist auf dem richtigen Weg“

„Das Musikzentrum ist weit mehr als eine reine Bauaufgabe. Es hat an dieser Stelle eine große kulturelle sowie städtebauliche Bedeutung und wird das Lebensgefühl in der Stadt ebenso positiv beeinflussen, wie die anderen kulturellen Highlights Bochums.“

Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz sowie alle Mitglieder des Verwaltungsvorstandes bekräftigten Mitte März ihre Haltung zum Bau des Musikzentrums und der vom Rat der Stadt Bochum getroffenen Entscheidungen. „Wir sind mit dem Bau des dringend benötigten Musikzentrums auf dem richtigen Weg.“

Der Rat der Stadt Bochum hat in seiner Sitzung im März 2011 mit großer Mehrheit den Bau des Musikzentrums beschlossen. Dieser Ratsbeschluss ist bindend und es gilt, ihn zügig umzusetzen.

OB Dr. Scholz: „Mit dem Musikzentrum geben wir den Menschen in Bochum ein musikalisches Zuhause.“ Ausdrücklich lobte die Oberbürgermeisterin das bislang geleistete bürgerschaftliche Engagement. „Rund 25.000 Einzelspenden zeigen, wie sehr sich die Menschen für das Musikzentrum engagieren und das Konzept in der Bürgerschaft verankert ist.“ Mehr als 14,3 Millionen Euro werden durch die Stiftung Bochumer Symphonie rechtssicher für das Projekt Musikzentrum zur Verfügung gestellt.

„Es geht darum, einem der besten Orchester des Landes eine dringend notwendige Spielstätte zu errichten“, konkretisiert Kulturdezernent Michael Townsend. „Es geht weiter darum, den zahlreichen Initiativen, Chören, freien Ensembles und den über 10.000 Musikschülern eine Bühne zu bieten.“

Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz und der Verwaltungsvorstand appellieren an alle Beteiligten, weiter „mit Volldampf“ an dessen Realisierung zu arbeiten. „Wir haben mit dem Haus der Musik bislang einen nicht immer einfachen Weg zurückgelegt. Doch wir wollen ihn weitergehen und zum Erfolg bringen.“ stb



Windrad

März/April – 2012

Vorbildliche Ökobilanz bei den Stadtwerken Bochum

Die Beschaffung großer Ökostrommengen aus Wasserkraft sowie der Ausbau der regenerativen Eigenerzeugung zahlt sich aus:
Mit 27,6% liegt der Anteil Erneuerbarer Energien des Stadtwerke-Bochum-Strommixes beinahe zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt (18,0%).

Mit 15,2% enthält der Bochumer Strom nur noch einen geringen Anteil aus Kernenergie. Folglich stiegen der Bezug elektrischer Energie aus fossilen Brennstoffen auf 57,2% und der Anteil erneuerbarer Energien auf 27,6%.

„Neben den Beteiligungen an konventionellen Kraftwerken, werden wir weiterhin die regenerative Energieerzeugung, zum Beispiel mit den Offshore-Windkraftanlagen vor Borkum, ausbauen. Die ständige Optimierung unseres Strombezugs hinsichtlich ökonomischer und ökologischer Faktoren ist eine weitere Aufgabe, welcher wir uns auch in diesem Jahr wieder stellen werden“, erklärt Bernd Wilmert, Geschäftsführer der Stadtwerke. Für alle Kunden, die schon jetzt vollständig auf konventionelle Energieträger verzichten möchten, halten die Stadtwerke Bochum mit Ökostrom aus 100% Wasserkraft eine umweltfreundliche Alternative im Portfolio bereit.

Mehr als 9.000 Bochumer Kunden sowie namhafte Bochumer Unternehmen setzen bereits auf die umweltfreundliche Variante. Der Zukauf von Ökostrom aus Wasserkraft erhöht den Anteil erneuerbarer Energien am Stadtwerke-Bochum-Mix um 5,8 Prozentpunkte. Für nur einen Euro mehr im Monat kann der TÜV-zertifizierte Ökostrom zu jedem laufenden Stromvertrag hinzugebucht und der eigene Strombezug auf Ökostrom umgestellt werden.

Die Herkunft der elektrischen Energie der Stadtwerke Bochum für das Bezugsjahr 2010 ist in der aktuellen Kundeninformation sowie im Internet detailliert veröffentlicht. Im Kundencenter der Stadtwerke Bochum können diese Informationen auch in gedruckter Form in dem Flyer „Informationen für Kunden 2012“ abgeholt werden. In dem Infoflyer wird der Stadtwerke-Strommix ausführlich beschrieben und ein Überblick über die Strom-, Gas- und Wasserangebote gegeben. Zusätzlich sind wichtige Telefonnummern und Servicezeiten aufgeführt.

Wer wissen möchte wo und wie der umweltfreundliche Strom der Stadtwerke Bochum entsteht, kann sich in der Dauerausstellung im Stadtwerke-Atrium oder unter dem Stichwort „Öko Visuell“ auf www.stadtwerke-bochum.de einen Überblick über alle ökologischen Energieerzeugungsanlagen des Bochumer Energie- und Wasserversorgers verschaffen.



Garten

März/April – 2012

Zusätzliche Sammelstelle für private Grünabfälle

Pünktlich zum Frühlingsbeginn richtet der USB Umweltservice Bochum eine zusätzliche Sammelstelle zur Entsorgung von Grünabfällen im Stadtteil Wattenscheid ein.

Gartenabfälle in haushaltsüblichen Mengen nehmen die USB-Mitarbeiter in der Zeit vom 19. März bis 28. April 2012 auf dem Parkplatz am Hallenfreibad Südpark entgegen.

Das Angebot richtet sich nur an private Haushalte und hilft lange Wartezeiten an den Wertstoffhöfen zu vermeiden. Die genaue Adresse der Sammelstelle lautet: In der Mark, Wattenscheid-Eppendorf (Parkplatz Hallenfreibad Südpark). Geöffnet ist montags bis freitags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr und samstags von 7:30 Uhr bis 15:30 Uhr. Die Zufahrt zu der Sammelstelle ist ausgeschildert. Während der Öffnungszeiten stehen fachkundige Mitarbeiter des USB für qualifizierte Auskünfte zur Verfügung. Die Grünabfälle bitte nur lose, von Drähten und Schnüren befreit und nicht in Säcke verpackt abgeben. Dazu zählen: Laub, Rasenschnitt, Wurzeln, Äste, Hecken- und Strauchschnitt, Baumschnitt (so genanntes „Knüppelholz“), Baumstämme bis zu einem Durchmesser von 18 cm und 100 cm Kantenlänge.

Angenommen werden nur haushaltsübliche Mengen: Eine LKW-Ladung weisen die USB-Mitarbeiter als „gewerbliche Menge“ ab. Diese werden an der großen Waage am Wertstoffhof Havkenscheider Straße (am Harpener Watt) gewogen und als Gewerbegrünabfall kostenpflichtig entsorgt. usb



Geld

Januar/Februar – 2012

Kreditrückzahlung:
Schnelle Tilgung spart viel Geld

 

Bauherren und Modernisierer können mit der richtigen Strategie mehrere tausend Euro sparen. Auf was sie bei der Kreditrückzahlung achten sollten, erklärt die Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Rückzahlung optimieren: Mit jedem zusätzlichen Euro, der in die Tilgung fließt, senken Bauherren und Modernisierer ihre Kreditkosten. Ein Bauherr zahlt beispielsweise für einen 100.000 Euro-Kredit jährlich 4,13% effektiven Jahreszins. Wählt er bei Vertragsabschluss eine anfängliche Tilgungsrate von drei statt einem Prozent, ist er nach rund 21 Jahren schuldenfrei. Das ist 19 Jahre früher als bei der einprozentigen Tilgung. Gleichzeitig spart er durch die schnellere Tilgung über die gesamte Laufzeit bis zu 53.000 Euro an Zinsen. Die monatliche Rate steigt dafür von 421 Euro auf 588 Euro. Wer es sich leisten kann, sollte eine höhere Tilgung wählen.

Sondertilgungen nutzen: Clevere Bauherren und Modernisierer nutzen Erbschaften, Sonderzahlungen vom Arbeitgeber oder freie Sparguthaben für Sondertilgungen.

Sie reduzieren damit schlagartig ihre Kreditschuld. Erhöht der Bauherr im zuvor genannten Beispiel nicht nur die Tilgung, sondern zahlt zusätzlich sein jährliches Weihnachtsgeld von 500 Euro auf das Kreditkonto ein, spart er über die gesamte Laufzeit nochmals 5.100 Euro an Zinsen und ist zwei weitere Jahre früher schuldenfrei.

Das Recht zur Sondertilgung hat aber nicht jeder. Anders als beim Bausparen, sind Sondertilgungen nicht überall kostenlos möglich. Wurde im Kreditvertrag keine Sondertilgung vereinbart, können Banken eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, die den Kostenvorteil zumindest teilweise wieder aufzehrt.

Förderung einsetzen: Auch der Staat und der Arbeitgeber helfen bei der Immobilienfinanzierung. Eine Familie kann zum Beispiel mit Wohn-Riester über die gesamte Laufzeit mehrere zehntausend Euro sparen. Auch vermögenswirksame Leistungen vom Chef können Bausparer zum Sparen oder zur Rückzahlung ihres Bauspardarlehens einsetzen. Je nach Arbeitsvertrag können das bis zu 40 Euro je Monat sein.

Weiterer Vorteil: Liegt das zu versteuernde Einkommen unter den Einkommensgrenzen, zahlt der Staat zusätzlich eine Arbeitnehmer-Sparzulage von bis zu 43 Euro je Arbeitnehmer und Jahr. Die Einkommensgrenzen liegen bei 17.900 Euro für Alleinstehende bzw. 35.800 Euro für Verheiratete.



Geld

Januar/Februar – 2012

Bochumer Bürgerforum lädt ein zum Mitreden

 

„Hamse mal'n Euro?“ titelte die Lokalausgabe der WAZ am 14. Januar. Das war der Tag Eins nachdem die Internetseite www.bochumer-buergerforum.de ans Netz gegangen und von interessierten Bürgerinnen und Bürgern regelrecht lahmgelegt worden war: Es gab ein Rieseninteresse an den über 160 Sparvorschlägen, die im Netz in Schwerpunkte unterteilt sind, die wiederum jeweils bis zu 40 Einzelvorschläge listen. Dass unsere Stadt bereits (durchaus spöttische) überregionale Aufmerksamkeit genießt, weil sie das Projekt „Musikzentrum“ nicht in der von Kulturfreunden erhofften Zeit – über die Bühne bekommt, ist hinlänglich bekannt.

Dass nun auch noch über die Existenz des Museums Bochum diskutiert wird, hat nicht nur in dieser Stadt für maximal erheiterte Schenkelklopfer gesorgt: „Wer solche Überlegungen überhaupt erst zulässt“, sagt mancher Bürger kopfschüttelnd, „der kann die Kultur auch gleich ganz aus dem öffentlichen Raum verbannen.“ Und Vorhandenes mit dem Abbruchhammer platt machen.

Abstimmen, kommentieren, und selbst weitere Spar-Vorschläge machen können die Bürger zum Beispiel in den Teilbereichen Bildung und Kultur, Recht und Ordnung oder Steuern und Gebühren.

Die Menge des Materials, das kann man mit Fug und Recht sagen, erschlägt den Interessierten, der in seinen Beiträgen seinen Namen übrigens nicht zwingend nennen muss. Erwünscht wäre das aber schon.

Als Trost bei der ungeheueren Menge an Information mag gelten, dass man sich nicht alles durchlesen muss. Wer nur in Teilbereichen mitdiskutieren möchte, kann dies genau dort natürlich auch tun.

Für die Menschen, die nicht ins Internet gehen können aber dennoch Vorschläge haben oder an der Diskussion teilnehmen, und die Sparvorschläge kommentieren wollen, gibt es die Möglichkeit, sich Formulare in den Bürgerbüros abzuholen und diese dann „klassisch“, also mit dem Kugelschreiber auszufüllen. Auch diese Beiträge werden dann – mit leichter Verzögerung, weil sie ja erst bearbeitet und eingestellt werden müssen – im Internet zu finden sein.

Wann hatte es das jemals gegeben, dass sich die Bürger einer Stadt zu geplanten Sparmaßnahmen äußern, eigene Einspar-Ideen einbringen können? Die Gelegenheit zur Beteiligung wurde dann von den Bürgerinnen und Bürgern auch ausgiebig genutzt.

Wie bereits zu Beginn beschrieben, war am ersten Tag die Hölle los auf dem Server – und auch das Team des Informationsamtes um Ralph Leitmann hatte alle Hände voll zu tun, um die Beiträge der Bürger zu sichten und zu bewerten. Ein kontrollierender Blick musste sein, weil sich leider nicht immer alle Online-User an den Kodex halten, zivilisiert miteinander umzugehen.

Wer sich hineinliest in die Maßnahmen und die Kommentare der User stellt mit Erstaunen fest, dass Sparmaßnahmen nicht kategorisch abgelehnt werden. Rund 100 Mio. sind schon eingespart worden, aber es muss noch mehr gespart werden. „Aktuell“, so schreibt OB Ottilie Scholz auf der Website, „beläuft sich diese Summe auf zusätzliche 51,5 Mio. Euro, die dauerhaft bis zum Jahr 2022 eingespart werden müssen.“

Was Immobilienbesitzer nicht weniger ärgert als ihre Mieter, ist die Tatsache, dass der Grundsteuer-Hebesatz um 40 Punkte angehoben werden könnte. Das würde 5,2 Mio. bringen. Viele User meinen, dass man dann nur noch „einfach wegziehen“ könne. Die 'zweite Miete' (Nebenkosten) sei für viele Familien jetzt schon ein Problem.

Und: „Bochum hat im Vergleich zu umliegenden Städten in den letzten Jahren deutlich mehr Anwohner verloren. Diese Maßnahme würde diesen Trend verstärken.“

Auch die Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes um 15 Punkte könnt 5,15 Mio in die Kasse bringen. Was der eine „unumgänglich“ findet, bezeichnet der ander als „nicht sinnvoll“. „Wirtschaftlich unsinnig! Lieber mehr Unternehmen bei geringeren Gewerbesteuern“, findet ein anderer.

Über die Vorschläge zur Konsolidierung des Haushalts der Stadt Bochum, die Ergebnisse der Internetplattform und die Bürgervorschläge gibt es am Samstag, 4. Februar 2012, von 9:00 bis 15:00 Uhr, eine Informationsveranstaltung im Ruhr-Congress.

Die Veranstaltung ist – nach Anmeldung – offen für Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren. 350 Personen können teilnehmen. Melden sich mehr an, wird gelost.

Ef


Geld

Januar/Februar – 2012

Teerfabrikgelände
wurde zur Grünanlage

 

Aus Altlasten mach' „Grün“: Hans-Josef Düwel, Ministerialdirigent im Düsseldorfer Umweltministerium, Bochums Bürgermeisterin Astrid Platzmann-Scholten und der AAV-Verbandsvorsitzende Dr. Jochen Rudolph pflanzten auf dem rund 40.000 m² großen sanierten Gelände der ehemaligen Dachpappenfabrik „Raschig“ in Werne einen Baum und übergaben das vordem hoch belastete Grundstück als Grünfläche an die Anwohner.

Neben den erfolgreich durchgeführten Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durch Dekontaminations- und Sicherungsmaßnahmen hat dieses Projekt auch einen weiteren, klimatechnischen Nutzen. Die Freifläche der Grünanlage wirkt bei weiter ansteigenden Temperaturen im Stadtklima als Frischluftschneise und vermindert mögliche Hitzestaus im Sommer.

Auf dem ehemaligen Industriegelände wurde 1887 die Firma Coaks-Anstalt und Kohledestillation gegründet. Im Jahr 1918 übernahm die Firma Raschig die Fabrik und baute sie in den folgenden Jahren mit zahlreichen ober- und unterirdischen Tanks und Anlagen zur Teerverarbeitung aus. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts erreichte die Produktionstätigkeit ihren Höhepunkt. Bald darauf wurde im Jahr 1972 die Teerdestillation eingestellt und ein Großteil der Gebäude im Südwesten des Geländes abgerissen. Die Firma Raschig – mit Hauptsitz in Ludwigshafen – produzierte anschließend bis zum 31.12.2005 am Standort Bochum Asphalt und Dachpappe auf Bitumenbasis.

Besonders durch Handhabungsverluste, Leckagen in Leitungen und Tanks sowie Kriegseinwirkungen gelangten erhebliche Mengen umweltrelevanter Schadstoffe (z. B. polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe), die vor allem aus der Teerverarbeitung stammten, in den Untergrund und somit auch in das Grundwasser. Umfangreiche Untersuchungen in den Jahren 1999 bis 2007 zeigten das Maß der Verunreinigungen, so dass eine Sanierung des Grundstücks erforderlich wurde.

Nach Abschluss der Verträge zwischen dem AAV, der Firma Raschig und der Stadt Bochum im Jahr 2008 wurden unter der besonderen Berücksichtigung des Arbeits- und Anwohnerschutzes von 2009 bis 2011 folgende Sanierungsschritte durchgeführt:

  • Rodung der vorhandenen Bäume,
  • Rückbau der drei bis zu 15 Meter hohen Rohteertanks,
  • Entsorgung der Produktreste und Verwertung von ca. 240 Tonnen Stahl,
  • Rückbau der restlichen Gebäude und Anlagen sowie Sprengung des Kamins,
  • Entsorgung von Produktresten und Materialien aus dem Rückbau (z. B. Holz, Asbest, Dachpappen, Schrott),
  • Profilierung der ehemaligen Betriebsfläche,
  • Bodenaustausch im Bereich der Hausgärten an der Von-Waldthausen-Straße,
  • Sicherung der ehemaligen Betriebsfläche mit geosynthetischen Tondichtungsbahnen aus Bentonit,
  • Aufbringung von rekultivierungsfähigen Böden im Bereich der Hausgärten und der ehemaligen Betriebsfläche,
  • Begrünung der Flächen,
  • Kartierung der Schadstofffahne im Grundwasser und Erarbeitung eines Konzeptes zur Grundwasserüberwachung unter Berücksichtigung von natürlichen Abbauvorgängen.

Die Kosten der Altlastensanierung wurden von der Firma Raschig, dem AAV und der Stadt Bochum getragen.

Hintergrundinformation
Der Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV) unterstützt in NRW Kreise, Städte und Gemeinden: Er saniert auf Antrag der Kommunen Altlastenflächen oder Grundstücke mit schädlichen Bodenveränderungen, wenn z. B. kein Verantwortlicher mehr gefunden werden kann oder wenn dieser finanziell dazu nicht in der Lage ist. Der AAV bringt dabei bis zu 80% der finanziellen Mittel auf und übernimmt außerdem in der Regel auch das Projektmanagement. Der Vorteil ist, dass er dabei seine vielfältigen Erfahrungen in die Sanierungsmaßnahmen einbringt, die er in den Jahren seit seiner Gründung im Jahr 1988 gesammelt hat. Hinter dem AAV stehen im Rahmen einer freiwilligen Kooperationsvereinbarung das Land NRW, die Kommunen des Landes sowie Teile der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Zurzeit wendet der Verband ca. zehn Millionen Euro pro Jahr für Sanierungsmaßnahmen auf. Mögliche Rückflüsse aus Verkäufen sanierter Grundstücke werden dann sofort wieder in Projekte investiert.


Geld

Januar/Februar – 2012

Stadtwerke-Stromsparrechner:
Wo bleibt der Strom?

 

Diese Frage beantwortet der Stromcheck für Haushalte, den die Stadtwerke Bochum auf ihren Internetseiten kostenlos anbieten. Unter www.stadtwerke-bochum.de können alle Kunden ab sofort den aktualisierten Stromsparrechner nutzen und in den eigenen vier Wänden Energiesparpotentiale heben.

Energieeffizienz und CO2-Minderung stehen in der Umweltpolitik an erster Stelle. Auch in Haushalten kann energieeffizientes Verhalten zum Umweltschutz beitragen. Die Stadtwerke bieten den Stromcheck für Haushalte zusammen mit der EnergieAgentur.NRW an, um das Sparpotential in privaten Haushalten weiter auszuschöpfen.

Viele Menschen können ihren Stromverbrauch nur schlecht einschätzen und wissen daher gar nicht wie viel Kilowattstunden ein normaler Zwei-, Drei- oder auch Mehr-Personen-Haushalt eigentlich im Durchschnitt verbraucht. Der Stromcheck zeigt deutlich an welchen Stellen der heimische Verbrauch von der Norm abweicht. So erhält nach wenigen Klicks jeder ein individuelles Stromverbrauchsprofil, das aufzeigt in welchen Bereichen viel oder wenig Strom verbraucht wird.

Vor endlosen Dateneingaben zu allen Haushaltsgeräten muss sich niemand fürchten. Der Online-Fragebogen behandelt mittlerweile 15 Verbrauchsbereiche mit Fragen zur individuellen Ausstattung der Wohnung sowie deren persönlichen Nutzungsgewohnheiten.

Wer seine Geräte gut kennt, benötigt lediglich zehn Minuten für den Check. Von Kühlen und Gefrieren über Kochen und Spülen, TV und Audio fließen Gartenbewässerung und Saunanutzung in den Stromcheck ein. Der moderne Stromsparrechner ermittelt den individuellen Gesamtstromverbrauch und stellt ihn einem bundesweiten Durchschnittsverbrauch der entsprechenden Haushaltsgröße gegenüber.

Zusätzlich werden individuellen Teilverbräuche errechnet und ebenfalls mit Durchschnittswerten von Haushalten gleicher Größe verglichen. Datengrundlage bildet die neuste Auswertung der EnergieAgentur.NRW von über 380.000 durchgeführte Checks von Ein- bis Sechs-Peronen-Haushalten. Genaue Ergebnisse der Studie sind unter www.energieagentur.nrw.de einzusehen.

Durch das Aufschlüsseln des Stromverbrauchs in Teilbereiche weiß der Verbraucher genau wo er Strom und Geld sparen kann. Der Vergleich mit dem normalen Verbrauch ist dann noch eine zusätzliche Motivation, in den entsprechenden Bereichen auch wirklich zu sparen, so die Stadtwerke Bochum.

Eine persönliche Energieberatung gibt es unter 0234 / 960 – 3525.